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Stadion-Streit: Hoeneß greift 1860 München an

Reizvolle Lokalderbys gibt es in München derzeit nicht, weil der FC Bayern und 1860 München in unterschiedlichen Ligen spielen. Dafür streiten die Clubs vor Gericht. Bayern-Präsident Uli Hoeneß fühlt sich aufgrund einer Klage der 60er "verarscht".

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Freddie-58 05.02.2010, 13:18
1. Dankbarkeit?!

Dankbarkeit und Wertschätzung ist sehr wohl eine Geschäftsstrategie. Lass Sie dieses mal wirklich absaufen Uli!

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paml1983 05.02.2010, 13:19
2. Streit zwischen den Vereinen -- Neiddebatte?

Zitat von sysop
Reizvolle Lokalderbys gibt es in München derzeit nicht, weil der FC Bayern und 1860 München in unterschiedlichen Ligen spielen. Dafür streiten die Clubs vor Gericht. Bayern-Präsident Uli Hoeneß fühlt sich aufgrund einer Klage der 60er "verarscht".
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Die Beteiligung an der Allianz-Arena hat bereits mit dem Bau (und in diesem Zusammenhang erfolgte sogar eine Verhaftung des früheren Vereins-Vorsitzenden Wildmoser) für den TSV 1860 München begonnen. Für mich hat es immer noch den "Beigeschmack", daß für die Sechziger die ganze Angelegenheit von Anfang an, also zeitlich weiter zurück nicht in Ordnung war!
Der Streit um Anteilspreise etc. ist doch "sinnlos", weil die Sechziger seit Jahren, eben wegen der Arena "abgewirtschaftet" haben! Daß der FC Bayern, damals vertreten durch Uli Hoeneß, "beinharte Geschäfte" durchzieht, sogar durchziehen muss, ist ebenfalls "normales Geschäftsgebaren, denn warum 20 Mio. ausgeben, wenn ich die Anteile auch für 11 Mio. erhalten kann?
Es ist sehr schade um diesen "eigentlichen Münchener Traditionsverein", denn solche Streitereien lassen sich als gemeinnütziger Verein nicht "wirtschaftlich überleben"!
Uli Hoeneß fühlt sich wahrscheinlich zu Recht "verarscht"!
Nur die Sechziger können nicht anders, als in der Aufarbeitung der "Vergangenheit" zur Arena, als die Angelegenheit so aufzuarbeiten. Nur die "Winkel-Advokaten" werden wahrscheinlich "völlig daneben" liegen!
Welche Rolle spielt eigentlich die Stadt München in dem ganzen Procedere, sie war es doch auch, welche eine Rückkehr der Sechziger ins Grünwalder Stadion nicht genehmigt hat, oder war das nicht so?

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lorn order 05.02.2010, 13:21
3. Dankbarkeit ist keine Kategorie des Geschäftslebens?

Löwen Geschäftsführer Stoffers findet, dass Dankbarkeit keine Kategorie des Geschäftslebens sei. Das finde ich bedenklich, denn zu den traditionellen Werten unserer Gesellschaft gehört es nun einmal, dankbar zu sein, wenn einem jemand aus der Klemme geholfen hat. Und zwar egal, ob im Geschäftsleben oder im Privaten. Nun ja, jeder disqualifiziert sich so gut er kann.

Was den Wert der Anteile an dem schönen Stadion angeht, so richtet sich in einer Marktwirtschaft der Preis nach Angebot und Nachfrage.

Die Nachfrage nach den Löwenanteilen war denkbar gering, wenn es ausser dem FC Bayern München andere Interessenten gegeben hätte, die die Anteile zu einem höheren Preis hätten kaufen wollen, hätten die Löwen dies ja tun können.
Jetzt im Nachhinein zu klagen, halte ich nicht für ehrenhaft, aber das ist wahrscheinlich auch keine Kategorie des Geschäftslebens mehr. Wenn so etwas um sich greift, wird bald der wichtigste Grundsatz im Geschäftsleben nicht mehr gelten, nämlich Treu und Glauben. Na dann Prost Mahlzeit!

Herr Hoeness, Sie hätten die Löwen wohl besser absaufen lassen!

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Samuel Hastrim Klepp V 05.02.2010, 13:32
4. Rückabwicklung

Zitat von sysop
Reizvolle Lokalderbys gibt es in München derzeit nicht, weil der FC Bayern und 1860 München in unterschiedlichen Ligen spielen. Dafür streiten die Clubs vor Gericht. Bayern-Präsident Uli Hoeneß fühlt sich aufgrund einer Klage der 60er "verarscht".
Dann sollen sie doch das Geld bis Monatsende zurück überweisen und neu verhandeln.
Derweil kann Hoeneß dann 60 auf Rück-Rück-Überweisung klagen und das ganze Verfahren ein wenig in die Länge ziehen...

