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Sportler des Jahres: "Ein Armutszeugnis"
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Maria Höfl-Riesch kritisiert die Wahl zum Sportler des Jahres: Es sei bedenklich, dass Diskuswerfer Robert Harting mehr Stimmen bekommen habe als die Olympiasieger aus dem Wintersport.

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s_v_l 22.12.2014, 12:30
60.

Zitat von mariush
Sehe ich genauso. Der Typ ist gut darin ne Metallscheibe durch die Gegend zu schleudern... Wir hätten da z.B. Sebastian Kienlie - der ist dieses Jahr Triathlon Europa und Weltmeister auf der Langdistanz geworen. DAS ist eine sportliche Leistung. Und nicht Metallscheiben, Golfbälle oder Schachfiguren zu bewegen.
Auch ich hätte Kienle gerne unter den Top 3 gesehen. Der Typ hat Charakter und eine Superleistung vollbracht. Nichtsdestotrotz, auch die anderen trainieren sicherlich viel und jeder der Jungs "lebt für seinen Sport".

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colephelps 22.12.2014, 12:31
61. Mein Sportler des Jahres-

Nico Rosberg.

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themistokles 22.12.2014, 12:32
62.

Zitat von gruebel
Einfach mal die Klappe aufreißen und sich telegen das Trikot vom Leib reißen überzeugt die Journalisten eben ganz besonders von der eigenen Leistung. Sorry; aber es gibt interessantere Sportler als diesen Randsport Tellerweitwerfer.
Googeln Sie mal nach Bildern über Höfl-Riesch. Die hat sich schon mal mehr als nur das Trickot vom Leib gezogen. So wie viele andere "SportlerInnen" auch, die sich mehr als Marke denn als Sportler sehen.

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s_v_l 22.12.2014, 12:33
63. Ein Glück, dass es nicht Reus geworden ist!

Zitat von lorn order
Am 13.7.2014 haben zig Millionen vor dem Fernseher und auf den Strassen unsere Fußballweltmeister gefeiert. In Berlin wurden sie von Millionen auf der Strasse .....
Sportler-Deutschland hatte eher Glück, dass gestern nicht einer überbezahlten Millionäre gewonnen hat. Wie groß wäre wohl der Aufschrei gewesen, wenn - aus welchem Grund auch immer - Marco Reus gewonnen hätte...!

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docmcchris 22.12.2014, 12:34
64. Was bildet sich die Tussi ein?

... ich kenne weder sie noch den Diskuswerfer... aber einem Sportskameraden seinen Preis nicht zu gönnen ist wohl unterste Schublade...

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Wotan 279 22.12.2014, 12:34
65. Das gleiche Fehlergebnis wie in Großbritannien

Maria hat Recht - und in Großbritannien ist Ähnliches passiert. Statt Rory McIlroy diese Auszeichnung zu verleihen, ging sie an Louis Hamilton, der im Grunde nur einen Gegner besiegt hat, nämlich Nico Rosberg, seinen Teamkollegen, und auch dabei noch kräftig gepfuscht hat. Die anderen F1-Fahrer hatten während der gesamten Saison keine Chance "and only made up the numbers", weil die Mercedes-Wagen zu schnell waren. Also keine besonders große Leistung.

Hingegen hat Rory McIlroy zwei Majors (die wichtigsten Golfturniere) gewonnen und dabei die gesamte Weltelite geschlagen - eine Leistung, die auf einem ganz anderen - viel höheren - Niveau liegt. Diese Volksabstimmungen sind offensichtlich irreführend, weil die meisten Abstimmungsteilnehmer im Grunde "keine Ahnung" haben.

