Forum: Sport
Semenya will keine Medikamente nehmen: "Hell, no!"
Kamran Jebreili/AP

Olympiasiegerin Caster Semenya sieht keinen Grund, ihren Testosteronwert künstlich zu senken. Der Weltärztebund hat seine Mitglieder aufgefordert, die neuen Regeln des Weltverbands IAAF abzulehnen.

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AxelSchudak 05.05.2019, 00:52
50.

Zitat von DJ Doena
Wir haben so schon genug "Unregelmäßigkeiten" im Sport, wie zum Beispiel Radrennfahrer mit "Asthma". Je mehr dazu kommen, desto weiter stellt sich der Sport selbst ins Abseits.
Eine Überlegung, Asthmakranke als eigene Kategorie antreten zu lassen, hat etwas sympatisches. Es ist nicht nur der Radsport wo es viele "Erkrankungen" gibt, die natürlich nur rein zufällig mit auch leistungssteigernden Mitteln behandelt werden. Auch hier ist gibt es eine Gerechtigkeitslücke, die derzeit - auch zu Lasten ehrlich erkrankter - von einigen zur Optimierung der Leistung ausgenutzt wird. Sonst wäre der Anteil dieser Krankheiten und Leistungssportlern nicht so hoch.

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TS_Alien 05.05.2019, 04:08
51.

Semenya ist genetisch vermutlich keine Frau. Da man als Sportverband keine genetischen Untersuchungen verlangen kann, hat man sich den Testosteronwert als Kriterium ausgesucht. Der Grenzwert für Testosteron ist bei den Frauen so hoch gewählt, dass ihn keine gesunde Frau erreichen kann, außer sie dopt.

Die Diskussion würde sich erübrigen, wenn man als Sportverband die Erlaubnis hätte, das Geschlecht der Teilnehmer genetisch zu überprüfen.

Wenig Milchsäure im Blut zu haben, ist kein Dopingkriterium. Daher wird auch niemand deswegen gesperrt.

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birdie 05.05.2019, 06:02
52. Gesetzt den Fall, dass ein Boxer 10 % mehr Muskelmasse hat, als ...

sein nächster Gegner und nachweislich kein Doping für diesen Zustand verantwortlich ist, kann dann ein Boxverband ihn von Kämpfen "wegen Vorteilsnahme" von weiteren Kämpfen ausschliessen? Und kann ein solcher Verband weitere Kämpfe nur dann zulassen, wenn der Boxer sich operativ von der Muskel-Mehrmasse "befreien" lässt? Da es um sehr viel Geld für den Verband aus den "Kampf-Gebühren" geht, wäre es nachvollziehbar, warum der Verband sich so irrational verhält und die "Sache würde zum Himmel stinken". Genau wie das CAS-Dntscheidungsverfahren.

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DJ Doena 05.05.2019, 08:09
53.

Zitat von Stäffelesrutscher
Semenya hat aber nicht gedopt = sich irgendwas von außen zugeführt. Und genau darin besteht die Ungleichbehandlung zu Phelps. Wäre der Schwimmverband bei Phelps genauso vorgegangen wie bei Semenya, hätte er einen Grenzwert für die Milchsäureproduktion einführen müssen.
Sie ist aber genetisch auch keine Frau. Sie darf sich gerne als solche identifizieren, damit hab ich kein Problem. Aber den Frauensport gibt es nunmal, weil Frauen aufgrund von biologischen Tatsachen keine Chance gegen (trainierte) Männer haben. Und Semenya hat nunmal Hoden.

Phelps trat gegen die Besten von Allen an. Er kann jeden Mann *und* jede Frau besiegen. Semenya möchte ihren Vorteil aber in der "einfachen" Liga nutzen.

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Alaska_Saedelaere 05.05.2019, 11:49
54.

Zitat von umweltfreak
Als die Ärzte bei Michael Phelps herausfanden, dass sein Körper nur die Hälfte der Milchsäure wie bei anderen Schwimmern produzierte, was ihm einen ungeheuren Leistungsvorteil verschaffte, kommentierte das Olympische Komitee mit den Worten, dass Phelps unwahrscheinliches Glück hat, dass ihm sein Körper diesen unglaublichen Vorteil verschafft. Klar, Phelps ist weiss, Amerikaner und ein Mann. [...]
Und Semenya ist schwarz, Südafrikaner und ebenfalls ein Mann. Würde er in der obersten Leistungsklasse antreten, so wie Phelps, würde sich niemand beschweren. Aber er tritt ausschließlich gegen Frauen an.
Wenn - rein hypothetisch - Vitali Klitschko plötzlich seine weibliche Seite entdeckt und Regina Halmich verprügelt, wäre das in Ihren Augen ein fairer Kampf?

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AxelSchudak 05.05.2019, 11:54
55.

Zitat von umweltfreak
Widerwärtig das Urteil der CAS.
Wäre es nicht auch "widerwärtig", wenn der Erfolg im Leistungssport allen genetisch genetisch normalen Frauen in Zukunft verschlossen bleibt, weil "alte weisse Männer" das so zugunsten der testosteronbevorteilten beschliessen?

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Alaska_Saedelaere 05.05.2019, 11:58
56.

Zitat von Nonvaio01
mehr ist das nicht. Sie ist eine Frau, fertig. Alles andre ist benachteiligung.
Schauen wir uns doch die technischen Daten an.
Chromosomen: XY
Brüste: keine
Eierstöcke: keine
Uterus: keiner
Hoden: zwei
Aber er startet bei den Frauen, weil er sich als Frau fühlt. Oder scharf auf einen leichten Sieg ist.

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vereinsmeier 05.05.2019, 20:35
57. wer sagt, dass dieser Mensch eine Frau ist

gibt es einen Beweis, dass sie den XX Chromosomensatz aufweist?

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Alaska_Saedelaere 06.05.2019, 11:06
58.

Zitat von birdie
Gesetzt den Fall, dass ein Boxer 10 % mehr Muskelmasse hat, als sein nächster Gegner und nachweislich kein Doping für diesen Zustand verantwortlich ist, kann dann ein Boxverband ihn von Kämpfen "wegen Vorteilsnahme" von weiteren Kämpfen ausschliessen? [...]
Wenn der Boxer durch die zusätzliche Masse aus der von ihm gewünschten Gewichtsklasse herausfällt, sollte der Boxverband ihm eine Teilnahme in dieser Gewichtsklasse untersagen. Und wenn der intersexuelle Semenya, der biologisch weitaus mehr Mann als Frau ist, gerne läuft, dann soll er doch bei den Männern mitlaufen.

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