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Schach: Deutscher Ehrenpräsident kritisiert Weltmeister Carlsen
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Der deutsche Schach-Ehrenpräsident Robert von Weizsäcker hat Kritik am neuen Weltmeister Magnus Carlsen geäußert. Dieser habe nicht das beste Schach-Verständnis, sein Spiel gegen Viswanathan Anand sei "computerähnlich und blutlos" gewesen.

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leonidasng 25.11.2013, 09:36
10. Nun wissen wir auch

Zitat von sysop
Der deutsche Schach-Ehrenpräsident Robert von Weizsäcker hat Kritik am neuen Weltmeister Magnus Carlsen geäußert. Dieser habe nicht das beste Schach-Verständnis, sein Spiel gegen Viswanathan Anand sei "computerähnlich und blutlos" gewesen.
warum Deutschland Schachteschnisch im 18ten Jahrhundert ist. Einen Anand zu überspielen, der eine kleine Fussballmanschaft als Vorbereitungsteam hat, dürfte schwierig sein. Für mich hat Carlsen so gespielt, wie Menschen spielen sollen, eine Idee aufgreiffen, sie über sehr viele Züge anvisieren und vorbereiten, und am Schluss davon profitieren. Auf jeden Fall ist er der interessantere Weltmeister als Anand.
Chapeau.

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dafor 25.11.2013, 09:37
11. Musste man nicht drüber berichten!

Zitat von sysop
Der deutsche Schach-Ehrenpräsident Robert von Weizsäcker hat Kritik am neuen Weltmeister Magnus Carlsen geäußert. Dieser habe nicht das beste Schach-Verständnis, sein Spiel gegen Viswanathan Anand sei "computerähnlich und blutlos" gewesen.
Diese Äußerungen des Herrn Präsidenten wären besser unterblieben. Herr Carlsen hat, soweit jetzt bekannt ist, sich an das Reglement des Wettkampfs gehalten und hat mehr Partien gewonnen als der Weltmeister. Eine Geschmacksfrage, wie etwa den Spielstil des neuen Weltmeisters, zum Anlass einer kritischen Äußerung zu machen ist als solches zunächst mal fragwürdig. Es verkennt aber auch, dass Schach ein Profisport ist und wie in jedem anderen derartigen Sport auch die körperliche Fitness und Ausdauer eine entscheidende Rolle spielen kann, wenn die Opponenten ansonsten mehr oder weniger gleiche Fähigkeiten mitbringen.

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leicameter 25.11.2013, 09:37
12. Strategie nicht überzeugend

Die Strategie von Sieger Carlsen empfand von Weizsäcker als nicht überzeugend....

Was will uns Herr Weizsäcker damit sagen?

Zumindest war die Strategie erfolgreich. Schlecht war sie also nicht....

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mcbarby 25.11.2013, 09:38
13. Mal langsam Hr. Weißsäcker!

Es ist ziemlich dreist und frech, was Weißsäcker da von sich gibt. Carlsen macht keine Fehler und nutzt die des Gegners aus und ist deshalb der schlechtere Spieler? - Wie sinnfrei ist das denn?! Wäre mir neu, dass im Schach B-Noten. vergeben werden. Schach ist ein Strategiespiel, das ist Herrn Weißsäcker vermutlich nicht bekannt. Und Carlsen hatte eindeutig die bessere Strategie, indem er des Gegners Fehler abwartete und nutzte.
Carlsen ist verdienter Weltmeister und dazu gratuliere ich aus vollem Herzen.

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winkdon 25.11.2013, 09:39
14. ...

Zitat von sysop
Die Strategie von Sieger Carlsen empfand von Weizsäcker als nicht überzeugend. "Denn er hat ihn nicht überspielt, sondern einfach keine Fehler gemacht, abgewartet und dann zugeschlagen."
Mit dem Zitat könnte man auch den italienischen Fussball beschreiben. Nicht schön anzusehen, aber effektiv. Keine Fehler machen und den Gegner aussitzen sind eben auch Fähigkeiten, die es braucht.

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bansky 25.11.2013, 09:39
15. Ist das nicht das Ziel?

"Schön spielen" in allen Ehren, aber ist das Ziel nicht, die Schwächen des Gegners zu nutzen und ihn Matt zu stellen? Carlsen war bei 6,5:3,5 ja nicht nur einmal besser, sondern eklatant. Das Empathie nicht zu seinen persönlichen "Stärken" gehört, sei dahingestellt.

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Walther Kempinski 25.11.2013, 09:40
16. Italien

Carlsen spielt eben so Schach wie die Italiener Fußball spielen. Wer siegt hat Recht.

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hanka-tsu 25.11.2013, 09:40
17. optional

Ich wusste nicht, dass es beim Schach Punte für "schönes" Spiel gibt.

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StefanXX 25.11.2013, 09:42
18. Unverständliche Kritik

Also vorweg muss ich sagen dass mir Carlsen persönlich auch irgendwie unsymphatisch ist .. ohne es jetzt begründen zu wollen .. ist eben ein Gefühl. Aber die Kritik finde ich völlig unberechtigt. Was heißt er spielt solange bis der andere einen Fehler macht ... Schachspiele werden IMMER durch Fehler des anderen entschieden .. wenn jeder immer perfekt spielen würde, würden alle Spiele remis enden. Derjenige der weniger Fehler (sowohl quantitativ als auch qualititaiv) macht, der gewinnt. Im Gegenteil ich fand es sehr fair von Carlsen dass er die letzten Partien nicht gemauert hat, sondern weiterhin offensiv mitgespielt hat. Und ich fand so manche Partie wirklich spannend, nur ist der Modus von nur 12 Spielen leider ein bisschen zu kurz meiner Meinung nach.

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z_beeblebrox 25.11.2013, 09:42
19. Immer diese Meckerei

scheint wohl tatsächlich ein deutsches Phänomen zu sein.
Carlsen hat Anand haushoch geschlagen. Anscheinend hat er nicht nur weitaus besser gespielt, sondern ihm sein Spiel auch noch aufgezwungen. Anand hatte dem nichts entgegen zu setzen. Punkt.

Außerdem wüsste ich nicht, dass es im Schachspiel eine B-Note für tolle künstlerische Darstellung gibt.

Schon Emanuel Lasker wollte das Schachspiel um weitere Figuren erweitern, weil er es für ausgereizt hielt. Carlsen hat nun gezeigt, dass es defintiv noch nicht ist. Und Anand ist nicht irgendwer, sondern ein Ex-WM, der den Titel 6 Jahre inne hatte.

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