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Schach-WM: Carlsen triumphiert im Turmendspiel

Der Herausforderer baut seine Führung aus: Nachdem Magnus Carlsen bereits die fünfte Partie bei der Schach-WM für sich entscheiden konnte, siegte der Norweger auch im sechsten Duell. Titelverteidiger Viswanathan Anand steht vor den kommenden Spielen nun unter Druck.

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daiquiri_flip 16.11.2013, 17:20
20. Aufgabe?

Der Satz "Einen Zug, bevor er den Bauer in eine Dame tauschen konnte, gab Anand auf." stimmt doch nicht?
Viel mehr war Anand einfach Schach Matt!?

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funnyone2007 16.11.2013, 17:29
21.

Zitat von daiquiri_flip
Der Satz "Einen Zug, bevor er den Bauer in eine Dame tauschen konnte, gab Anand auf." stimmt doch nicht? Viel mehr war Anand einfach Schach Matt!?
wie kommen sie auf Schachmatt?
Der König steht nicht im Schach (/siehe bild)

Er gab auf, weil er gegen die Dame keine Chance mehr gehabt hätte und bald Schachmatt gewesen wäre.

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andy12123 16.11.2013, 17:30
22.

Zitat von sysop
Der Herausforderer baut seine Führung aus: Nachdem Magnus Carlsen bereits die fünfte Partie bei der Schach-WM für sich entscheiden konnte, siegte der Norweger auch im sechsten Duell. Titelverteidiger Viswanathan Anand steht vor den kommenden Spielen nun unter Druck.
Wie immer Super Liveticker. Diese Idee den Bauern (Te6!) zu Opfern und dann den f Bauern durchzubringen war wahrlich meisterlich. In Zukunft wird Annand wohl Turmendspiele meiden, schon gut zu sehen, wie Carlsen schon wieder Annand in ein Turmendspiel zwingen konnte. JEtzt muss Annand attackieren mal schauen was er sich für Montag ausdenkt, eine Niederlage wäre wohl eine Vorentscheidung. Ich bin gespannt.

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leiboldson 16.11.2013, 17:31
23.

Carlsen hat schon 100 Partien in diesem Stil gewonnen: eine ausgeglichene, aber noch lange nicht ausgeschöpfte und spielbare Stellung mit Ungleichgewichten auf dem Brett, dann baut er konstant Druck auf, der Gegner muss schwer arbeiten, um das Gleichgewicht zu halten und mitunter dauerhaft einzige, aber nicht leicht erkennbare Züge finden und irgendwann greift er fehl, da er diesem Druck nicht standhalten kann.
Carlsens Endspielkunst ist nur vergleichbar mit Karpov, wobei Karpov vor allem in ungleichen Läuferendspielen brillierte, während Carlsens Verständnis in Turmendspielen fast unvergleichbar ist, so regelmäßig gewinnt er sie, obwohl die Stellung ausgeglichen scheint.

Anand wird jetzt komplett auf Sicherheit spielen, um nicht völlig abgeschlachtet zu werden. Er wäre insgeheim mit einem 4,5 zu 6,5 auf heimischen Boden zufrieden, aber es wird wohl noch deutlicher ausfallen.

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iketchup 16.11.2013, 17:37
24. Stimmt

Zitat von c218605
sind die Bauern (Philidor, Analyze des Echecs, 1749). Anand ging schon wieder zu mies mit den Seinen um. Anfaengern im Positionsspiel mit diesem "Kanonenfutter" sei diese kurze und informative Webseite empfohlen:
Obwohl ich ein Gelegenheits-Schachspieler bin, ist mir auch klar, das der richtige Einsatz der Bauern oft der Schlüssel der erfolgreichen Strategie ist.
Guter Link

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haltetdendieb 16.11.2013, 17:42
25. Damit ist Carlsen Weltmeister!

Te8+ Kd4, Td8+ Ke5...Kd6...Ke7, egal, ganz egal. Carlsen hat es geschafft. Der neue Weltmeister kommt aus Norwegen. Ein dreifaches: "Schach Matt! Schach Matt! Schach Matt!" Er hat es verdient.

