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Sicherheitsdebatte in der Formel 1: "Wir kennen die Risiken"
AFP

Der Bianchi-Crash hat eine Sicherheitsdiskussion in der Formel 1 ausgelöst. Debattiert wird auch über geschlossene Cockpits. Dabei gibt es gute Gründe gegen diese Lösung - und Bianchi hätte sie gar nicht geholfen.

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der_ba_be 10.10.2014, 11:47
40. @Lobhudel

Bitte setzen Sie sich mal mit der Bedeutung von "Doppel-Gelb" auseinander. Dann werden Sie wohl eingestehen müssen. Das viele Ihrer Aussagen Unsinn sind. Ich habe vollstes Mitgefühl mit Bianchi, seiner Familie und seinen Freunden und ich wünsche ihm eine baldige, möglichst vollständige Genesung. Aber an der Tatsache das er das Risiko überzogen hat, Flaggensignale bzw. deren Bedeutung ignoriert hat, führt in meinen Augen kein Weg vorbei. Ob er dies auf eigene Rechnung, um Boden gutzumachen oder evtl. auf Anweisung des Teams um eine mögliche SC-Phase ausnutzen zu können, getan hat, mögen bitte die Ermittlungen zeigen. Aber hier Bianchi aus der Verantwortung zu nehmen (abgesehen von seinem Fahrfehler) ist in meinen Augen der flasche Ansatz.

Was man der FIA evtl. vorwerfen kann, ist die tatsache das man in der jüngeren Vergangenheit das Ignorieren von gelben Flaggen bzw. das weiterfahren in Renn-Pace ein wenig zu lasch sanktionierte. Aber auch dazu müsste man detaillierten Einblick in Rennprotokolle und Telemetrie haben.

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h.hass 10.10.2014, 11:52
41.

Also WENN ich die Informationslage richtig übersehe, ist Bianchi an einem gefährlichen Punkt der Strecke viel zu schnell gefahren und hat die entsprechenden Signalflaggen ignoriert - während die anderen Fahrer am selben Punkt mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs waren.

Sollte dies so sein, ist Bianchi an seinem katastrophalen Crash selbst schuld. So schlimm seine Verletzungen sind und so sehr man dem Mann gute Besserung wünscht - er selbst trägt dann die Verantwortung für sein Los. Er hat sich eben einen Sport rausgesucht, der einem Fehler kaum verzeiht.

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micha63 10.10.2014, 12:19
42.

Zitat von Lobhudel
Na ja das mit der besten Möglichkeit, hat sich ja hoffentlich jetzt erledigt. Dort wo Sutils Wagen stand - nämlich direkt am Reifenstapel - hätte ein weiter ausladendes Hebezeug von jenseits der Barrieren her gemusst. Der Radlader musste erst positioniert werden, war also viel zu lange in der Gefahrenzone. Besser wäre es wohl gewesen, man hätte den Sauber einfach stehen lassen. Das "doppelt Gelb Schwenken", bedeutet m.E. nicht: "Vorsicht Lebensgefahr! Strecke ist nicht in vertragsgemäßem Zustand!". "Die Rennleitung hat nichts falsch gemacht.": Nun gut, Bruchpilot Sutil gibt gleich nach dem Rennen Interviews und Bianchi muss zweimal operiert werden.
Was versteht Du unter einem weit ausladendem Hebezeug? Eine Kranwagen?
Hätte man vorher gewust, das gerade an dieser Stelle, zumal unter Gelb, noch ein Auto abfliegt, hätte man das wohl auch gemacht.
Aber auch bei einem Kran muß jemand den die Flasche des Krans einhängen, also ans Auto.
Für diesen Fall war also der Radlader das richtige Bergegerät. Den der Sauber mußte auf alle Fälle weg. Und die Ausfahrt war auch nur ein paar Meter weg.
Es war einfach Pech.
Die Rennleitung hat vor der Unfallstelle doppelt Gelb schwenken lassen und NACH der Unfallstelle das Rennen wieder frei gegeben. So wie es die Regeln vorschreiben.

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e-dirk 10.10.2014, 12:33
43.

Zitat von Lobhudel
... Genau dort, wo eben gerade einer rausgerutscht ist - ohne Rennabbruch geschätzte 5 Tonnen massiven Stahl zu plazieren, ist verbrecherischer Leichtsinn.
eben gerade?
eben gerade ist sehr relativ.
Eben gerade heißt, der Bagger hatte den Sutil-Wagen bereits aufgeladen und war dabei die Strecke wieder zu verlassen.
Eben gerade heißt mehr als 4 min.
Eben gerade heißt das auch Bianchi mindestens 2 mal ( bei Rundenzeiten um 1:50 min) an der Unfallstelle vorbei gekommen ist und ganz genau wusste was dort los ist.

