Forum: Sport
Streit um Sportplätze: Jeder Fehlschuss kann teuer werden
MZ/ Thomas Ruttke

Ob Fußballplatz, Basketballkäfig oder Tennisanlage: Kaum eine Sportstätte in Deutschland, die nicht für juristische Streitigkeiten sorgt. Ein besonders skurriler Fall könnte in Sachsen-Anhalt für einen Amateurklub teuer werden.

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Dummerchen 27.04.2016, 22:09
20. Den einen geht es um Ruhe, den anderen ums Geld

Ein Dorf. Ein Kindergarten. Ein bauwilliger Nachbar. Der Kindergarten sollte vergrößert werden, dann hätte der Nachbar aber nicht mehr bauen können.
Also nahm er sich einen im Baurecht fitten Anwalt. Der Kindergarten wurde nicht vergrößert, dafür durfte der Nachbar bauen. Ein Miethaus übrigens. Er selbst wohnte in seinem Eigenheim.
Jahre später wollte er sich zum Bürgermeister wählen lassen. Er muß es irgendwann wohl bitter bereut haben.

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Lesenkönner 27.04.2016, 22:10
21. @6

Nix verstehen, aber kommentieren...Bei den 250.000 handelt es sich um das im Gesetz vorgeschriebene Höchstordnungsgeld, das bei Zuwiederhandlung festgesetzt werden kann. Die tatsächliche Höhe wird im Einzelfall festgesetzt. Und dieses Geld dient der Vpllstreckung des Unterlassungsurteils. Es fließt in die Staatskasse und nicht an den Kläger. Warum meinen eigentlich immer alle, sie müssten ihren Kommentar zu jedem Dachverhalt abgeben, auch wenn sie ihn nicht durchschauen?

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derderdermerkelnichtglaub 27.04.2016, 22:11
22. günstiger Grund

Wie beim FRAPORT profitierten die Anwohner durch den Erwerb günstigeren Baugrundes und beschweren sich im Nachhinein, dass ein Airport Geräusche erzeugt. Warum zieht man in die Nachbarschaft eines Sportplatzes? Warum kauft man Baugrund in der Nachbarschaft? Weil es günstig ist.

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der_oddo 27.04.2016, 22:36
23. Gesunder Menschenverstand

Im Vorraus zu denken ist in Deutschland nicht mehr notwendig, man kann einfach später klagen - und bekommt Recht! Man kann neben einen Sportplatz bauen und wegen verirrter Bälle klagen - und bekommt Recht! man kann neben eine Kirche bauen und wegen dem Glockengeläut klagen - und bekommt recht! Selbst bei Neu-/Ausbauten muss man nicht auf der vorher (Gemeinderatssitzung, Bekannmachungen, etc.) seine Einwände äussern, man kann einfach später klagen - und bekommt recht! In Deutschland werden von der Justiz und der Politik immer mehr die Faulen und Dummen zum Nachteil der Allgemeinheit in Schutz genommen. Das sollte sich schleunigst ändern!

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didowo 27.04.2016, 22:37
24. Wir bewegen uns mit

großer Geschwindigkeit wieder auf die Fünfziger Jahre (und davor) zu.

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practicus 27.04.2016, 22:45
25. Es gibt nicht nur Fußball!

für Balltreter und ihre saufenden, grölenden Fans mit ihrem Läm und sonstigen Emissionen sollen sich immer alle abfinden - es geht ja um die heilige Kuh Fussball...
Viel schlimmer als die weiträumigen Sportplätze sind übrigens die städtischen Bolzplätze... scheppernde Intervallbeschallung rund um die Uhr für alle Nachbarn - Öffnungszeiten, