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Saisonstart in Englands Frauen-Liga: Familienausflug mit 31.000 Menschen
Catherine Ivill/Getty Images

Mit dem ersten Manchester-Derby ist die Women's Super League in ihre wichtigste Saison gestartet. Die große Frage nach der WM: Wie begeistert man die Fußballfans im Alltag?

beckersheinz215 09.09.2019, 02:32
1. Frauenfußball

Solche Derbys und verschenkte Karten können ja auf Dauer nicht über die Problematik hinwegtäuschen, dass der Fußball einfach gesättigt ist und der Frauenfußball nie in den Markt kommen wird.

Wer soll denn den ganzen Fußball noch gucken?
6-7 Spitzenspiele in Deutschland (1+2 Liga), 4 in England, 2 in Frankreich, 2 in Italien, 3 in Spanien, EM/WM Quali, Championsleague, Europaleague, DFB Pokal usw.

Das ist doch mittlerweile das Programm, dass der Sportkonsument im Wochentakt "genießt" - halb freiwillig, halb eingetrichtert.

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zauberer2112 09.09.2019, 06:01
2. Wahnsinn

Mit was für Mitteln hier der Frauen-Fußball gepusht wird. Wenn es jemanden interessiert, geht er/sie/es auch hin. Aber für mich genauso interessant wie Männer-Synchronschwimmen. Da könnte man mir auch Karten schenken und ich ginge nicht hin. Wahrscheinlich gibt's jetzt schon Ansprüche a la: "Wir haben 30 bzw. 40.000 Zuschauer, her mit den Kohlen." Wie diese zustande kommen, wird dann gerne mal ausgeblendet.

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spadoni 09.09.2019, 07:49
3. FC Chelsea vs Tottenham Hotspurs

"Für die Partie des Vorjahres-Dritten FC Chelsea gegen den zweiten Aufsteiger Tottenham Hotspur an der Stamford Bridge, das die Londonerinnen 1:0 am Sonntag gewannen", schreibt Herr Buchheister. Welche Londonerinnen denn? Soviel ich weiss ist der FC Chelsea, genau so wie auch auch die Tottenham Hotspurs in London beheimatet. Wenn auch in wirtschaftlich ziemlich unterschiedlichen Gegenden.

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jr-minerals 09.09.2019, 09:25
4. Mir ist es ein Rätsel

... wieso der Frauenfussball so gepusht werden soll. In meinen Augen ein völlig falscher Ansatz der Gleichberechtigung. Es gibt viele Sportarten, wie zB Tennis oder Volleyball, wo der Damensport grosser Sport und atraktiv anzusehen ist (aus rein sportlicher Sicht). Selbst bei der Nationalmannschaft der Frauen sieht es häufig einfach nicht gut aus, was da auf dem Platz passiert. Das sieht man dann auch am Ende an dem direkten Interesse der Fans im Stadion. In der letzten Saison kamen zu den Männern ca 43500 Zuschauer, bei den Frauen waren es keine 1000. Ich wünsche mir ganz persönlich eine Reduktion des Frauenfussballs am Fernsehen - sollten sie lieber in der Zeit sowas zeigen wie Volleyball, Tennis, Eishokey, etc.

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FrankDunkel 09.09.2019, 10:16
5.

Aus meiner Sicht ist es ein Fehler, den Frauenfußball am Männerfußball zu messen. Keiner käme auf die Idee, den Frauen-Sprint mit dem Männer-Sprint zu vergleichen. Wieso also im Bereich des Fußballs?

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ThomasS79 09.09.2019, 10:22
6. Equality im Schafspelz der Kommerzialisierung

Wenn man den Aufwand sieht, mit dem Veranstaltungen (und auch Beiträge) wie diese betrieben werden, könnte so ziemlich jede andere Sportart vor Neid oder vielleicht auch Unverständnis verstummen! Da werden Stadien mit kostenlosen Tickets gefüllt, Atmosphären vorgeschwärmt, Zuschauer-Verhältnisse analysiert und, mal wieder, irrsinnige Vergleiche zu Herrenligen gequält! Dabei zeigt alleine dieser Beitrag exemplarisch das Problem: der Vergleich mit der hochbezahlten Herren-Domäne läuft an Krücken! Im Namen der Gleichberechtigung kann eben nicht sein, was nicht sein darf! Wenn Frauen professionell Fußball spielen, sollen sie bitte gefälligst genauso bejubelt, bezahlt und vermarktet werden wie die männlichen Kollegen! Dass das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat - egal. Man müsse eben den Menschen quasi nur ihr versäumtes Glück entsprechend präsentieren, koste es was es wolle, oder etwa nicht? Wer mit offenen Augen durch die Fußballwelt geht, fragt sich dabei - was will man eigentlich damit erreichen? Geht es hier wirklich noch um Fragen geschlechtlicher Gleichberechtigung, wenn ein Randgruppen-Sport - und ja, als solchen muss man Frauenfußball leider bezeichnen - völlig überdimensionierte, mediale Aufmerksamkeit und Subventionen erhält? Wie geht man mit Sportarten um, die selbst ohne derart offensichtliches Marketing-Bemühen durchaus höheres Vermarktungspotential, Einschaltquoten, ja sogar gut gefüllte Sportstätten mitbringen, wie etwa Leichtathletik, Wintersport (Biathlon, Ski alpin), Tennis, Schwimmen, Handball oder Volleyball? Und das sogar noch in "genderunabhängigen" Setting! Ich jedenfalls kann die Gleichberechtigungsdebatte im Zusammenhang mit Frauenfußball nicht mehr glauben und hören. Es geht hier der FIFA doch offensichtlich nur um den schnöden Mammon - und schlimmer noch - dass diese sportlichen Damen diese Plattform nutzen und sich unterm Strich auch nur unter dem Motto "mehr Geld" vor den Karren spannen! Dabei dürfte offensichtlich sein, dass die exorbitanten Gelder durch entsprechend erfolgreiches Marketing auch gegenfinanzierbar sein müssen - und da verkauft sich ein Neymar, Messi oder Ronaldo nun eben auch millionenfach besser als eine Rapinhoe, Maroszan oder Marta. Nun stelle man sich mal vor, ein Hitzlsperger hätte bei der EM 2008 offen für die Homo-Ehe geworben, wenn auch vielleicht moralisch lobenswert, wäre eine gewisse Deplatzierung wohl noch die harmlosere Kritik gewesen. Und wenn wir schon dabei sind, Tina Theune-Meyer ist der Ansicht, der Anteil der lesbischen Spielerinnen im deutschen Nationalteam liege bei 60 bis 70 Prozent, darüber reden möchte man aber auch nicht so richtig. Soviel also zu nicht-kommerziell ausgerichteten Fragen der Geschlechter-Gleichberechtigung. Es braucht keine völlig aufgeblähten Events und auch nicht noch mehr Kapitalisierung im so schon völlig surrealen Profisport - erst recht nicht im Deckmantel politischer Forderungen. Und auch nicht, wenn eben offen bleibt - wie sich ein gefülltes Stadion, wo keiner Eintritt bezahlt - gegenfinanziert! Am Ende ist es ganz einfach, wie #2 simpel attestiert: Wenn es jemanden interessiert, geht er/sie/es auch hin - und das nicht nur bei kostenlosen Tickets.

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spadoni 09.09.2019, 13:51
7. Hoppla!

Tja, zufällig ist ihr "lieber Forumskollege" zwar eine Frau, aber eine Frau die so gar nichts von Frauenfussball hält. Ihre eigene "Kernaussage", die Sie mir hier unterstellen ohne mich zu kennen, teile ich überhaupt nicht, im Gegenteil. Ich bin keine Emanze, eher auf der Seite der Männer, weil objektiver als Frauen, und schaue mir AUSSCHLIESSLICH Männerfussball an. Soviel also zu Ihrer "wunderbaren Analyse" zu meiner Person!!! Nebenbei gesagt, hatte ich in meiner beruflichen Laufbahn das Glück vorwiegend mit Männern zusammen zu arbeiten, worüber ich sehr froh bin. Wobei Ihr letzter Satz ziemlich unter die Gürtellinie geht, Ihr Machogehabe sollten Sie sich besser für ein kleines fussballspielendes Naivchen aufsparen. Ein Wunder dass Ihr total deplazierter Beitrag durch die Zensur rutschte!

