Forum: Sport
Streit um Kosten für Bundesliga-Polizeieinsätze: Für Randalierer müssen alle zahlen
REUTERS

Reiche Fußballvereine entschädigen die klamme Stadt Bremen für Polizeieinsätze. Das klingt gerecht? Nein, das ist absurd - dafür gibt es Steuern.

Seite 8 von 19
mghi 21.02.2018, 16:21
70. Kommentar ist ok

es hört sich gerecht an, wenn die als Verursacher ausgemachten Vereine zahlen sollen. Es ist aber die Aufgabe des Staates im öffentliche Raum für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Wenn man dies erst einmal nicht mehr umsetzt wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. Zahlen dann die Gorlebendemonstranten auch, wenn nein, warum nicht, oder die G20-Krawallmacher? usw. usw.. Über die Kosten der Sicherheit im Stadion (nicht mehr öffentlicher Raum) ließe sich reden; da müssen keine Polizisten zwingend anwesend sein. Das ist Aufgabe eines Ordnungsdienstes. Wenn der Staat aber die Dinge außerhalb nicht mehr regeln kann oder will, wie der Pleitestaat Bremen, dann sollte man hier einmal ansetzen und Bremen unter Zwangsverwaltung stellen, weil die Damen und Herren Politiker dort offenbar mit den Geldern der Bürger, sogenannte Steuergelder, falsche Prioritäten setzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prisma-4d 21.02.2018, 16:22
71. ...hoheitliche Aufgabe?

Was wird da fabuliert? Diese Polizeieinsätze wären eine "Hoheitliche Aufgabe"? Nein, mit nichten. Die Polizei muß für Sicherheit und Ordnung sorgen, dass ist ihre Aufgabe... und nicht bei solch angesagten und regelmäßigen Ausschreitungen das schlimmste Verhindern. Würde die Polizei ihre Aufgabe ernst nehmen müßten die Spiele (in der Form wie sie stattfinden) verboten werden, und erst unter dem Nachweis ausreichendem Sicherheitspersonal wieder genehmigt werden. Alles andere ist Schönrednerei, Lobbyisten-Ansicht und was sonst noch. Fußballspiele brauchen nicht verboten werden, aber wenn bekannt ist das mit Ausschreitungen zu rechnen ist... schon.

So wie es jetzt ist, werden Multimillonäre subventioniert... für Brot und Spiele. Das Steuer-Argument ist auch sehr kurz gedacht. Wenn die Vereine angeblich schon "so hohe" Steuern zahlen, dann sollen sie doch einfach die Einsatztkosten der Polizei von ihren Einnahmen bezahlen... dann die Spieler und Trainer... und der kläglichen Rest dürfen sie dann versteuern! So wie jedes Unternehmen auch!

Wie gesagt, die Polizei muß für Sicherheit und Ordnung sorgen... aber nicht wenn Randale und Gewalt angesagt werden. Dann muß sie die Veranstalltung verbieten. Es gibt kein Grundrecht auf Fußballspiele sondern nur eins auf Demonstrationen... und sogar da werden Demos verboten wenn damit zu rechnen ist, das mit Ausschreitungen zu rechnen ist!

Es wird Zeit das diese Art von Fußballspielen verboten wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Christoph L 21.02.2018, 16:24
72. Argument ist ist doch an den Haaren herbeigezogen...

"Ja, Klubs wie Werder Bremen verdienen sehr viel Geld mit der Austragung von Sportveranstaltungen. Klubs wie Werder Bremen zahlen aber auch sehr viele Steuern und Abgaben an den Staat. Ob die Gesamthöhe dieser Steuern ausreichend ist, darüber kann man streiten."

Was ist das denn für eine dümmliche Argumentation? Wenn dem so ist: Wieso können Sie als Journalist nicht mal den Geschäftsbericht für 2016 raussuchen und sagen wie "VIELE" Stuern denn Werder gezahlt hat?

Ich habe mir die Arbeit gemacht. Es waren in 2016 unglaubliche 116.000€. Ja. Das ist viel? Ernsthaft? Damit kann ich wie viele Polizisten bezahlen?

Ihre gesamte Argumentation baut auf der falschen Grundannahme auf das Vereine ja auch viele Steuern zahlen und insgesamt der Wirtschaft ja helfen würden. Abgesehen davon das auch Bars und Diskoteken Steuern zahlen und selbst für ihr Sicherheitskonzept sorgen und zahlen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fareast 21.02.2018, 16:24
73. Wenn man das so sieht,

sollte das Land Bremen auch das Recht haben, Spiele wie jede andere Hochrisikoveranstaltung zu verbieten oder mit Auflagen zu versehen. Also z.B. Spiele ohne Zuschauer austragen zu lassen. Mal sehen, was die DFL dazu sagt. Einen Rechtsanspruch auf Gefährdung der öffentlichen Ordnung besteht meines Wissens nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karend 21.02.2018, 16:25
74. .

