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Schach-WM in London : Carlsen und Caruana auf dem Weg zum "Armageddon"
FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA-EFE/REX

Und wieder ein Remis: Bei der Schach-Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Fabiana Caruana gibt es auch nach elf Partien noch keinen Sieger. Alles deutet auf einen Tiebreak hin.

roithamer 24.11.2018, 19:45
1. Hauptsache, es geht mal zuende

Diese WM ist nichts für Schachdilettanten wie mich.

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Sokrates1939 24.11.2018, 20:49
2. Momentaufnahmen

Ich erlaube mir bereits jetzt die Feststellung, daß beide Spieler sich als gleichwertig erwiesen haben. Als ich als Junge zum ersten Mal von einem Schachweltmeister hörte, glaubte ich zuerst, daß dieser jede Partie gegen andere Spieler gewinnen müßte. Davon kann natürlich ebensowenig die Rede sein wie, daß ein Fußball-Weltmeister jedes Spiel gegen andere Mannschaften gewinnen oder der beste 100m-Läufer überall und immer schneller als andere laufen würde. Es handelt sich bei den Meisterschaften stets nur um Momentaufnahmen. Insbesondere bei Schach-Duellen kann sich auswirken, daß einer mit dem anderen nicht "kann". Objektiv besser schiene es mir, den Sieger eines doppelrundigen Kandidaten-Turniers zum Weltmeister zu erklären. Ich persönlich könnte allerdings ohne Weltmeister jeglicher Art gut leben.

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matt.the.bat 24.11.2018, 21:53
3.

"Ein Spitzensport, dem es nicht gelingt, für Laien ein wenig Unterhaltung zu bieten, wird dort verbleiben, wo der Pfeffer wächst: Madagaskar."

Wenn Sie Schach nicht interessiert, lesen Sie doch was über Madagaskar. Interessiert mich auch nicht, les' ich dann aber auch nicht. Und noch weniger beschwere ich mich darüber in der Madagaskar-Community...

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quark2@mailinator.com 24.11.2018, 21:57
4.

Obwohl ich einige Partien im Detail als sehr interessant empfand, finde ich den aktuellen Modus nicht optimal. 12 Partien sind ohnehin zu wenig. Karpov - Kasparov ist für mich der Kampf, an dem such WMs zu messen haben. Aber ich finde auch, daß die früherer Regel besser war, daß bei einem Unentschieden nach z.B. 24 Partien der Weltmeister seinen Titel behält. Das motiviert den Konkurenten von Beginn an, auf Sieg zu spielen. Dieses Elfmeterschießen, was jetzt wohl in Form von Blitzschach kommt, ist unwürdig. Mich stört es schon, daß die Spieler so wenig Zeit bis zum 40. Zug haben. Denn das bedeutet, daß jemand, der die Eröffnung nicht auswendig kennt, sich nicht mehr durch eigenes Denken retten kann, weil er dann aus Zeitnot Fehler machen wird. Hmmm, die Computer haben das Schachspiel sehr bereichert, aber leider auch noch mehr in Richtung auswendig lernen verschoben. Nicht mein Ding. Wäre besser, die Spieler bekämen eine Stellung nach der Eröffnung vom Computer zugeteilt, der sicherstellt, daß sie ausgewogen ist. Dann könnten sie die zuende spielen.

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quark2@mailinator.com 24.11.2018, 21:59
5.

Zitat von fatal.justice
Ein Spitzensport, dem es nicht gelingt, für Laien ein wenig Unterhaltung zu bieten, wird dort verbleiben, wo der Pfeffer wächst: Madagaskar. Wobei ich die Insel außerordentlich gerne mag. Die Madagassen sind verantwortlich für endemische Kreaturen, die es nirgendswo anders gibt. Für den Erhalt dieser Errungenschaften der Evolution gehört ihnen all meine Sympathie. Bevor die komplette Bewaldung dem Profit anheim fällt. Zurück zum professionellen Schachsport: Tot.
Schach hatte vielleicht nie den Anspruch, Laien Unterhaltung zu bieten. Vielmehr bietet er jungen Gehirnen Aufbautraining ...

