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Stadionpläne des 1. FC Köln: "Erpresserisch und sehr arrogant"
imago/Nordphoto

Verlässt der 1. FC Köln die Stadt? Der Klub will eine größere Arena - zur Not außerhalb. Fans und Politiker sind empört.

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utodo3+spiegel 18.07.2017, 11:26
80. Eine Vergleichsberechnung ist sinnvoll wenn es um die Totalkosten geht

Ich denke schon, dass die Bauweise des Rheinenergiestadion einen Ausbau auf 80.000 zulässt (Eckpfeiler und 3.Rang, mehr Gebäude drumherum).
Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur um das Stadion ist da schon mehr das Problem. Auf der grünen Wiese (Neubau) ist Platz meistens kein Problem. In Müngersdorf hat man gegebene Restriktionen, was dann richtig teuer wird.

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rainer.franzen 18.07.2017, 12:08
81. Tradition ist der Erfolg von gestern. Damit kann man sich Heute nix l

Müngersdorf ist dicht besiedelt und jetzt schon an der Grenze des zumutbaren.in der Stadt ist Bauland zu kostbar. Also raus aus der Stadt. Der Verein ist wirtschaftlich frei handelnd. Also muss er gucken ob und wie er sich das leisten kann.

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swingsession 18.07.2017, 12:11
82. #80 utodo3

Theoretisch ist der Ausbau möglich, jedoch nicht ohne die historischen, denkmalgeschützten Abelbauten abzureissen, die viel zu nah am jetzigen Stadion stehen. Und schon steckt man im nächsten Dilemma, da werden sich sofort wieder Bürgerinitiativen finden, die das zu verhindern wissen.

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prager2009 18.07.2017, 14:24
83. Fakten und nicht Fiktion

Vielleicht sollten die Foristen sich an Fakten und nicht Fiktionen orientieren:

Das letzte komplett neugebaute Stadion mit ca. 80.000 Besuchern war die Allianz Arena - Baukosten 320 Mio Euro im Jahr 2002.
Heisst heute, ca EUR 400 Mio ohne Koelner Aufschlag (siehe Oper).
Das wird sich der FC nie leissten ohne arabischen oder chinesischen Investor.
Wird ein hartes Erwachen fuer die Traditionalisten (aber kein Problem, der Dom wurde auch uber 300 Jahre nicht weitergebaut).

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banteng 18.07.2017, 15:11
84. Traditionalist

An alle RedBullisten oder Hopp-Fans die hier gegen einen Traditionalisten stänkern weil er geschäftlich agiert: Der Unterschied zwischen einem Traditionsverein wie den FC, der seinen Mitgliedern gehört, und RB, der einer Dosenfabrik gehört, ist, dass das Geschäft für den Verein notwendig ist um sportlich mithalten zu können.

Bei RedBull ist es das Gegenteil.

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zaunreiter35 18.07.2017, 17:13
85. Ach...

Zitat von banteng
An alle RedBullisten oder Hopp-Fans die hier gegen einen Traditionalisten stänkern weil er geschäftlich agiert: Der Unterschied zwischen einem Traditionsverein wie den FC, der seinen Mitgliedern gehört, und RB, der einer Dosenfabrik gehört, ist, dass das Geschäft für den Verein notwendig ist um sportlich mithalten zu können. Bei RedBull ist es das Gegenteil.
Sie sind ja süss. Sie basteln sich auch ihre Wirklichkeit, wie Sie Ihnen gefällt.
Es ist schon bizarr, dass Menschen, die im Kapitalismus "rheinischer Prägung" aufwuchsen und leben, und darin auch irgendwie "zurechtkommen", gerade dann gegen den Kapitalismus wettern, wenn ihr geliebter Fußballverein - dem sie in TRADITION verbunden sind - den Anschluss verlieren könnte im finanziellen Wettbewerb der Fußball"vereine".
Des deutschen Fußballmichels Glaubens-Ambivalenz ist es, auf das hiesige Wirtschaftssystem zu beharren, aber andererseits sich gegen "salary cap", "drafting" oder Vereine wie RB Leipzig, Hoffenheim und Wolfsburg zu empören. Die Fußball-Trinität lautet: Tradition - 50+1 - Verein.
Empören...empören...da gibt's ein nettes kleines Büchlein von Stéphane Hessel: "Empört euch!". Nur wird das den meisten Traditionalisten ziemlich egal sein, solange der eigene Traditionsverein nicht bedroht ist.

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skater73 19.07.2017, 16:39
86. Abwarten und Tee trinken,...

...das sollte die Stadt Köln machen. Eine kleine Rechenaufgabe zeigt doch folgendes:
Miete 10 Mio. Euro p.a., Neubaukosten analog anderer Stadien 300 Mio. Euro. Verkaufswert des Stadionnamens für 30 Jahre: geschätzt 100 Mio. Euro. Es entfallen in der gleichen Zeit die Subventionen von RheinEnergie, wenn man dem Artikel insoweit Glauben schenkt mit der Aussage, dass der Großteil der Miete damit zurückkommt, 200 bis 270 Mio. Euro. Macht ein Minus von mindestens 100 Mio. Euro. Diese Opportunitätskosten auf den Baupreis aufgeschlagen sind es rund 400 Mio. bis 470 Mio. Euro. Die Amortisation gelänge für den F.C. also nach 40-47 Jahren, Instandhaltung mal außen vorgelassen. Doch, der Kölsche Klüngel hat dem FC gut geholfen, dann muss man sie jetzt vielleicht mal ziehen lassen.

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cahu 23.07.2017, 11:24
87. Milchmädchenrechnungen

Das aktuelle Stadion in Müngersdorf hat ca 120 Millionen gekostet. Niemand hat behauptet, dass der FC eine zweite Allianzarena bauen will. Es geht deutlich billiger, wie man am aktuellen Stadion sieht.
Der FC hat die Stadionmiete in der zweiten Liga zwar reduziert bekommen, hat dafür aber im Gegenzug eine Mieterhöhung in der ersten Liga bekommen. Zwei Jahren geringerer Mieteinnahmen für die Stadt stehen jetzt schon vier Jahre mit höheren Einnahmen gegenüber. So viel zum Thema Subventionen und Klüngel.

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