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Schwache Leistung gegen Mexiko: Müller müsste schießen
AFP

Eigentlich unglaublich: Es ist WM - und Thomas Müller ist nicht in Form. Nach zehn Treffern 2010 und 2014 schoss er gegen Mexiko nicht ein einziges Mal aufs Tor. Noch schlimmer ist aber sein Defensivverhalten.

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dagmar1308 18.06.2018, 10:50
60. War da doch die Ehre oder das Privileg

Zitat von naknak
Von Anfang an war der Standfußball unserer Nationalmannschaft erkennbar. Niemand ackerte, niemand rackerte, niemand rannte für den Titel, niemand bot sich an wenn sein Mitspieler in Not war, niemand half aus wenn einem was misslang usw. keine Kommunikation untereinander. Es fehlte der Teamgeist der letzten Turniere! Hoffentlich nur bei diesem einen Spiel! Vielleicht fehlt ja Poldi! ;-)
für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, auch wenn das die eigene Karriere fördert, die gefehlt hat? Haben da nicht zwei diesen Motivationsaspekt vor kurzem zerstört? Erdogan wird es freuen, dass symbolisch D mal eins auf den Deckel bekommen hat.

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Peter M. Lublewski 18.06.2018, 10:52
61. Salomonisch gesprochen:

Zitat von alt-nassauer
im ZDF History, hat sich ein ehemalige Deutsche Nationalspieler zum Thema Nationalhymne geäußert und es wurden Fernsehbilder gezeigt. Die Weltmeister 1974 waren das Schweigen im Walde bei der Hymne. Paul Breitner sagte selbst, er ......
Wer meint, singen zu müssen - und sei es noch so falsch - soll es tun: Wer nicht singen mag, lässt es bleiben. Eine Auswirkung auf fußballerische Fähigkeiten hat weder das eine noch das andere :-)

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golfstrom1 18.06.2018, 10:55
62. 1. WM Spiel Deutschland

Deutschland erinnerte mich gestern stark an die WM-Auftritte unter Berti Vogts 1994 und 1998. Sehr statisch und einfallslos - man sieht durchaus, dass gute Fußballer in den Reihen vorhanden sind, aber man hat den Eindruck als ob dort eine Maschine ohne Schmiermittel läuft - schwerfällig und träge mit vielen Nebengeräuschen. Auffällig schon in Testspielen vor der WM und auch gestern war, dass die Mannschaft häufig viel zu hoch steht und dadurch konteranfällig ist. Der Spielaufbau läuft enorm viel auf den Lasten von Hummels und Boateng um vorne Überzahlsituationen zu schaffen und deren starkes Passspiel zu nutzen. Warum lässt man beide Innenverteidiger nicht deutlich weiter hinten und den Spielaufbau in einem viel größeren Anteil vom Mittelfeld organisieren? Man hatte schon vor dem Rückstand den Eindruck, dass wir hinten liegen, so weit vorne waren teilweise Hummels und Boateng. Was uns dort fehlt sind Dribbler und Kreativspieler. Wir haben dort viele Spieler die ein wunderbares Passspiel haben aber kaum Spieler die mal die Eins-gegen-Eins-Situation suchen oder wirklich in die Tiefe gehen. Hoffnung machen da vor allem die Eingewechselten Marco Reus und Julian Brandt. Vor allem Reus sollte gegen Schweden wirklich von Beginn an auflaufen. Bei Draxler war zu sehen, warum er bislang in keinem Verein zu einem dauerhaften Leistungsträger geworden ist. Sein Spiel benötigt Platz und er spielt viel zu Unentschlossen. Müller war gestern enorm schlecht, sowohl offensiv als auch defensiv. Ich glaube, dass er in dieser Mannschaft nur als zentraler Spieler, also hängende Spitze, oder gar als Stürmer einen Mehrwert schafft. Und Özil war zwar bemüht Struktur reinzubringen, aber bei ihm war auch gestern wieder zu sehen, dass er zu wenig Zug zum Tor hat und sogar extrem ungefährlich vor dem Tor agiert. Kroos hat sich ebenfalls gesteigert, aber bei ihm war auffällig, dass sein Defensivverhalten mangelhaft ist. Kaum gewonnene Zweikämpfe und langsam in der Rückwärtsbewegung war er ein Grund, weshalb Hummels und Boateng sich nach dem Spiel über die Systematik so echauffiert haben. Meine Empfehlung - defensiver denken, dieses Team ist nicht gut genug für spektakulären Offensivfußball. Stellt das Team auf Konterfußball oder Ballbesitzfußball ein. Abwehrreihe kann so bleiben, aber tiefer stehen. Im Mittelfeld - links Reus, rechts Brandt, zentral offensiv Müller, zentral defensiv Gündogan und Kroos - vorne Werner

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sauertopf1 18.06.2018, 10:56
63. mit Stolz, Herz und Verstand

Joinme66 #53. Danke für den sachlichen Kommentar. Ich wollte es nicht am Gesang festmachen, sondern auf eine sicher auch latend vorhandene Stimmungslage. Die natürlich nur ein Mosaiksteinchen sein kann. Ich denke an den alten und trotzdem gültigen Auspruch " mit Stolz, Herz und Verstand ". Ich möchte darauf hinweisen, dass das Problem bestimmt nicht mit Özi, Gündogan, Fritz oder Franz zu lösen ist. Sondern für das jeweilige Spiel die jeweils geeigneten Spieler aufzustellen (meine Laienmeinung).