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bissig 22.12.2014, 12:35
66. Sichtbarkeit

Das hat alles etwas mit Sichtbarkeit zu tun. Und den einzelnen Wintersportler nimmt man nunmal aufgrund des geballten Auftritts vieler Sportereignisse in einem kurzen Zeitraum kaum wahr, zumal viele erst bei der Siegerehrung 'erkennbar' sind - ansonsten sind das meist halb vermummte Gestalten (es ist ja auch kalt im Winter), die sich in winterlichen Landschaften rumtreiben. Viele Namen in vielen Disziplinen in einem kurzen Zeitraum - das kann sich keiner merken. Da sind Leichtathleten nunmal besser dran - auch wegen der bekannteren Konurrenz. Meine Vermutung: hätten wir eine erfolgreiche und halbwegs attraktive Leitathletin gehabt, wäre Frau Riesch leer ausgegangen. So ist es nunmal in Deutschland. Erst kommt Fussball, dann kommt lange nix, dann erfolgreiche Leichtathleten, dann ein bischen Handball, Tischtennis, Beachvolleyball, dann wieder lange nix und dann der Rest. Egal, wie erfolgreich der Sport international vertreten ist. Ich interessiere mich weder für Wintersport noch für Leichtathletik, aber von den 3 Namen kannte ich auch nur Harting. Und dann ist da noch die Frage, wie viele Journalisten sich mit Wintersport beschäftigen, und wieviele der Nicht-Wintersport-Journalisten bewusst Wettkämpfe im Wintersport wahrnehmen. Noch Fragen?

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serene 22.12.2014, 12:35
67.

Wozu brauchen wir eigentlich überhaupt diese Jubelveranstaltungen? Müssen wir einen "Sportler des Jahres" küren? Schon im Versuch liegt doch das Problem: verschiedene Menschen und Sportarten vergleichen zu wollen. Die haben alle ihre Medaillen, und die damit verbundene mediale Aufmerksamkeit gehabt- wozu nun noch eins draufsetzen? Ist ein Europameistertitel weniger oder mehr wert als ein Olympiasieg- ich kann gar nicht glauben, dass man sich solche Fragen überhaupt stellt!

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wwpd65 22.12.2014, 12:37
68. Entschuldigen fūr den Gewinn eines Titels?

In welcher Welt leben wir eigentlich, das sich ein Sportler dafūr entschuldigen muss, das die Wahl auf ihn gefallen ist? Er saß nicht in der Jury und hatte somit keinen Einfluss. Ob nun eine Goldmedaille mehr Gewicht als der Titel des gewählten Sportlers hat, spielt aus meiner Sicht keine Rolle den die Entscheidung hat bestimmt eine unabhängige und kompetente Jury gefällt!

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Pless1 22.12.2014, 12:40
69. Seltsame Einstellung

Ich kann die Kritik so nicht teilen. Wenn so eine Auszeichnung überhaupt einen Sinn hat, dann doch den, dass man eben nicht ausschließlich auf den sportlichen Erfolg abstellt. Es macht somit gerade keinen Sinn, hier Medaillen verschiedener Wettbewerbe gegeneinander aufwiegen zu wollen. An Harting scheiden sich sicher die Geister. Aber gerade auch seine nicht stromlinienförmige Art ist für den Sport wichtig. Man findet kaum noch solche Typen, leider. Gegen ihn spricht eigentlich nur der Wiederholungsfaktor, denn man vergibt die Chance auf neue Fingerzeige wenn man immer die selben Leute ehrt.

Was die Wintersprotler angeht jammern diese doch auf hohem Niveau. Gemessen an ihrer Gesamtbedeutung konnt denen eher zuviel Aufmerksamkeit zu als zuwenig. In deutschland betreiben viel mehr Menschen Sportarten wie Handball, Volleyball, reiten oder Schießsport - auch organisiert - als zum beispiel Rennrodeln, Bob oder auch Skirennen, von Skiflug mal ganz zu schweigen. Und trotzdem kam bei den Frauen eine Doppelweltmeisterin der Reiter unter "ferner liefen" in die Wertung, während eine Skispringerin mit einem einzigen Sieg in ihrer Karriere aufs Treppchen kommt, welches ausschließlich Wintersprotlerinnen besetzten. Was will frau Höfl-Riesch denn noch? Dass in Jahren mit Winderspielen per se nur Wintersportler an der Wahl teilnehmen dürfen? Das wäre doch viel eher "bedenklich" als die Wahl Hartings- und alles andere als sportlich obendrein.

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