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fatal.justice 24.11.2018, 23:16
6. Das Schach,

Zitat von matt.the.bat
"Ein Spitzensport, dem es nicht gelingt, für Laien ein wenig Unterhaltung zu bieten, wird dort verbleiben, wo der Pfeffer wächst: Madagaskar." Wenn Sie Schach nicht interessiert, lesen Sie doch was über Madagaskar. Interessiert mich auch nicht, les' ich dann aber auch nicht. Und noch weniger beschwere ich mich darüber in der Madagaskar-Community...
.. wie es unter den Spitzensportlern betrieben wird, ist öde. ICH, der gerne Schach spielt, benötigt keine künstlich überhöhten Wettkämpfe am Arsch der Welt. Man will sich nur die Taschen füllen, wenn man in Kazan oder Inguschetien teilnimmt. Meine Kritik bezieht sich nicht auf die kleinen Spieler - aber auf die kommerzielle Verwertung des schachigen Establishments. Sie wissen genau so gut, wie ich, dass der Madagaskar-Vergleich nicht statthaft, aber zutreffend ist. Deshalb gibt es auch Schachweltmeisterschaften in Berlin, London und Paris. Gibt es nicht?

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fatal.justice 24.11.2018, 23:21
7. Witz?

Zitat von quark2@mailinator.com
Schach hatte vielleicht nie den Anspruch, Laien Unterhaltung zu bieten. Vielmehr bietet er jungen Gehirnen Aufbautraining ...
Sie möchten mir aber nicht erklären, dass Generationen an Hauptschulabschlüsslern durch Schach der Unterschicht entronnen. Aufbautraining? Wollen Sie mich verarschen?

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StefanXX 25.11.2018, 01:16
8.

Zitat von quark2@mailinator.com
Obwohl ich einige Partien im Detail als sehr interessant empfand, finde ich den aktuellen Modus nicht optimal. 12 Partien sind ohnehin zu wenig. Karpov - Kasparov ist für mich der Kampf, an dem such WMs zu messen haben. Aber ich finde auch, daß die früherer Regel besser war, daß bei einem Unentschieden nach z.B. 24 Partien der Weltmeister seinen Titel behält. Das motiviert den Konkurenten von Beginn an, auf Sieg zu spielen. Dieses Elfmeterschießen, was jetzt wohl in Form von Blitzschach kommt, ist unwürdig. Mich stört es schon, daß die Spieler so wenig Zeit bis zum 40. Zug haben. Denn das bedeutet, daß jemand, der die Eröffnung nicht auswendig kennt, sich nicht mehr durch eigenes Denken retten kann, weil er dann aus Zeitnot Fehler machen wird. Hmmm, die Computer haben das Schachspiel sehr bereichert, aber leider auch noch mehr in Richtung auswendig lernen verschoben. Nicht mein Ding. Wäre besser, die Spieler bekämen eine Stellung nach der Eröffnung vom Computer zugeteilt, der sicherstellt, daß sie ausgewogen ist. Dann könnten sie die zuende spielen.
Von auswendig lernen kann keine Rede sein. Regelmäßig haben die Partien bereits ab dem 10. Zug und teilweise noch viel früher Stellungen, da bisher noch nie auf dem Brett waren. Aber auf dem Niveau, auf dem die beiden spielen, ist es für einen menschlichen Spieler einfach verdammt schwer sich einen spielentscheidenden Vorteil zu erarbeiten. Und sie sollten nicht vergessen, dass es bei Karpov gegen Kasparov auch viele Siege wegen Fehler des Gegners gab, die man heute aufgrund der Trainings-Möglichkeiten mit dem Computer weitgehend vermeidet. Ich fand die WM bisher trotz der vielen Remis attraktiv. Ein mitreißendes Remis wie im 10. Spiel z.B. ist mir viel lieber als ein Sieg des einen, weil der andere "blundert".

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Interzoni 25.11.2018, 20:17
9. @fatal.justice

Schach war noch nie Spitzensport für Jedermann/frau. Ich kann Ihren wirren Ausführungen nicht ganz folgen. Wenn sich zwei gleich starke Spieler treffen, kann es schon mal zu so einer kuriosen Remis-Folge kommen. So what? Der Teufel und damit das Interessante steckt im Detail, und davon hat dieser Kampf viel zu bieten.

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