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Sportmediziner gibt Lienen recht: "90 Minuten durchspielen ist zu viel"
REUTERS

Viel zu viele Spiele: Ewald Lienen hält die EM-Stars für völlig überlastet. Sportmediziner Wilhelm Bloch unterstützt den Trainer des FC St. Pauli - und fordert eine wichtige Regeländerung.

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meineeine020 02.07.2016, 10:22
70.

Zitat von ge1234
... und was hilft einem, das man den Job nur ein paar Jahre macht, wenn man mit Mitte Zwanzig monatelang verletzt ist, weil der Muskel gerissen ist? Oh man, Himmel hilf...
Das PRoblem ist nicht die Überbelastung, sondern das man im Fußball einfach unprofessioneller arbeitet als in anderen sportarten.
Es wäre z.B. überhaupt nicht nötig, dass in Deutschland, Spanien, Frankreich oder Italien die Topspieler 70 Spiele machen. Man hat einfach 50% Fallobst dabei die auch die Ersatzspieler noch erledigen. In England ist es etwas dichter zusammen in der Spitze aber auch noch genug schwächere Mannschaften.
Was ich meine mit unprofessionell hat Pep eindrucksvoll beweisen mit Robben. Weiß das er verletzungsanfällig ist und lässt ihn keine Woche nachdem er wieder ins Trainig eingesteigen ist durchspielen. Da ist es auch kein Wunder, wenn man dann Muskelprobleme bekommt und gleich wieder verletzt ist. Das Problem ist, dass Trainer zu viel Macht haben und die Medizinabteilung nur Mittel zum Zweck. Die Mediziner brauchen mehr Macht um dem Trainer auch zu sagen, du musst XY mal draußen lassen. Aber solange Trainer wie Pep existieren wird das wohl nicht passieren.

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Aberlour A ' Bunadh 02.07.2016, 10:23
71. Rennhärte?

Zitat von dont_think
Das ich nicht lache! Morgen beginnt die Tour - das sind drei Wochen a 5 Stunden im Renntempo! Und es gibt Fahrer (alle über 30), die alle drei großen Rundfahrten bestreiten. Und zwischendurch noch kleinere Rundfahrten und die Klassiker, um sich die notwendige Rennhärte zu holen. Was sind Fußballer denn für Sportskanonen? Würde die Verzehnfachung ihres Gehaltes ihre Motivation und Regenerationsfähigkeit erhöhen?
Sie machen ihrem Forum-Namen alle Ehre. Oder war der Beitrag als Witz gedacht? Ausgerechnet die Tour de France - die Doping-Schau des Jahres - hier als Beispiel anzuführen, ist schon schon gewagt. Das heutige Fußballspiel hat mit dem Standfußball früherer Tage nicht mehr viel zu tun. Und das heute Spieler schneller verbraucht sind, steht außer Zweifel. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass heute schon Trainer/Vereinsbosse Kopfschütteln ernten, wenn sie einen 30-jährigen verpflichten. Schnelle Ein- und Auswechselungen wie im Eishockey, Handball, Basketball fände ich nicht nur aus regenerativer Sicht gut, sondern auch positiv für das Spiel als solches. Diese ewigen mutwilligen Zeitverzögerungen gerade in der Schlussphase, die der Schiedsrichter dann doch nicht nachspielen lässt, dieses aus jeder Ein- und Auswechselung einen Kult machen, bis einer Spieler dann langsam schlürfend das Spielfeld verlässt, würden zudem der Attraktivität des Spiels zugute kommen.

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ein-berliner 02.07.2016, 10:25
72. Ein Normales...

...geht in ein Sportstudio und bezahlt noch dafür. Der Fussballer trainiert und spielt und bekommt auch noch Geld dafür.

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Join_Me 02.07.2016, 10:31
73.

Zitat von AirStalz
Wieso sind Fußball Profis bei 60 Spielen im Jahr überfordert? NBA Basketball Profis spielen knapp 100 Spiele (inkl. Vorbereitung und Playoffs) im Jahr für den Verein plus Olympia plus EM plus WM und da jammert keiner. Meiner Meinung nach hat das mehr mit der allgemeinen Physis und der Einstellung zum "Beruf Sportler" zu tun, als Fußballer zu sein. Insgesamt jammern auf hohem Niveau.
Sie haben offenbar den Bericht nicht vollständig gelesen.
Von den 4x12 Minuten pro Spiel in der NBA steht ein Spieler pro Spiel maximal 30 Minuten (und das sind nur sehr wenige Spieler!) auf dem Platz und das auch nicht am Stück. Bei jeder diese Pausen haben die Spieler Zeit zur Regeneration.

Beim Fussball wird aber 90 Minuten durchgespielt und maximal 3 Spieler werden ausgewechselt und deren Körper können früher anfangen zu regenerieren.

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kroganer 02.07.2016, 10:36
74. Zuviel!!

50 Millionen im Jahr an Gehalt oder Ablöse ist auch Zuviel scheint aber in der Branche keinen zu interessieren. Maßlosigkeit wo man nur hinschaut. Also ab auf den Platz und die Massen unterhalten gemeckert, wird nicht!!

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evilynnigirlie 02.07.2016, 10:44
75.