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guru-guru 05.02.2010, 13:33
5. Rendite

"2006 verkaufte der Verein deshalb seine Stadionanteile für elf Millionen Euro an den FC Bayern. Rund 5,3 Millionen Euro Miete sind seitdem pro Saison fällig."

Selbst für eine Gewerbeimmobilie eine wirklich erstaunliche Rendite!

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Kurt G 05.02.2010, 13:37
6. Nervig....

....diese Bayern.
Total daneben diese Werbekampagne.

http://muenchner-courage.de/
Konnte man keinen adäquateren Partner finden?
Hoeness: "Überzeugung und Rückrat sind elementare Werte". Klar, die schätzt er. Wenn es seine eigene Überzeugung ist. Wenn es die von Herrn Lahm ist.....

Ribery: "Zusammen mit 10 Mann bin ich nur schwer zu schlagen". Klar, heute in der der einen Söldnertruppe, morgen in einer anderen. United we fall.

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passenger5 05.02.2010, 14:55
7. Rendite?

Zitat von guru-guru
"2006 verkaufte der Verein deshalb seine Stadionanteile für elf Millionen Euro an den FC Bayern. Rund 5,3 Millionen Euro Miete sind seitdem pro Saison fällig." Selbst für eine Gewerbeimmobilie eine wirklich erstaunliche Rendite!
Was für eine Rendite? Ich schätze mal, daß die Tilgung des Kredites für die Arena '60 viel teurer zu stehen gekommen wäre...
Und wieso gibt es keine andere Spielstätte? Sollen die Löwen doch ins Olypmiastadion ;-)

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dontfollow 05.02.2010, 15:51
8. Fakten & Lügen

Endlich hat mal jemand den Mut, die Vertragslage bezüglich der Allianz Arena kritisch zu überprüfen. Und siehe da, der FC Bayern scheint doch nicht der goldene Retter zu sein, als welchen er sich immer öffentlich darstellt.
Denn erstens wurde die Zwangslage des TSV 1860 von Bayern ausgenutzt, um die Stadionanteile unter Wert zu bekommen. Zweitens wurde 1860 beim Bau des Stadions von Beginn an über den Tisch gezogen. Ich will nicht leugnen, dass ein ehemaliger Präsident durch seine unkritische Zustimmung zum Bau die ganzen Probleme maßgeblich mitverursacht hat. Aber der FC Bayern wollte ein eigenes Stadion und München das Eröffnungsspiel bei der WM 2006. Ohne 1860 wäre das aber politisch nicht möglich gewesen. Doch diese ganze Geschichte zu erläutern, würde wohl zu weit führen.
Drittens, die Theorie, dass Bayern aus purer Größe 1860 nicht hat absaufen lassen - um mal in der Sprache des Europameisterschafts-finalelfmeterverschiessers von 76 zu bleiben - entspricht nicht der Wirklichkeit. Wäre 1860 tatsächlich abgesoffen, hätte Bayern ebenfalls vor einem Problem gestanden. Der Mieteinnahmen wären weggefallen, ebenfalls die Einnahmen aus der Gastronomie. Schliesslich wäre das Stadion auf einen Schlag um 50% weniger ausgelastet gewesen und sicherlich hätte die Allianz den Namensrechtevertrag neu verhandeln lassen wollen. 1860 wäre abgestürzt, aber bei dem FC Bayern würden sicherlich keine Riberys und Robbens spielen. Der FC Bayern wäre lediglich Mittelmaß. Es gibt also keinen Grund dem FC Bayern dankbar zu sein.

Im Gegensatz zu Herrn Hoeneß hat 1860 München aber auch kein Interesse daran, die Auseinandersetzung in den Medien auszutragen:
http://www.tsv1860.de/de/aktuell/new...llungnahme.php

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bakero 05.02.2010, 17:01
9. 60/Ude

Zitat von dontfollow
Aber der FC Bayern wollte ein eigenes Stadion und München das Eröffnungsspiel bei der WM 2006. Ohne 1860 wäre das aber politisch nicht möglich gewesen.
Das sehe ich ganz genauso. Ohne die Nutzung beider Vereine wäre die Arena nie gebaut worden, es hätte nur einen Umbau/Renovierung des Olympiastadions gegeben. Das Ergebnis wäre wohl ähnlich schlecht geworden wie beim Berliner Olympiastadion.

Wenn sich Hoeness jetzt als Retter der 60er darstellt, könnte man die 60er genauso als entscheidenden Impulsgeber beim Bau der Arena sehen. Beides sicher so nicht richtig.

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