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Spiegelkritikus 16.11.2013, 17:52
26. Anand muss jetzt seine Grundstrategie ändern

Zitat von sysop
Der Herausforderer baut seine Führung aus: Nachdem Magnus Carlsen bereits die fünfte Partie bei der Schach-WM für sich entscheiden konnte, siegte der Norweger auch im sechsten Duell. Titelverteidiger Viswanathan Anand steht vor den kommenden Spielen nun unter Druck.
Diese interessante Partie hat erneut gezeigt, dass Carlson im Endspiel mit Turm und Bauern wohl unschlagbar ist. Anand sollte also seine Strategie ändern und die Entscheidung schon im taktischen Mittelspiel suchen - das ist er Carson zumindest ebenbürtig.

Anand hatte bis zum grosszügigen Figurenabtausch leichte Stellungsvoreteile, die er durchaus besser hätte nuitzen können. Das Abtauschen war somit ein Fehler, den Carson zu seinem Vorteil genutzt hat. Im Endspiel machte Anand dummerweise nochmal zwei Fehler, einmal mit dem Turm auf die A-Linie zu gehen und dann das Opfern des H-Bauern. Danach brachte er keinen Fuss mehr auf den Boden, Carlsen nutzte geschickt Anands Bauern auf B2 und C3 als Deckung gegenüber dessen Turm auf der A-Linie. Dumm gelaufen für Anand, aber wie gesagt, er sollte künftig ein Turmendspiel vermeiden, soweit möglich.

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HaioForler 16.11.2013, 18:09
27.

Zitat von daiquiri_flip
... timmt doch nicht? Viel mehr war Anand einfach Schach Matt!?
Nein, das Elfmeterschießen war zu dem Zeitpunkt imho ja noch nicht ausgelost.

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tbax 16.11.2013, 18:10
28. Blödes Anfänger-Gequatsche

Zitat von sysop
Der Herausforderer baut seine Führung aus: Nachdem Magnus Carlsen bereits die fünfte Partie bei der Schach-WM für sich entscheiden konnte, siegte der Norweger auch im sechsten Duell. Titelverteidiger Viswanathan Anand steht vor den kommenden Spielen nun unter Druck.
Viel wichtiger wäre die Diskussion, warum Anand den ersten Bauern "geopfert" hat. Die Stellung war bis dahin völlig ausgeglichen, denn die Doppelbauerschwäche e4/e3 wurde durch den Isolani auf d6 wett gemacht. Mit Dame und König hatte Anand jede Menge Abwartezüge zur Verfügung gehabt. Wozu durch ein Bauernopfer auf einmal die Stellung öffnen und Aktivitäten starten, wenn die Stellung dies überhaupt nicht hergab? Hat Anand vielleicht den Bauern eingestellt, weil er auf den Damentausch auf d6 gerechnet hatte? Denn nur dann kann Schwarz den Bauern auf b5 nach Td5 nicht decken. Wäre aber echt seltsam, sowas einfaches nicht zu sehen.

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Der_Widerporst 16.11.2013, 18:15
29.

Zitat von Spiegelkritikus
Diese interessante Partie hat erneut gezeigt, dass Carlson im Endspiel mit Turm und Bauern wohl unschlagbar ist. Anand sollte also seine Strategie ändern und die Entscheidung schon im taktischen Mittelspiel suchen - das ist er Carson zumindest ebenbürtig.
Sie haben recht, aber es ist für den amtierenden Weltmeister schwer erträglich sich diese Schwäche einzugestehen. Ich denke aber jetzt nach zwei Niederlagen steht Anand dermaßen "mit dem Rücken an der Wand", dass er bereit ist die Realitäten anzuerkennen und im Mittelspiel (vorzugsweise ohne Damentausch) sein Glück versuchen wird, praktisch fremdes Terrain betreten.

Eigentlich bin ich für Carlsen, aber Anand tut mir inzwischen schon ein bißchen leid: So abgefegt zu werden hat er nicht verdient.

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