Forum: Sport
Sportler des Jahres: "Ein Armutszeugnis"
Getty Images

Maria Höfl-Riesch kritisiert die Wahl zum Sportler des Jahres: Es sei bedenklich, dass Diskuswerfer Robert Harting mehr Stimmen bekommen habe als die Olympiasieger aus dem Wintersport.

Seite 14 von 18
tapsitoertel 23.12.2014, 04:40
130.

Robert Harting ist Mainstream, die Wintersportler sind es nicht.

Beitrag melden
Prost1000 23.12.2014, 09:30
131. Maria Höfl-Riesch....

ist das nicht auch die, die allen Umweltbedenken zum trotz die Skipiste in der Nähe von München haben wollte und allen die dagegen waren Kleingeistigkeit vorgeworfen hat ?

Wer so offensichtlich nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist sollte sich in der Öffentlichkeit besser sehr zurückhalten...

Beitrag melden
shooop 23.12.2014, 10:05
132.

Zitat von worlorn
Lästern ist ja so einfach. Wie wär's mit sportlichem Sachverstand? Alpine Skirennen sind das Extremste im regulären Profisport. Nirgendwo anders geht es so an die Grenzen des Menschenmöglichen. In weitgehend freiem Gelände mit bis zu 160 km/h unterwegs zu sein, mit Kuppen, Wellen, Schlägen, Steilstücken, Sprüngen bis zu 80 m, Kompressionen bis 3 G, ist einzigartig. Der Skirennfahrer muss Kraft, Artistik und Mut in höchstem Maß in sich vereinen. Fußballer sind dagegen leistungsfaule, überbezahlte, verhätschelte Balltreter. Das ganze Ballgeschiebe ist doch nur hochgejubelt. Was tut sich denn in einem Spiel? 80 Minuten lang schiebt man sich den Ball im Mittelfeld zu. Zwei, drei Pässe und der Ball ist beim Gegner, gähn .... Eine Abfahrt, ein Slalom ist wie ein Ritt auf der Rasierklinge, wo es den Läufer jeden Sekundenbruchteil abwerfen kann. Man schaut gebannt auf Lauf und Uhr, die Sekunden und Zehntelsekunden verrinnen, je mehr es dem Ziel zugeht, umso schneller, subjektiv. Im 2. Lauf eines Slaloms steigert sich die Spannung von Läufer zu Läufer. Gestern Abend gab es genau das, in Madonna di Campiglio und am Ende starteten die Besten des 1. Laufs, Felix Neureuther und Fritz Dopfer. Es endete mit einem grandiosen Sieg vom Felix, gefolgt von Dopfer, ein Doppelsieg! War bei uns leider nur auf Eurosport zu sehen, dafür wird gefühlt jeder niveaulose Kick live in ARD/ZDF übertragen.
Oh man...wieder so ein "Sportsgeist", der meint, seine Sportart wäre dollste, extremste und sportlichste. Das, was sie über den alpinen Skisport schreiben, mag stimmen. Aber warum degradieren Sie die Fußballer so? Haben Sie schon mal einen Mannschaftssport gemacht? Das sind ganz andere Anforderungen an Technik und Taktik, Kondition, Schnellkraft und Koordination - und das immer im Zusammenspiel von 11 Leuten. Der Skirennläufer fährt gegen die Zeit alleine so schnell es geht einen Berg hinunter. Der Fußballer muss sich technisch und taktisch und menschlich in seine eigene Mannschaft einfügen und spielt direkt gegen die Technik, Takik, Kondition, Schnellkraft und Spielwitzigkeit von 11 anderen. Er muss sich in jedem Spiel in vielen Ballkontakten direkt gegen den Gegner durchsetzen. Dazu gehört eine enorme Portion Spielverständnis und Selbstbewusstsein. Ich selbst spiele Volleyball und fahre leidenschaftlich gerne Ski - sowohl Langlauf als auch Abfahrt. Aber andere Sportarten so abzuwerten finde ich echt platt. Jeder, der seine Sportart liebt, fühlt, was es bedeutet, diese zu betreiben und wird Feuer und Flamme dafür sein. Dass anderen nicht zuzugestehen ist arm.

Beitrag melden
worlorn 23.12.2014, 10:21
133.

Zitat von Prost1000
ist das nicht auch die, die allen Umweltbedenken zum trotz die Skipiste in der Nähe von München haben wollte und allen die dagegen waren Kleingeistigkeit vorgeworfen hat ? Wer so offensichtlich nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist sollte sich in der Öffentlichkeit besser sehr zurückhalten...
Mann, machen Sie mal halblang, vom Ausbringen von 200 m Schnee (= reines gefrorenes Wasser) am OL-Berg soll eine Umweltschädigung ausgehen? Geht's bei Ihnen noch? Das ist doch komplett daneben, betrachtet man sich z.B. die automobile Aufrüstung in München (und überall im Land) mit den "Straßenpanzern", die 20 - 25% mehr Sprit fressen, wie gleichwertige, normale PKWs. Das ist zig-tausendmal Umwelt- und Ressourcen-schädlicher wie ein Skirennen am OL-Berg. Oder nehmen wir die Biathlon-Kurse und Skischanzen. Nirgendwo liegt in diesen Höhenlagen Schnee, alles muss künstlich hergerichtet werden. Welche Länge hat ein Biathlon-Kurs?

