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Streit um Bundesligaspiele: Verwaltungsrichter verschieben Entscheidung über Polizeik
Carmen Jaspersen DPA

Selbst das Bundesverwaltungsgericht hat sich noch nicht festlegen können: Die Frage, wer Polizeikosten bei Fußballspielen bezahlt, bleibt offen. Das Verfahren wurde an die Vorinstanz zurückverwiesen.

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crossy-hl 29.03.2019, 11:26
1. Jeder Kneipenwirt

verliert seine Lizenz, wenn praktisch an jedem Wochenende in und vor seiner Kneipe eine Schlägerei mit erheblicher Sach- und Körperbeschädigung einen Polizeieinsatz erfordert. Die Verweigerung der kostenbeteiligung der DFL an den polizeilichen Sicherungsmaßnahmen müßte zur Folge haben, dass die Hochrisikospiele nicht mehr ausgetragen werden dürfen. Das müßte der DFL sehr deutlich klar gemacht werden.

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Anna156464641156 29.03.2019, 11:31
2. Schade das kein Urteil gefällt wurde.

Wobei eigentlich meine ich, schade das nicht das aus meiner Sicht richtige Urteil gefällt wurde. Denn natürlich müssen sich die Vereine an den kosten beteiligen. Sie erzielen mit den Veranstaltungen gigantische Gewinnen und haben genauso wie die Allgemeinheit ein Interesse an Sicherheit. Einen Nebeneffekt den ich dabei noch sehe ist, das sich dann auch die DFL mit den Fans zusammen setzten muss um ein klügeres Sicherheitskonzept zu entwickeln anstatt wie bisher immer mehr Polizisten in die Stadien zu schicken da man es eh nicht bezahlt.

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tarelsun 29.03.2019, 11:42
3. Ganz klar: Clubs

Wer seine Fans nicht unter Kontrolle hält. Wer Hooligans nicht richtig Absucht und ständig Pyro in die Stadien lässt der hat die Kosten gefälligst auch zu tragen wenn es nach hinten los geht. Clubs verdienen Millionen und der Steuerzahler soll die Sicherheit bezahlen? Am arsch!

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dt37406550 29.03.2019, 11:43
4. 1 Spieler 80 Mio

Wenn ich 80 Mio für einen Spieler ausgebe, dann kann ich auch die Polizeikosten tragen - nicht der Steuerzahler denn der Fußball nicht interessiert.

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LuPy2 29.03.2019, 11:43
5. Nun,

jeder Veranstalter, welcher einen kommerziellen Event organisiert, ist für die Sicherheit der Besucher und Teilnehmer privatrechtlich verantwortlich und muss Sicherheitsmaßnahmen bereitstellen und diese bezahlen. Da tun die reichsten Profivereine so, als ob Risikospiele kostenloses Kaffee-trinken mit Kinderbetreuung wäre. Etliche Spielerabteilungen sind "ausgegliedert, um höhere Gewinne zu erzielen. Bitte auch für die Sicherheit zahlen! Wer das nicht kann, darf sich nicht solche "Gäste" einladen!

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martinschmidt87 29.03.2019, 11:49
6.

„Die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga entrichteten 2017/18 insgesamt 1,28 Milliarden Euro und damit eine Rekordsumme an Steuern und Abgaben an den Staat sowie die Sozial- und Unfallversicherungen.“ Auszug aus dem DFL Wirtschaftsbericht 2019. Da darf man sich schon mal fragen, warum das ständige Schlusslicht und das chronische Pleiteland Bremen glaubt, öffentliche Sicherheit wäre nicht die Aufgabe des Staates. Die Abgaben der Vereine werden bei dieser Diskussion selten erwähnt. Wer zahlt denn bei Demos gegen den G20-Gipfel, für den Hambacher Forst, Ausschreitungen bei Rechts/Links-Demonstrationen usw. Nimmt man da irgendwelche Parteien in die Pflicht?

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beegee 29.03.2019, 11:53
7. Mir schwahnt...

Zitat von Anna156464641156
Wobei eigentlich meine ich, schade das nicht das aus meiner Sicht richtige Urteil gefällt wurde. Denn natürlich müssen sich die Vereine an den kosten beteiligen. Sie erzielen mit den Veranstaltungen gigantische Gewinnen und haben genauso wie die Allgemeinheit ein Interesse an Sicherheit. Einen Nebeneffekt den ich dabei noch sehe ist, das sich dann auch die DFL mit den Fans zusammen setzten muss um ein klügeres Sicherheitskonzept zu entwickeln anstatt wie bisher immer mehr Polizisten in die Stadien zu schicken da man es eh nicht bezahlt.
... Sie waren noch nie in einem Stadion?! Die Polizei sichert vor dem Stadion und auf dem Weg vom Bus/Bahnhof zum Stadion. Der Sicherheitsdienst, der jetzt bereits von den Vereinen bezahlt wird, sichert im Stadion.

Polizei kommt nur ins Stadion, wenn der Sicherheitsdienst nicht mehr Herr der Lage ist, es also extrem massiv zur Sache geht.

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kratzdistel 29.03.2019, 12:04
8. nach tradierter gängiger rechtauffassung ist der verein kein störer

im gefahrenabwehrecht gibt es handlungs-, zustands- und notstandspflichtige. störer ist derjenige, der die Gefahr unmittelbar verursacht, also die unfriedlichen zuschauer. zweckveranlasser ist der verein auch nicht, weil er die störungen nicht beabsichtigt.stützt sich der kostenbescheid auf das polizeirecht, wäre er unbegründet nach ansicht des DFB und bay innenministers. eine Begründung des BVerwG fürdie Zurückweisung ist nicht bekannt. spekulieren macht auch keinen sinn. vielleicht sieht es die Zuständigkeit in der finanzgerichtsbarkeit usw.

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varlex 29.03.2019, 12:07
9.

Zitat von Anna156464641156
Wobei eigentlich meine ich, schade das nicht das aus meiner Sicht richtige Urteil gefällt wurde. Denn natürlich müssen sich die Vereine an den kosten beteiligen. Sie erzielen mit den Veranstaltungen gigantische Gewinnen und haben genauso wie die Allgemeinheit ein Interesse an Sicherheit. Einen Nebeneffekt den ich dabei noch sehe ist, das sich dann auch die DFL mit den Fans zusammen setzten muss um ein klügeres Sicherheitskonzept zu entwickeln anstatt wie bisher immer mehr Polizisten in die Stadien zu schicken da man es eh nicht bezahlt.
Was von dir und von anderen dabei nicht verstanden wird.

Die Polizei ist in den seltensten Fällen in einem Stadion. Dort herrscht das Sicherheitskonzept des gastgebenden Vereins, welches durch eigene Ordner gesichert ist.

In dem Prozess geht es um die Polizeipräsenz vor den Stadien. Da wo der Verein überhaupt keine Befugnisse hat. Letztlich bestimmt nur die Polizei wann, wieviele Polizisten mit welchem Gerät unterwegs sind.

Das hat dann schon ein arges Geschmäckle, wenn ich bestimmen darf wieviel ich dir in Rechnung stelle, ohne irgendwo Rechenschaft abzulegen.

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