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Steuerfahndung: Razzia bei Gladbach-Präsident Königs

Es geht um unversteuerte Zinserträge in sechsstelliger Höhe: Weil Borussia Mönchengladbachs Präsident Rolf Königs sein Geld auf einem Luxemburger Konto für sich arbeiten ließ, wurde die Steuerfahndung bei ihm vorstellig. Der 70-Jährige bezeichnet den Vorfall als Versehen und versprach Aufklärung.

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mrichter78 28.10.2011, 11:35
10. ...

Wie kann man ein paar hunderttausend Euro einfach vergessen? Irgendwie ist das sehr unglaubwürdig. Wahrscheinlich hat der auch die ganzen Jahre über nie Kontoauszüge aus Luxemburg bekommen ;-)

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borussenkönigin 28.10.2011, 12:15
11. Imageschaden für Gladbach

Es ist doch sehr an den Haaren herbeigeholt, dass jemand 10 Jahre lang seine Zinserträge in Luxemburg vergisst, obwohl doch jährliche Aufstellungen geschickt werden! - Nein, hier handelt es sich wohl eher um eine ganz bewusste Täuschung! Solch' ein Vergesser oder Täuscher oder Wirtschaftskrimineller darf auf keinen Fall weiterhin Präsident eines Bundesligavereins bleiben. Herr Königs ist ja seit vielen eher umstritten, aber diese Arroganz des Vergessens schlägt dem Fass ja wohl den Boden aus! Ist bei Herrn Königs der Name Programm frei nach dem Motto: Ich mache was ich will, ich bin ja der Königs!? Herr Königs legen Sie Ihre Ämter nieder! Im Fussballverein und bei der IHK.

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tz88ww 28.10.2011, 12:21
12. Wieso

Is doch Schäuble auch schon passiert.

Kann mal vorkommen.

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diether_nrw 28.10.2011, 16:36
13. Warum Luxemburg

Warum wird ein Konto in Luxemburg oder der Schweiz angelegt? Richtig – um Steuern zu hinterziehen. Der EURO ist in Deutschland genau so sicher wie in Luxemburg (oder unsicher, wie man aktuell sieht).
4 % von 1,6 Millionen ergeben jährliche Zinsen von 64.000€. Die übersieht niemand auf dem Depotauszug, der Vorsatz ist ziemlich eindeutig. Ab einem Hinterziehungsbetrag von 50.000 Euro liegt besonders schwere Steuerhinterziehung vor, ab 100.000 wird eine Freiheitsstrafe verhängt. Schnell gerechnet: 64.000€ Zinsen, bei 25 % Kapitalertragssteuer wurden pro Jahr 16.000€ hinterzogen, in fünf Jahren 90.000€.

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt und keine Kleinigkeit, die Bundesregierung schätzt, dass jährlich 12 Milliarden durch fehlende Steuerprüfung nicht eingenommen werden, andere Fachleute schätzen sogar 40 Milliarden jährlich. Von den rd. 15.500 Menschen in Deutschland, die mehr als 500.000 € Jahreseinkommen haben, werden nur 15 % überprüft.
Es geht nicht um Neid, sondern einfach um mehr Gerechtigkeit. Welche sinnvollen Dinge im Bereich Infrastruktur, Bildung, Kultur usw. wären möglich. Herrliche Zeiten, alle wären zufrieden.
Bis auf die FDP: Sie könnte ihr Steuersenkungsmantra wieder auspacken und könnte ihre Wählerzustimmung verdoppeln auf 3,6%. Ihr Klientel würde aber ziemlich geschröpft und könnte weniger spenden – ein Teufelskreis…

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