Ich weiss nicht, ob man das "Neid" nennen kann, wenn man auf die ueberdimensionale Bezahlung fuer die körperliche Belastung (oder vielleicht auch Ueberlastung) hinweist. Gerade, weil erwartet wird, dass sie Spitzenleistung bringen, werden sie fantastisch bezahlt. Wissen die Sportprofis denn nicht, BEVOR sie sich fuer diesen Beruf entscheiden, worauf sie sich einlassen? Oder sehen die nur die Kohle und denken "oh, das sind easy verdiente Moneten"? Kann man Geld und die Ueberlastung in Relation sehen? Ich finde schon, dass man verlangen kann, dass sich betreffende Personen VOR der Berufswahl mit den Nachteilen auseinandersetzen!
Diesen Gedankengang, den ich gerade dargelegt habe, finde ich, kann man durchaus argumentativ verwenden.
Andererseits, wenn man sich versucht, in die Fussballspieler hineinzuversetzen, ist es sicherlich nicht schön, mit seiner Gesundheit so zu "spielen". Viele schleppen sich mit Verletzung von Spiel zu Spiel, nur um ja nicht den Anschluss zu verlieren, und 90 MInuten können bestimmt lang sein, wenn man eh schon an der körperlichen Grenze angelangt ist. Deshalb weiss ich nicht, was ich von der Diskussion halten soll, ich finde, Fussballspieler sind hoffnungslos ueberbezahlt - aber deshalb bin ich nicht neidisch, so läuft das halt in der Welt. Und solange wir das nicht ändern, lohnt sich Neid einfach nicht, weil wir dann selbst schuld sind, wenn wir Fussballspieler so glorifizieren, dass sie eben dermassen bezahlt werden.

Was mich in diesem Zusammenhang interessiert, wie das bei den Frauenprofis gehandhabt wird. Ich weiss, dass da die meisten in einem Vollzeitjob arbeiten. Haben die denn die gleichen körperlichen Belastungen NEBEN dem Job, und wenn ja, warum beschweren die sich nicht? Oder haben die Frauenprofis ein laues Leben verglichen mit den männlichen Kollegen?

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Attila2009 02.07.2016, 11:05
76.

Diese Leute können sich schon regenerieren, sie "dürfen "es nur nicht weil der Kommerz sie ausbeutet bis zum letzten Blutstropfen.

Wenn Titelgewinne ,Sponsoren und Erfolge mit Millioneneinahmen so wichtig sind dass man sie ständig einsetzt anstatt eine Regenerierung zuzulassen ,die keineswegs passiv und ohne sportmedizinische Betreuung ablaufen muss ausgespart wird dann passiert das eben.
Die Spieler haben für hohe Gehälter ihre Seele verkauft.

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Attila2009 02.07.2016, 11:08
77.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Sie machen ihrem Forum-Namen alle Ehre. Oder war der Beitrag als Witz gedacht? Ausgerechnet die Tour de France - die Doping-Schau des Jahres - hier als Beispiel anzuführen, ist schon schon gewagt. Das heutige Fußballspiel hat mit dem Standfußball früherer Tage nicht mehr viel zu tun. Und das heute Spieler schneller verbraucht sind, steht außer Zweifel. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass heute schon Trainer/Vereinsbosse Kopfschütteln ernten, wenn sie einen 30-jährigen verpflichten. Schnelle Ein- und Auswechselungen wie im Eishockey, Handball, Basketball fände ich nicht nur aus regenerativer Sicht gut, sondern auch positiv für das Spiel als solches. Diese ewigen mutwilligen Zeitverzögerungen gerade in der Schlussphase, die der Schiedsrichter dann doch nicht nachspielen lässt, dieses aus jeder Ein- und Auswechselung einen Kult machen, bis einer Spieler dann langsam schlürfend das Spielfeld verlässt, würden zudem der Attraktivität des Spiels zugute kommen.
Gerade ehemalige Radrennfahre sind oft diejenigen die im Alter gesundheitliche Probleme bekommen weil sie übernormal große Herzen haben.....Viele von denen sind nicht alt geworden.

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Nofretete 02.07.2016, 11:10
78. CL und EM/WM

man könnte ja auch 2 * 30 min spielen. Und ab dem viertel Finale dann mit Zuschauern 2 * 45

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60dieter 02.07.2016, 11:18
79. zunächst einmal

sollten notorische Fußballfeinde die Klappe halten und sich hier nicht so unqualifiziert äußern. Und sachlich-fachlich: Wer die Entwicklung des Fußballs über längere Zeit verfolgt hat, kann doch nicht übersehen, dass sich die Qualität der Spiele umgekehrt proportional zu ihrer Häufigkeit entwickelt hat. Es ist zu viel, es wird nur noch gerannt, Räume zugestellt, die Positionen verändert usw. Ein halbwegs riskanter Pass darf folgerichtig nur noch gespielt werden, wenn es eine hundertprozentige Chance auf Absicherung bei einem Misslingen gibt. Den Spielern wird jegliche Kreativität aberzogen. Dagegen sprechen auch nicht die paar noch lebenden und freigeistig agierenden Ausnahmen wie Messi. Am meisten aber (wie so oft!) sprechen für massive Neuüberlegungen und Regeländerungen die Anforderungen des "Geschäfts". Wehe, wenn die Einschaltquoten zurückgehen, weil die Spiele nicht mehr halten, was man den Zuschauern verspricht.

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