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Streit um Kosten für Bundesliga-Polizeieinsätze: Für Randalierer müssen alle zahlen
REUTERS

Reiche Fußballvereine entschädigen die klamme Stadt Bremen für Polizeieinsätze. Das klingt gerecht? Nein, das ist absurd - dafür gibt es Steuern.

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daNick73 21.02.2018, 16:29
80. Lösungsvorschlag: Bremen verzichtet auf Heimspiele

Ich kenne die rechtliche Begründung nicht, bin aber wenig erstaunt, dass die Bremer Behörden sich nicht Werder als Zahler ausgesucht haben, sondern jemanden im fernen Frankfurt. Es will sicher keiner den Fans erklären, dass neue Spieler wegen eines Gebührenbescheides nicht kommen. Wenn man das mal weiter spinnt: Könnte Werder nicht verpflichtet werden, aus Kostengründen auf Heimspiele zu verzichten? Wird die DFL das auf die Vereine umlegen? Müssten Hoffenheim oder Bayern einen Bonus bekommen, weil die Stadien außerhalb liegen und damit effizienter zu schützen sind? Können Vereine dann auf Polizei-Einsätze verzichten? Und was machen wir mit Oktoberfest, Public Viewing der WM, Helene - Fischer - Konzerten? .....

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hornochse 21.02.2018, 16:29
81. Klare Sache

Bei Rotspielen kommen unverhältnismäßig viele Menschen zusammen die die öffentliche Ordnung gefährden und Schäden verursachen. Wenn Fussbalklubs dies vorsätzlich in Kauf nehmen und daran verdienen das eben besonders viele Randalierer etc. zusammen kommen unter einem Dach, ist dies nicht mehr mit einer Verschiebung der Verantwortung getan. Schließlich wird hierfür sogar geworben. Entweder den anreisende Fangruppen wird die Anreise verwährt, dann wäre dies ein gewöhnlicher Polizeieinsatz vor Ort mit normalem Aufgebot an Kräften, oder aber die Vereine gehen das Risiko eines Rotspiels ein und sollten dann auch ihrer Verantwortung gegenüber des öffentlichen Raumes Nachkommen, da diese mit der Bewerbung und Austragung des Spiels die Gefährdung bereits im Vorfeld vorsätzlich mittragen.

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RaKader 21.02.2018, 16:29
82. Rechtsverständnis und Geld in Bremen

Hinter der Debatte offenbart sich zunehmend ein höchst problematisches Rechtsverständnis des Bremer Senats und seiner Verwaltung. Bremen ist arm. Wenn es um Geld geht, ist man dort offenkundig bereit grundlegende Rechtsgrundsätze fallen zu lassen. Dies zeigt schon der skandalöse Umgang mit den Opfern von Brechmitteln und ihrer Entschädigung. Umgangssprachlich nennt man das Folter. Bremen aber will nicht zahlen. Das setzt sich beim Thema Polizeieinsätze und Geld bei Bundesligaspielen fort. Der Staat hat das Gewalmonopol. Dafür bekommt er Steuern. Eine Gewinn- oder Verlustrechnung, wie sie offenkundig hier in eingien Köpfen Einzug gehalten hat, hat bei der Schutzaufgabe des Staats nicht zu suchen. Es wird Zeit, dass höhere Instanzen das Bremer Treiben und seine Verantwortlichen die Grenzen aufzeigen. Beim Thema Geld ist man in Bremen offenbar bereit gundlegende Rechte zu opfern. Es wird Zeit, dass die Verantwortlichen für dieses Bremer Rechtsdesaster öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden.

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charlybird 21.02.2018, 16:30
83. Der Autor

beantwortet sich seine Aufstellungen und Fragen doch selbst, wann und wofür das Land Bremen und damit zukünftig auch alle anderen Kommunen eine Gebührenrechnung erheben könnten.
Und das hat mit Arm und Reich zunächst einmal gar nichts zu tun.
Die Vereine sind Teilnehmer und lokale Durchführer zugleich und tragen am Spielort die Kosten für die notwendige Sicherheit IM Stadion.
Aber Organisator und zunächst oberster Abschöpfer, Linzenzgeber und Verantwortlicher im Sinne des Gesamtpakets Bundesliga mit all seinen Vermarktungrechten ist, so viel ich weiß, die DFL.
Und nicht wenige dieser Veranstaltungen stören durch ''Publikumsverkehr'' den öffentlichen Raum erheblich und würden ohne erhöhte Polizeipräsenz auch die öffentliche Sicherheit massiv gefährden.
Es ist also nicht einzusehen, das die notwendigen Präventivmaßnahmen die Allgemeinheit zahlen soll.
Denn diese Fußballveranstaltungen sind absolut kommerzielle Unterfangen geworden und unterliegen nicht einmal mehr der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung. Im Gegenteil, es wird ihnen untersagt.
Eine Logistikfirma, die bspw. ein Windkraftwerk nachts durch die Straßen ''balancieren'' muss, darf auch für den Einsatz von Feuerwehr und Polizei bezahlen.
Und es dürfen sogar alle Medien darüber berichten. :-)

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ralfix 21.02.2018, 16:30
84.