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pressionist reloaded 18.06.2018, 10:56
64. Müller war schon in der LIGA ...

... nichts mehr geglückt. Zur WM hätten die fittesten Spieler, deren Leistung bis zuletzt abgerufen wurde, fahren müssen. Aber der Trainer hat seine Wohlfühlmannschaft mitgenommen. Das wird sich rächen. Und dann werden sich die Verschmähten ins Fäustchen lachen ... Der Jogi, der war mal revolutionär. Jetzt steht er zu viel auf altbackenes. Schade :(

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Jota.Nu 18.06.2018, 11:02
65. Hellwach waren die Mexikaner...

..."die Mannschaft" spielte einfach nur lustlos und ohne Antrieb. Aus den Lichtverhältnissen kann man allerdings nicht ableiten, dass Spieler "müde" oder "überspielt" waren, das war einzig die LED-Stadionbeleuchtung mit ihrem Kaltlicht.... .

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Oihme 18.06.2018, 11:03
66. Inzwischen ...

Zitat von Joinme66
Nur dieses rumreiten auf der Nationalhymne ist schon immer ein Blödsinn für mich. Schauen sie sich doch die guten alten Zeiten an und sagen Sie mir wer da alles mitgesungen hat? Beckenbauer, Maier, Müller alles gut deutsche Namen :) und keiner von denen hat je gesungen. Und warum nicht? Weil es total Wurscht ist und vielleicht auch hinderlich wenn man sich auf seine Arbeit fokussiert.
... sind aus der Psychologie und Verhaltensforschung aber längst die positiven Wirkung des gemeinsamen Singens bekannt und wissenschaftlich nachgewiesen.
1. Singen hebt die Stimmung. Dies geschieht u.a. durch die Produktion eines Cocktails aus Botenstoffen und Hormonen wie Serotonin, Beta-endorphin, Dopamin, Oxytocin und Noradrenalin.
2. Singen stärkt Selbstbewußtsein und Selbstwert
3. Singen schafft Verbundenheit und fördert soziale Netzwerke
4. Singen verringert Stress
Beim Singen kommt es zu einem raschen Abbau von Stresshormonen (Kortisol und Adrenalin). Der Gedankenstrom wird unterbrochen und wir kommen innerlich zur Ruhe in eine Art Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit.
Es ist erstaunlich, dass andere Nationalteams diesen einfachen, psychologischen Tricks anscheinend größere Beachtung schenken als die Deutschen.

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markus.pfeiffer@gmx.com 18.06.2018, 11:06
67. Schon, aber...

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Als Sie Torf stechen waren, hat Deutschland aber gegen Saudi-Arabien gewonnen.
Saudi Arabien hat 2 (mit der Großchance am Ende fast 3) Tore geschossen, deutschland nur eines; Saudi Arabien, das gegen die in der Weltrangliste noch hinter ihnen platzierten Russen mit 0:5 untergegangen ist - insofern war es gefühlt eine Niederlage.

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f._aus_kleefeld 18.06.2018, 11:08
68. Genaus so isses!

Zitat von niroclean
..liegt es ja auch an der Unterkunft in Russland. Schließlich muss man in einer schnöden Sportschule (o.ä.) wohnen und hat kein luxuriöses "Campo Bahia" wo einen der vom DFB gecharterte Helikopter Nachmittags zum Golfen fliegt - die Fußballmillionäre sind halt auch ein standesgemäßes Ambiente gewohnt, sonst können sie auch keine Motivation aufbauen.
Denen ist die Unterkunft zu billig, deshalb wollen sie so schnell wie möglich aus Russland abreisen. Um dann Urlaub zu machen, wie es sich für Fußballprofis gehört.

Ich fürchte, dass »wir« dieses Mal nicht die Vorrunde überstehen, obwohl ich sonst immer sehr optimistisch bin. Wer die Defensivarbeit vergisst oder verweigert, darf sich nicht wundern, dass es dann auch mal klingelt im eigenen Kasten. Wäre ja nur halb so schlimm, wenn es dann in der Offensive klappen würde, aber da habe ich das Gefühl, als sollte der Ball ins Tor getragen werden.
Vielleicht hätte Löw auch einfach nur die Confed-Cup-Mannschaft nominieren sollen...

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spon-facebook-10000012354 18.06.2018, 11:08
69. Die Spieler auf der Bank

Zitat von mwroer
Das gilt genau in der Form, mindestens, für alle europäischen Spitzenfußballer und ist von daher ein Manko mit dem alle leben müssen. Von daher ist das im direkten Vergleich keine Entschuldigung.
Es ist richtig, dass alle Top-Mannschaften relativ schwach in das Turnier gestartet sind, was auf eine auch physische Überlastung der Spieler zum Teil zurückgeführt werden kann. Hier spielt jedoch eine Rolle, ob und wie die "Bank" besetzt ist. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Deutschen hier über sehr wenige Alternativen verfügen (im Vergleich zu anderen Top-Mannschaften wie Frankreich, Brasilien usw.) und dann gilt diese Belastung für die deutschen Spieler im besonderen Maße.

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