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Spekulationen um Läuferin Klosterhalfen: Nur freuen kann man sich nicht
Oliver Welken DPA

Konstanze Klosterhalfen hat in einem aufregenden 5000-Meter-Rennen bei der WM Bronze geholt. Die Fragen nach ihrem Trainingscamp in Oregon werden dadurch nicht aufhören. Sie sollte daraus Konsequenzen ziehen.

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mesteiner 06.10.2019, 11:00
150. Ich freue mich für Klosterhalfen

und dass hier auf typisch deutsche Art und Weise wieder Spekulationen von Journalisten aufgestellt werden ohne gleichzeitig die Leistung der beiden Kenianerinnen vor ihr zu hinterfragen (in Kenia wird nachweislich massenhaft gedopt und extrem wenig kontrolliert!), ist einfach nur fies und zeugt von Unkenntnis. Man beachte: Auch vor dem Wechsel der Deutschen in die USA galt sie als großes Talent in der Mittel-und Langstrecke und dass sie jetzt optimale Trainingsbedingungen und vor allem auch gute Trainer hat, muss man wirklich nicht negativ sehen. Meines Wissens hat Klosterhalften - auch während des Trainings - nicht eine Dopingprobe versäumt. Was soll also dieser Artikel?

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nici315 06.10.2019, 11:02
151. Traurig Herr Ahrens

Jemand läuft für Deutschland schnell und direkt kommt ein Verdacht des Dopings auf. Sie war nicht in der gleichen Trainingsgruppe, sie ist erst seit kurzer Zeit dort. Und warum bitte sollte sie nach Deutschland zurückkehren? Die Trainingsbedingungen sind in Deutschland miserabel. Kaum Unterstützung für Athleten in finanzieller Art. Ich glaube fast jeder Athlet würde es genauso wie sie machen wenn er/sie denn könnte...

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Agent Provocateur 06.10.2019, 11:03
152. Ich seh das ähnlich wie der Autor

Es ist immer schwer, als Außenstehender Mutmaßungen anzustellen, warum die Athleten des Nike Oregon Projects so viel erfolgreicher sind als andere, die ja auch wochenlang in der Höhe trainieren, wo die Luft dünner und der Sauerstoffgehalt geringer ist. Und es gab ja auch schon Fälle des Eigenblutdoping mit dem Blut aus dem Höhentraining, das besonders viele Erythrozyten enthält.
Bei Konstanze Klosterhalfen kommt halt noch hinzu, dass sie nicht viel wiegt und vergleichsweise wenig Muskelmasse hat, so dass ihr Sauerstoffverbrauch von Hause aus sehr gering ist. Wahrscheinlich hat sie den geringsten BMI aller Athleten, und wenn sie nicht gerade diesen Hochleistungssport (unter ärztlicher Betreuung) betreiben würde, würde man sie wohl als magersüchtig einstufen.
Sie ist zwar sehr ausdauernd und hat eine gute Tempohärte, aber für schnelle Tempowechsel und einen knackigen Endspurt fehlt ihr einfach die Kraft und 2 - 3 Kilo Muselmasse.
Ich hab auch das Gefühl, dass sie in diesem Trainingscamp etwas zu stark beansprucht wird.

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tinnytim 06.10.2019, 11:06
153. Es gibt keine Unschuldsvermutung vor der Anklage

Um mal mit der Stoßrichtung vieler Kommentare hier etwas aufzuräumen: Es gibt keine Unschuldsvermutung vor der Anklage. Wenn es grundsätzliche Verdachtsmomente oder Indizien gibt, wird ermittelt. Die Unschuldsvermutung gilt erst beim Urteil, wenn die Beweislage nicht eindeutig ist.
Beim Thema Doping sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es bis heute keinen Test gibt, der das Mittel Epo 24 Stunden nach Verabreichung nachweisen kann und bisher alle(!) überführten Doper, die dieses Mittel eingenommen haben, nur durch entsprechende Aufzeichnungen bei den verabreichenden Ärzten aufgeflogen sind.
Ein gesunder Argwohn sollte hier also immer vorhanden sein, vor allem bei Disziplinen, die auf Ausdauer basieren und wenig techniklastig sind; hier sind Mittel- und Langstreckenläufe, radfahren, schwimmen auf der Mittel- und Langstrecke, natürlich Triathlon und die entsprechenden Wintersportäquibalente wie Skilanglauf und Eisschnelllauf zu nennen.

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Sal.Paradies 06.10.2019, 11:07
154. Genau genommen, zielt Ahrens ja darauf ab