Millionen sind für die DFL doch nur ein Trinkgeld. Es geht doch um Business. Warum für diese super reichen Veranstalter auch noch Steuergeld opfern? Das sollten die selbst bezahlen und können das auch. Es wäre an der Zeit jetzt eine einvernehmliche Lösung zu finden. Los einigt Euch.

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wamserjens 21.02.2018, 16:30
85. Wer jemals...

Wer jemals versehentlich in einen Zug voller Fußballfans geraten ist, vergisst alle hier angeführten philosophischen Argumentatationsketten.

Wer jemals als Polizeibeamter anreisende Fußballfans zum Spiel und anschließend wieder zum Bahnhof begleiten durfte, wird Herrn Raecke und seine edle Gesinnung tief ins sein Herz schließen.
Wer jemals einen Zug reinigen musste, der Fußballfans zur Anreise gedient hat, verlässt jeden Raum, in dem Herrn Raeckes Thesen geäußert werden.

Wer jemals in der "Einflugschneise" zu einem Erstligastadion gewohnt hat, ohne Fussßballfan zu sein, verspürt den dringenden Wunsch, Herrn Raecke an Spieltagen mal in seinen Vorgarten einzuladen, um gemeinsam das "Imageproblem" von Fußballfans vor Ort zu diskutieren.

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sven2016 21.02.2018, 16:31
86.

Die Kommunen tragen auch die Kosten für Polizei bei Demonstrationen. Allerdings wird dabei kein Geld verdient. Und: Veranstaltungen, bei denen ein hohes Gewaltrisiko besteht, können verboten werden.

Die DFL wäre mit einer anteiligen Kostentragung gut bedient. Das Hochrisiko zu verringern, ist Aufgabe der Vereine und GmbHs oder wie auch immer der Profifußball organisiert ist.

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jowitt 21.02.2018, 16:32
87. @ joff. heute, 15:38 Uhr

Zitat von joff.
Die Gewinne, bzw die Einnahmen werden versteuert. und von diesen Steuern die Polizei gezahlt. Sollen die Vereine auch die Ubahn zumn Stadion bezahlen? Die Strassen? Und ein finanzschwacher Verein muss dann den Spielbetrieb einsetellen? Das ist lächerlich. Gerne eine höhere Besteuerung auf Gewinne aber Hoheitsaufgaben dürfen nicht käuflich sein!
Jeder kleine Hausbesitzer zahlt für die Erneuerung seiner Anliegerstrasse. Warum also nicht die Fussballvereine?

Im Übrigen geht es in Bremen nicht um die Polizeipräsenz auf den Straßen (=hoheitlich), sondern um die Polizeipräsenz in den Stadien. Am Veranstaltungsort selbst hat aber nunmal der Veranstalter zunächst für Ordnung zu sorgen. Oder plädieren Sie jetzt dafür, das für jede größere Disco allabendlich 3-5 Polizisten abgestellt werden?

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Paddel2 21.02.2018, 16:33
88. Zustimmung

Ein Verein der ersten Bundesliga ist für seine Stadt ein Touristenmagnet! Wird der Verein umgekehrt an den Umsätzen der Restaurants, Hotels, Kneipen und Einzelhändler beteiligt wenn tausende von Fans am Rand eines Spiels Geld ausgeben? Der Verein zahlt hohe Steuern aufgrund seiner hohen Einnahmen. Ich kann dem Autor nur zustimmen!

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Links Rheinisch 21.02.2018, 16:33
89. Selbstverständlich müssen Vereine zahlen

Es ist doch immer dasselbe, wann immer umsatzstarke Organisationen oder Unternehmen vom Staat (für alle die das vergessen haben, das sind WIR!!!) zur Kasse gebeten werden, wird auf deren Steuerlast hingewiesen! Das ist nicht nur falsch, sondern Volksverdummung!
Es heißt nämlich nichts anderes, als dass Kosten einer privaten Vereinigung von allen Bürgern bezahlt werden, während die Gewinne innerhalb der Vereinigung bleiben!!!
Geht ein solches Unternehmen oder Verein aufgrund schlechtem Managements in eine Insolvenz wird es (er) mit der gleichen Argumentation mittel Allgemeingut (Steuern) gerettet
Alle derartigen Organisationen können ihre Steuerlast (legal) mittel extrem vieler Schlupflöcher derart herunterrechnen, dass sie im Verhältnis relativ wenig Steuern zahlen müssen (in Relation zum Umsatz). Die Vereine wissen seit langem um diese Randalierer Problematik und haben nichts unternommen um dem effektiv entgegenzuwirken, da diese Kosten ja Ihre Bilanzen belastet hätten, während Polizeieinsätze die öffentlichen Kassen belastet!
Evtl. hilft diese ökonomische Prinzip ja nun endlich, dass die Vereine mehr Geld in die Hände nehmen um Randalierer auszusperren!
Alle die die Meinung des Autors vertreten sollten ein Jahr lang Abrechnungen darüber erhalten, was jeder Bürger tatsächlich für derartige Ereignisse zahlen muss, ich glaube das würde deren Meinung ändern
PS: Ich bin ein Fußballfan!

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