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Siegenthaler zu Scholl-Kritik: "Vor 1000 Jahren haben die Menschen die Erde auch nich
DPA

Joachim Löws Taktikchef Urs Siegenthaler reagiert gelassen auf die Kritik von Mehmet Scholl. Er verortet das taktische Wissen des ARD-Experten anscheinend im Fußball-Mittelalter.

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maniacmike 04.07.2016, 11:51
30. Trotz

des "Vercoachens" von Jogi hat das Team das Spiel gewonnen.

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db_op 04.07.2016, 11:51
31. Typisch Deutsch

oder deutsch (inc. Schweiz, Österreich). Man versucht gelassen zu reagieren. Aber man reagiert, und zwar nicht gelassen. Versucht es doch mal British: "Water off a duck's back". Ignorieren...

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rockham 04.07.2016, 11:52
32. ist aber nun gut...

zum einen sollte der Erfolg etwas souveräner machen. Kindergarten. Man kann die Form der persönlichen Kritik Scholls sicherlich kritisieren, aber das Niveau von Siegenthaler ist nicht besser. Der Inhalt der Kritik ist allerdings nicht seine Erfindung. Die Kritik an der Anpassung wurde schon vor dem Spiel vielleicht nicht von Scholl aber an anderen Stellen thematisert...nun jetzt ist sie eben medial sicht- und (an)greifbar. Und die Halbfinalniederlage 2012 ist aufgrund einer demütien Anpassung an den Gegner passiert. Insofern sind diese Punkte grade im Fall des Erfolgs zumindest diskussionswürdig. Das Niederbügeln unangenehmerer Diskussionspunkte ist bisweilen nicht hilfreich.

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AufJedenFall 04.07.2016, 11:52
33.

Löw ist eine Menge, aber bestimmt kein "Taktikfuchs". Das Problem ist, dass er gerne einer sein würde. Er will immer was besonderes machen, damit er irgendwann wirklich als Taktikfuchs angesehen wird. Leider sind seine meisten Ideen purer Müll. Kroos als pirlo bewacher, viererkette aus vier iv... Zum Glück ging das Spiel gegen Italien unentschieden aus, so hat die Taktik zwar nicht gewonnen, aber halt zum ersten mal nicht versagt

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dasdondel 04.07.2016, 11:53
34. selbst dieses Zitat

"Vor 1000 Jahren haben die Menschen die Erde auch nicht als Kugel gesehen." ist etwas rückständig... vor 2300 Jahren hat ein Grieche den Durchmesser der Erde berechnet (und sogar recht genau), was nur Sinn macht, wenn er wusste, daß die Erde eine Kugel ist.

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raineelser 04.07.2016, 11:53
35. Scholli

Was hätten die anderen "Experten" und die Medien denn gesagt, wenn die deutsche Mannschaft mit der taktischen Veränderung, gegen Italien ausgeschieden wäre? Es wäre garantiert dem Trainerstab angekreidet worden! Darf Scholli denn nur bei Niederlagen kritisieren?

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hansfrans79 04.07.2016, 11:55
36.

Zitat von vhn
Kann man das Thema bitte vergessen? Deutschland hat gewonnen. Es war knapp. Ohne Boatengs Lapsus wäre esbweniger aufregend gewesen. Ob eine andere Strategie auch zum Sieg geführt hätte, wissen wir nicht. Deutschland ist weiter. Der Erfolg gibt Recht. Konzentration auf Frankreich.
Ohne Boatengs sehr gute Abwehrleistung wäre es nichtmal "aufregend" gewesen, sondern ein italienisches Schützenfest.

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eschbaum 04.07.2016, 11:56
37. Verlaufen?

Fakt ist: Deutschland ist weiter, die düstere Prognose von Mehmet Scholl stellt sich als unerfüllte Prophezeiung dar. Mal wieder. Gomez muss man drehen, sonst liegt er sich wund. Sagte Mehmet. Nach zwei Toren bei dieser EM und viel Einsatz für 'die Mannschaft' sorgt man sich nicht ums Wundliegen, sondern um die deutsche Mannschaft und wünscht Gomez gute Besserung. Alle, außer Mehmet, dessen Meinung zunehmend polarisiert und dessen Vorhersagen sich auch noch als falsch darstellen. Kritik kann man anbringen, aber die Form entlarvt die Qualität des Kritikers.

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manmeintjanur 04.07.2016, 12:01
38. Für diese ...

Zitat von Schnixus
... Nicht wegen, sondern trotz Jogi sind wir WM geworden, schon vergessen?!
... Behauptung haben Sie doch sicherlich Beweise, nicht wahr!?

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Pless1 04.07.2016, 12:06
39. Passende Antwort

Herr Siegenthaler kontert hier gelassen und angemessen, Chapeau!

Im Grunde unnötig, denn Scholl, den ich eigentlich mag, hat sich mit dieser Kritik nur selbst vorgeführt. Als Champion nicht anpassen an den Gegner? Echte Fußballgelehrte wie Guardiola, der wirklich ein Champion als Trainer ist - würden herzhaft lachen über so einen antiken Blödsinn. Scholl ist fußballerisch in den 90ern stehengeblieben. Die Metamorphose vom Spieler zum Trainer ist ihm nie geglückt - auch, weil er sie letztlich ablehnt. In seiner Gedankenwelt muss ein Trainer in erster Linie wissen, "wie ein Spieler auf höchstem Niveau tickt". Alle anderen sind bei ihm "Laptop-Trainer". Dass er die nicht mag kann man nachvollziehen, denn diese verdrängen Trainer wie ihn zunehmend von der Bank. Aber das hat einen einfachen Grund: Erfolg. Trainer ist eben eine andere Qualifikation als Spieler. Klar hilf eigene Spielererfahrung auf gleichem oder höherem Niveau. Aber das ist eben nur ein Aspekt unter vielen. In erster Linie muss man "ein Spiel lesen können", seine Spieler mit ihren Stärken und Schwächen genauestens kennen und bestmöglich zur Höchstleistung bringen - als Einzelpersonen und als Team. Dazu benötigt man Wissen und Fähigkeiten, die man lernen kann und muss. Die Top-Ligen und Top-Nationalmannschaften dieser Welt sind da allesamt viel weiter in ihrer Entwicklung als Scholl.

Wenn er doch noch als Trainer arbeiten will kann er sich ja mal bei der FA melden. Die suchen noch jemanden für eine Mannschaft, die auf ähnlichem Niveau kickt wie Scholl kommentiert: sportlich limitiert aber sehr unterhaltsam - wenn auch manchmal unfreiwillig. Das hätte für England auch den Vorteil, zumindest mit einem Europameister nach Hause zu kommen. ;o)

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