Dirk

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travelflo 10.10.2014, 12:44
44.

Zitat von h.hass
Also WENN ich die Informationslage richtig übersehe, ist Bianchi an einem gefährlichen Punkt der Strecke viel zu schnell gefahren und hat die entsprechenden Signalflaggen ignoriert - während die anderen Fahrer am selben Punkt mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs waren. Sollte dies so sein, ist Bianchi an seinem katastrophalen Crash selbst schuld. So schlimm seine Verletzungen sind und so sehr man dem Mann gute Besserung wünscht - er selbst trägt dann die Verantwortung für sein Los. Er hat sich eben einen Sport rausgesucht, der einem Fehler kaum verzeiht.
Schön, dass wir nun doch eine Diskussion um das eigenttliche Thema haben. Bianchi wurde Gelb-doppelt-geschwenkt gezeigt, von der Rennleitung eine angebrachte Entscheidung, so wurde immer geschwenkt wenn ein Fahrzeug abseits der Strecke geborgen wurde. Doppelt-Gelb heißt, dass man sein Auto jederzeit zum stehen bringen muss, das ist natürlich ein sehr dehnbarer Begriff, von daher ist es üblich, dass die Fahrer kaum verlangsamen, denn man kann hier nur Zeit verlieren (aber keine gewinnen). Alles spricht dafür, dass Bianchi zuviel Risiko eingegangen ist. Desweiteren gibt es eine Anweisung (Quelle mir leider nicht bekannt), dass ein Bergungsfahrzeug so eingesetzt werden soll, dass es die Streckenposten schützt, eine Art mobile Schutzbarierre. So tragisch das Unglück ist, aber es wurde alles richtig gemacht nach gängigen Vorschriften. Hätten die Streckenposten Sutils Sauber an einen Kran gehangen wäre Bianchi wohlmöglich direkt in die unschuldigen Streckenposten gerauscht (so wie Brundl in Suzuka 1994). Welche lehren kann man daraus ziehen? Meines Erachtens nach nur eine einheitliche Bestrafung beim Missachten von Doppelt-Gelb -> Gas runter ist zu allgemein, von außen regulieren? Ist nicht wirklich sport-gerecht, vllt so eine Regelung wie: In dem Sektor 25% langsamer als im Durchschnitt.. aber auch hier, 100% Sicherheit wird es nicht geben, Erikson ist am Anfang des Rennens trotz Safetycar rausgerutscht.

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kdshp 11.10.2014, 12:23
45.

Zitat von keyzer
Klar, Marussia spart an den Teilen, die das Auto auf der Strecke halten... Was hier an Spekulationen und Vorwürfen rumschwirrt, ist lächerlich und typisch. Bitte, schaut euch die BILD nicht mehr an, ich spreche bewusst nicht von "lesen". Daher kommt u.a. der Unsinn mit der grünen Flagge und von wegen Schuld des Streckenpostens, der die Flagge geschwenkt hat. Die gehört genau dahin! Hinter den Unfall. Flaggen gelten wir Schilder ab dem Standpunkt. Selbst wenn Bianchi die Flagge gesehen hat weiß er, dass er erst DAHINTER wieder Gas geben darf. DOPPELT geschwenkte gelbe Flaggen sind jedem Rennfahrer bekannt und er sollte sich daran halten. Schlimm sind solche Unfälle immer. Niemand findet es schlimmer als ein Unfall der Putzfrau beim Fensterputzen. Darf man daher den Jules nicht bedauern? Das ist so arm. Ebenso arm ist es, weniger bedauern zu haben, weil er dafür bezahlt wurde. Verletzung ist Verletzung, die ist nicht besser oder tut weniger weh, weil man mehr Geld hat.
Klar wird auch in der F1 am material und anderem gespart alles andere zu glauben ist naiv.

Schauen sie sich die strecke an und wo die grüne flagge geschwenkt wurde und ab wann. Vieleicht ist es auch deswegen passiert das herr Bianchi genau das dachte aber noch vor dem unfall war. Gas gegeben hat und dann rausgeflogen ist. FAKT ist nun mal das wenn er gegen den reifenstapel gefahren wäre wohl nichts passiert wäre.

Ich finde so unfälle nicht schlimm weil wer mit dem messer spielt muss damit rechnen sich zu schneiden. Die F1 ist nun mal ein spiel auf messer schneide die kleine fehler nicht verzeiht.

Und sicher ist es besser wenn man viel geld hat weil man sich dann viel besser versorgen lassen kann.

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