Also künftig informieren und nachdenken vor dem Schreiben!

Beitrag melden
DerWeisseWal 23.12.2014, 10:51
134. Augen auf im Sommer

Zitat von worlorn
Mann, machen Sie mal halblang, vom Ausbringen von 200 m Schnee (= reines gefrorenes Wasser) am OL-Berg soll eine Umweltschädigung ausgehen?
Schauen Sie sich einfach mal ein Skigebiet im Sommer an,
wenn da nur blanker Fels und Matsch übrig ist.
Ich finde Skifahren auch wunderbar, ein großartiges Gefühl, aber ich habe es genau wegen dieser Folgen aufgegeben.

Beitrag melden
worlorn 23.12.2014, 11:12
135.

Zitat von DerWeisseWal
Schauen Sie sich einfach mal ein Skigebiet im Sommer an, wenn da nur blanker Fels und Matsch übrig ist. Ich finde Skifahren auch wunderbar, ein großartiges Gefühl, aber ich habe es genau wegen dieser Folgen aufgegeben.
Unsinn! Heute sind Skipisten begrünt und werden als Weide genutzt. Der Kunstschnee schützt zudem Vegetation und Krume vor Frost und Abrieb.

Gehen Sie mal im Sommer z.B zur Idalpe oder Zillertal-Arena oder Giggijoch (Sölden) oder Corviglia (St. Moritz) oder Gröden. Dort können sie es besichtigen, wenn sie es nicht gauben ....

Beitrag melden
sandy123 23.12.2014, 11:31
136. Zustimmung

Man muss einen Sportler nicht 3 Mal hintereinander zum Sportler des Jahres wählen. Es gibt doch noch einige andere Sportler, die so gut oder noch besser waren als Harting.
Dass Harting ein herausragender Sportler ist, will ich damit nicht abstreiten, aber es gibt eben noch enige weitere herausragende Sportler, die auch mal dran gewesen wären.

Beitrag melden
bluearies 23.12.2014, 11:52
137. Harting passt

Mir ist ein unbequemer und auch kritischer, sozial engagierter Harting lieber als nichtssagende, weichspülende Sportler. Und weitaus lieber als so eine Ski-Gemse Höfl, die nichts anderes kann, als zwei Bretter stampfig über den Schnee zu jonglieren und in People-Medien ihr Leben zu offenbaren.

Beitrag melden
worlorn 23.12.2014, 12:06
138.

Zitat von shooop
Oh man...wieder so ein "Sportsgeist", der meint, seine Sportart wäre dollste, extremste und sportlichste. Das, was sie über den alpinen Skisport schreiben, mag stimmen. Aber warum degradieren Sie die Fußballer so?
Gut ich habe etwas zugespitzt, aber im Kern ist es nicht so falsch. Wo gibt es das im Leistungssport, dass ein Trainer sein Team zum Kämpfen aufruft? Das sollte für einen Profi selbstverständlich sein. Betrachte ich mir dagegen die durchschnittl. Leistung vieler BL-Profis und ganzer Teams ... Ein Skirennfahrer der sich zweimal eine solche lasche Einstellung erlauben würde, würde aus dem Team fliegen.

Kennen Sie die enorm komplexe Taktik für ein Rennen? Mit einfach runterbrettern ist nicht, damit wäre man bei der ersten kniffligen Stelle draußen. Man muss exakt wissen, wie jede Kurve, jedes Tor, jede Kuppe, jeder Sprung zu fahren ist. Klug dosieren wo nötig, den Ski freigeben, wo möglich. Dazu kommen die materialtechnischen Feinheiten.

Ein SL-Kurs besteht aus ca. 70 Toren. Einer wie Neureuther hat jedes Tor im Kopf inkl. der zugehörigen Welle. Bei der Besichtigung muss er bereits präzise einschätzen wie es ist, wenn er das mit 50 -70 km/h fährt. Zusätzlich muss er in der Lage sein, während des Laufs flexibel auf Situationen zu reagieren. Neureuther kann das meisterhaft und zusammen mit seinem außerordentlichen Bewegungs- und Skigefühl kann so was Grandioses herauskommen, wie sein 2. Lauf gestern in Madonna. Das war höchste SL-Kunst, ein Genuss von Artistik und Ästhetik.

Beitrag melden
hman2 23.12.2014, 12:28
139.

Zitat von
ist das nicht auch die, die allen Umweltbedenken zum trotz die Skipiste in der Nähe von München haben wollte und allen die dagegen waren Kleingeistigkeit vorgeworfen hat ?
Gerade wegen der Umweltbedenken hätte man unbedingt die Winterolympiade nach Garmisch holen müssen. Weil da 80% aller Bauten schon lange rumstehen. Oder glauben Sie, es ist für die Umwelt ein Gewinn, wenn statt der fehlenden 20% bei uns jetzt woanders 100% neu gebaut werden? Wie man sowas in Diktaturen macht, konnten wir ja in Sotschi sehen...

Garmisch scheiterte nicht an Umweltbedenken, sondern daran, dass einige Grundbesitzer den Hals nicht vollbekommen konnten...

Beitrag melden
Seite 14 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!