Forum: Sport
Skandal-Marathon in Katar: Versuchskaninchen im Namen des Kommerzes
Ali Haider/EPA-EFE/REX

Nur 40 von 68 Starterinnen im Ziel: Die Leichtathletik-WM hat für den Verband und Katar mit einem Debakel begonnen. Verlierer sind aber die Sportlerinnen und Sportler - das darf sich nicht wiederholen.

Seite 1 von 6
*Querdenker* 28.09.2019, 18:54
1. Marathon für Entscheidungsträger

Man hätte die Verantwortlichen, die diesen Mist beschlossen haben, erst einmal selbst den Marathon laufen lassen sollen. Dann hätte die Leichtathletik-WM vermutlich nicht in Katar stattgefunden und die Entscheidungsträger lägen unter Beatmungszelt. Deppen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schehksbier 28.09.2019, 19:15
2. "Versuchskaninchen"

trifft es nicht so ganz, wenn in einem Wüstenländchen ohne jegliche Bindung zur Leichtathletik oder auch zum Fußball entsprechende Werbeveranstaltungen durchgeführt werden. Geld, um protzige Wettkampfstätten zu errichten, stellt kein Problem dar. Ebenfalls kein Problem sind luxuriöse Unterkünfte für schmierige Funktionäre, denen rechtzeitig die Konten aufgehübscht wurden. Die Menschen, die unter indiskutablen Bedingungen Stadien usw. errichteten bzw. errichten, sind ebenso wie die Sportler, mit deren Gesundheit leichtfertig umgegangen wird,
als unvermeidliche Kollateralschäden zu sehen. Allerdings verstehe ich nicht, warum sich Sportler in Kenntnis der Umstände für soetwas hergeben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fußballfan123 28.09.2019, 19:17
3. 100% Zustimmung

Schrecklich, dieser Lauf hätte nicht stattfinden dürfen. Und in Katar zu dieser Jahreszeit darf es keinen Marathon geben. Wer das entschieden hat, kann niemals einen Marathon gelaufen haben. Gesundheitsgefährdung hoch drei. Unverantwortlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bananenrep 28.09.2019, 19:19
4. Selber schuld........

jeder weiß, dass Katar, Saudi Arabien etc. NUR an Spiele durch Korruption kommen. Wer weiß das die Bedingungen so schlecht sind und mitmacht, darf sich nicht beschweren. So einfach. Korruption ist doch mittlerweile allenthalben salonfähig, Politik, Ministerialbeamte, Richter. wer da mitmacht macht sich mitschuldig. Und wenn es schiefgeht MIMIMI. Hut ab vor Herrn Pfleger. Ansonsten trägt der Sport nicht wirklich etwas zur Gesellschaft bei. Das machen Pfleger und Arbeiter. Huch, dass darf man ja nicht öffentlich sagen. Aber ich habe mir den HH Marathon ca. 10 Min angesehen. So ein Unsinn , so ein Hype. Ich bin selber Halbmarathon gelaufen, schön durch den Wald, Ich weiß was ich kann und muss mich nicht bewundern lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juergen haecker 28.09.2019, 19:22
5. Warum nur zwei Optionen?

Zitat aus dem Artikel: "Es bleiben nun zwei Optionen: Die Veranstaltung ins Stadion zu verlegen; die Arena ist auf etwa 25 Grad Celsius herunter"gekühlt" und es herrscht eine deutlich geringere Luftfeuchtigkeit. Auch das wäre weit weg von Idealbedingungen, aber immerhin ein richtiger Schritt für die Gesundheit der Sportler. Die zweite Option: den Wettkampf absagen. Erneute Bilder von kollabierenden Spitzensportlern kann sich dieser Verband bei all den anderen Negativschlagzeilen kaum erlauben."
Es gibt mindestes noch eine dritte Option. Den Marathon durchziehen und die negativen Bilder sperren. Allerdings wuerde das meinem Bild von den Veranstaltern, Verantwortlchen und Funktionaeren im Hochleistungssport entsprechen. Zum Glueck war ich mangels Begabung nie deren Gefaehrdung ausgesetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ntfl 28.09.2019, 19:30
6. Warum nur immer diese Polemik?

Es gab schon häufig genug Sportveranstaltungen bei Temperaturen über 30 Grad, auch Marathonläufe, Radrennen, Fussballspiele etc. Olympische Sommerspiele in Rom oder Barcelona hatten auch keine tieferen Temperaturen. Warum ist das dann immer nur besonders schlimm, wenn es in Ländern geschieht, denen wir ohnehin grosse Sportveranstaltungen ungern gönnen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
qwer 28.09.2019, 19:55
7. Beim Marathon bei Olympia Rio 2016..

haben schon auch 24 Frauen aufgegeben. Natürlich bei einem größeren Teilnehmerfeld. Trotzdem bekommt man als Leser immer mehr den Eindruck, dass "Kritische Berichterstattung" bei großen Sportereignissen ein wenig zum Selbstzweck wird...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wire-less 28.09.2019, 20:03
8. Kein Problem

das sind Profis die wissen was sie können. Das sie bei diesen Bedingungen langsamer laufen können/müssen ist klar. Die die da abbrechen haben sich verzockt. Der Olympische Marathon von Athen war härter und der Ironman auf Hawaii sowieso. Da kommt jeweils noch die sengende Sonne dazu.
Was mich mehr irritiert ist die Geisterkulisse. Eine Veranstaltung ohne Zuschauer. Was ist das ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geschwafelablehner 28.09.2019, 20:29
9. interessante Ideen ...

Ein Marathonlauf mit 100 Teilnehmern auf einer 400m-Bahn, also alle 4 Meter ein Überholvorgang gegenüber Läufern, bei denen man nicht weiß, ob man die schon 3- oder 4- oder 5-mal überrundet hat; sicher sehr interessant für die Zuschauer, die einfach eine lange durchgehende Kolonne ohne Anfang und ohne Ende laufen sehen; oder alternativ Vorläufe 2 Nächte davor ^^
Gab es nicht schon Weltmeisterschaften oder Winterolympiaden, bei denen einzelne Wettkämpfe wegen Schneemangel/schlechtem Wetter später in einem anderen Land durchgeführt wurden? Vielleicht wäre das ja eine Lösung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6