"Reiche Fußballvereine entschädigen die klamme Stadt Bremen für Polizeieinsätze. Das klingt gerecht? Nein, das ist absurd - dafür gibt es Steuern."

Da bin ich anderer Meinung. Nicht für alles sollten Steuerzahler aufkommen. Wir werden bereits von allen Seiten kräftig gemolken. Jetzt sollte auch mal Schluss sein. Ein Argument dafür, dass Vereine zahlen sollten, wäre, dass sie dann vielleicht ernsthaft gegen tumbe Randalierer vorgehen würden. Bei Identifizierung dieser könnten sie auch direkt zur Kasse gebeten werden. Wer randaliert, sollte schließlich die Konsequenz tragen und für den Schaden aufkommen. Sollte das Geld fehlen, wären Sozialstunden eventuell heilsam.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aurichter 21.02.2018, 16:26
75. @ joejoejoe

Erstmal vorweg, ganz toller Forenname, hat was intelligentes! Hut ab. Zum Beitrag fällt mir nur folgendes ein, der Verein ist nicht für diese Hooligans verantwortlich, züchtet diese nicht und hat auch wenig Möglichkeiten ausser Stadionverbot, diese gesellschaftliche Auswüchse zu bekämpfen. Der Staat ist in der Pflicht und nicht die Vereine. Bei einer schärferen Gesetzgebung würde sich hier auch einiges ändern, aber - siehe Schußwaffendebatte USA - der Gesetzgeber reagiert nicht oder nur sehr schwammig, sodaß diesen Gruppierungen nicht halbwegs beizukommen ist. Wie bei vielen Auswüchsen, hier sei auch Mal die NSU genannt mit dem Gewaltpotential, scheint der Staat wenig bis gar kein Interesse an einer Gesetzesverschärfung zu haben. Anstatt über Justiz zu reagieren sucht die Politik den heischenden Weg über das Portemonnaie, welcher den Fußball-Hatern in der Argumentation entgegenkommt. Geld zieht als Totschlagargument immer und gerade bei denen, die sich im Leben auch über jeden Cent Steuerabgabe fast schwarz ärgern. Deshalb ist diese Diskussion so überflüssig wie ein Kropf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 21.02.2018, 16:27
76. Daneben

Fussballspiele unter dem DFB-Regime sind private Veranstaltungen. Der Veranstalter hat für den geordneten Ablauf zu sorgen.
So einfach ist das.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
UnWichtig87 21.02.2018, 16:27
77. Einfache Entscheidung

Alles andere als die Anwendung des Verursacherprinzips bei unveränderter Ausgangslage ist in meinen Augen nicht einmal diskutabel - alternativlos wenn Sie so wollen.
Sollte Werde Bremen bspw den Gästeblock sperren (obwohl dies rechtlich alles andere als dauerhaft durchsetzbar zu argumentieren ist) oder gleich das Spiel vor leeren Rängen austragen würde, wären Alternativen zum oben genannten Prinzip denkbar.
Wird aber nicht dazu kommen also bleibt als rechtlich vertretbare Option nur die Beteiligung an den anfallenden Kosten durch Werder Bremen und sollte dies nicht erfolgen bleibt wenn man der Linke konsequent folgen würde ein Veranstaltungsverbot.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
holjanger 21.02.2018, 16:27
78. Abgaben vs. Steuern

Lieber Kommentator, da haben Sie etwas komplett falsch verstanden. Volkswirtschaft oder Steuerrecht erstes Semester. In diesem Fall sollten die Kosten per ABGABEN gedeckt werden. Es handelt sich um Aufwendungen, die nur entstehen, weil eine verschwindend kleine Zielgruppe Ihrer Leidenschaft nachgeht. Hier die Allgemeinschaft per Steuern zur Verantwortung zu ziehen ist für alle, die nicht regelmäßig ins Stadion oder zur verabredeten Massenschlägerei gehen, einfach hanebüchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TS_Alien 21.02.2018, 16:28
79.

Für diesen Deppensport Fußball mit wehleidigen und überbezahlten Spielern müssen viele unbeteiligte Menschen Einschränkungen hinnehmen und Geld bezahlen. Ob nun bei Spielen Straßen gesperrt werden, die "Fans" Züge auseinandernehmen, die Polizei Überstunden machen muss oder die TV-Gebühren höher sind als notwendig. Es wird Zeit, die Kosten den Verursachern und "Fans" in Rechnung zu stellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 19