dass KoKo sich von Nike und dem Projekt abwendet, wohl wissend, dass sie in D niemals dieselben Bedingungen+Möglichkeiten hätte. Würden ihre Leisungen dann stagnieren, wäre dies der nächste Hebel für Journalisten wie ihn, nach dem Motto "seht her, jetzt plötzlich reicht das Talent alleine wohl nicht mehr aus"? Desweiteren muss man darüber nachdenken, was seine Logik dann nach sich ziehen würde. Kein Ingenieur dürfte mehr bei Audi, VW, Daimler, BMW arbeiten, weil denen ja nachweislich Betrug nachgewiesen wurde. Man geht nicht zu einem/r Projekt/FIrma, die betrogen/gedopt haben, egal wie lange dies schon her ist. Ahrens schützt sich, in dem er vorgibt kritische Fragen dürften ja wohl erlaubt sein. Ja, sind sie. Aber erlaubt wäre auch, dass er und andere Journalisten erwähnen, dass diese Geschichte 5 Jahre zurück liegt und dass eine KoKo seit "Jahren" permanent überprüft wurde und rein gar nichts nachgewiesen werden konnte. Reicht nicht, weil die sind ja clever und erfinden immer wieder neue Substanzen, die aktuell nicht nachgewiesen werden können? Na dann können wir ab sofort faktisch jeden&alles unter Generalverdacht stellen. Mir würde da sofort einfallen Hr.Ahrens zu fragen, warum "er" bei einem Blatt wie dem Spiegel arbeitet, wo doch der Fall "RELOTIUS" der größte Skandal im gesamten deutschen Journalismus darstellt? Hr.Ahrens meint, er würde gerne bleiben, weil er nirgens solche Arbeitsbedingungen hat und weil er nicht gerne in Sippenhaft genommen wird? Kann ich verstehen. Dann bitte auch bei Konstanze K. an. Danke :-)

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Die blaue Katze 06.10.2019, 11:07
155. Es gibt nur ein Problem,

dass nämlich der Steuerzahler beim Spitzensport zur Kasse gebeten wird. Lasst sie doch dopen oder nicht dopen, niemand muss sich das anschauen. Wenn ich diese Gestalt sehe wird mir übel, ob gedopt oder ungedopt ist doch egal. Es gab mal einen intelligenten Zehnkämpfer der die Freigabe von Dopingmitteln gefordert hat und zwar aus gesundheitlichen medizinischen Gründen.

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sprachloserkommentar 06.10.2019, 11:09
156. Natürlich kann man sich freuen...

1. Es gilt zunächst die Unschuldsvermutung
2. Selbst die US-Antidopingagentur hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine aktuellen Verdachtsfälle gibt, die Sperren beziehen sich auf Fälle bis 2014.
3. Der Artikel enthält keinerlei Fakten, stützt sich nur auf Vermutungen, Gerüchten etc. und begibt sich damit auf das Niveau vom Spiegel oft zurecht kritisierten Verschwörungstheorien
4. Natürlich dürfen und müssen bei enormen Leistungssteigerungen Fragen gestellt werden, dann aber bitte mit vernünftigen Argumenten, Recherchen und Fakten!
5. Solange die junge Frau sich durch die Konzentration auf den Sport und durch ein professionelles Umfeld und Trainingsmethoden gesteigert hat und nichts anderes bewiesen ist, kann man sich natürlich freuen.
6. Eine Rückkehr nach D wäre dann zu empfehlen, wenn es hier ähnliche professionelle Strukturen gibt. Aber warum sollte sie das ohne tatsächlichen Grund? Nur wegen eines schlechten und momentan nur auf Behauptungen gestützten Kommentars?
Tut mir Leid Herr Ahrens, Spiegel hat sonst auch den Anspruch auf professionellen Journalismus. Sie kommen den Anforderungen Ihres Hauses hier leider nicht nach! Schade eigentlich.

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qgg100 06.10.2019, 11:13
157. Hahaha...

Zitat von tobias.seibel
Kann es sein, das in dem NOP einfach professioneller trainiert wird? schauen Sie sich doch mal unsere Football Spieler und die der NFL an. Hier sind es Amateure mit einem Sportplatz, in den USA herrschen perfekte Bedingungen, mit allem was dazu gehört. Natürlich kann man da die Leistung exorbitant steigern. Wenn sie Beweise für Doping finden, dann wäre das schlimm, aber haben sie welche? Oder ist man jetzt schon verdächtigt, weil der Nachbar ja auch ein Verbrecher ist?
...Leistungen und Leistungssteigerungen im American Football als Argument für den Effekt professionellen Training vs. Doping, mein Lieber, sie haben wirklich Humor !

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chiefseattle 06.10.2019, 11:17
158. und Kaul?

Kaul hat sogar gewonnen, wo bleiben hier die Doping-Vorwürfe. Übrigens: Nie mehr VW fahren, denn die haben betrogen! Unbewiesene Gerüchte aufzupuschen und irre Vermutungen anzustellen gehört eigentlich nicht in ein Nachrichtenmagazin. Bleibt doch bei den Tatsachen: Kaul hat Gold, Klosterhalfen Bronze und gegen Herrn Salazar wird in den USA zu Vorfällen zwischen 2008-2014 ermittelt. Mehr nicht.

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Bakturs 06.10.2019, 11:18
159. Läufer-Vitamine? ?

Zitat von Europa-Realist
Man muss die (jungen) Athleten vor zu ambitionierten Trainern schützen. Meine Nichte (11) ist aus der Laufförderung ausgestiegen, nachdem die Eltern erfahren musste, dass der Trainer darauf besrand, dass sie „Vitaminpillen“ schlucken sollte. Das passiert bei uns, in Sachsen! Bei Frau Klosterhalfen sehe ich aber ein anderes Problem: Sie ist offensichtlich magersüchtig. Das scheint aber keinen der Trainer oder auch Sportmoderatoren zu interessieren. Der (kurzzeitige) Erfolg steht über allem.
Welche Läufervitamine gibt denn auf dem Markt? Oder war dies verstecktes Doping.
Und theoretisch hätte man den Trainer mal zur Rede stellen müssen.

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