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Hoppla! 09.09.2019, 15:24
8. oha liebste Forumskollegin

Zitat von spadoni
Tja, zufällig ist ihr "lieber Forumskollege" zwar eine Frau, aber eine Frau die so gar nichts von Frauenfussball hält. Ihre eigene "Kernaussage", die Sie mir hier unterstellen ohne mich zu kennen, teile ich überhaupt nicht, im Gegenteil. Ich bin keine Emanze, eher auf der Seite der Männer, weil objektiver als Frauen, und schaue mir AUSSCHLIESSLICH Männerfussball an. Soviel also zu Ihrer "wunderbaren Analyse" zu meiner Person!!! Nebenbei gesagt, hatte ich in meiner beruflichen Laufbahn das Glück vorwiegend mit Männern zusammen zu arbeiten, worüber ich sehr froh bin. Wobei Ihr letzter Satz ziemlich unter die Gürtellinie geht, Ihr Machogehabe sollten Sie sich besser für ein kleines fussballspielendes Naivchen aufsparen. Ein Wunder dass Ihr total deplazierter Beitrag durch die Zensur rutschte!
da haben sie mich aber total falsch verstanden. Ich habe doch weder über ihre Person (egal ob Männlein oder Weiblein) geurteilt oder etwas unterstellt. Ich habe einen ironischen Seitenhieb auf den Autor gemacht der hier einen klassischen modernen Genderartikel verfasst hat. Und mein letzter Satz bezieht sich auf die Werbung zur letzten Frauenfußball WM wo sich die Damennationalmannschaft mit dem Spruch "Wir brauchen keine Eier - wir haben Pferdeschwänze" über die Männer lustig machen wollten. (können sie gerne mal googlen lief die ganze Zeit als Spot in ARD und ZDF) Falls sie sich trotzdem auf den Schlips getreten fühlen - mea culpa war nicht meine Intention und einen schönen Tag.

p.s. mein Naivchen spielt gar keinen Fußball und ist weit davon entfernt Naiv zu sein. Sie steht mitten im Leben und hält es schon über 25 Jahre mit mir aus.
Bitte entschuldigen Sie, dass ich meinen Beitrag nicht deutlich genug als Ironie gekennzeichnet habe.

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zaunreiter35 09.09.2019, 21:30
9. "Was erlaube spadoni"

Über die Machos hier im Forum sehe ich drüber hinweg, die ihr Privileg für männlichen Sport in Gefahr sehen.
Aber wenn dann eine Frau wie "spadoni" daherkommt, einen User zurechtweist und wie eine Rechte mit einem Dolchstoß daherkommt und Fußballerinnen in den Rücken fällt, weil sie nur Männerfußball schätzt, dann muss ich auch mal meinen Mostrich dazugeben.

Ich hab mich vom professionellen männlichen Fußball abgewendet, weil er mir langweilig wurde. Schauspieler wie Neymar jr., Robben und co. schau ich mir lieber im Theater an. Vergewaltiger, Tagediebe und Steuerhinterzieher wie Neymar jr., Ronaldo oder Ribery sähe ich lieber im Gefängnis. Aber dank Fußball sind die ja sakrosant.
Da lobe ich mir ehrliche Fußballerinnen wie eine Megan Rapinoe oder eine Alex Morgan, die wenigstens 1 (Eins) Prozent ihres sehr geringeren Einkommens für die Organisation "Common goals" spenden. Deutsche, außer Mats Hummels, findet man da kaum. Und "fußballspielende Naivchen" habe ich bei der kürzlich ausgespielten WM keine gesehen.
Wahrscheinlich würden Sie, Frau spadoni, auch einer wie Lysistrata in den Rücken fallen.

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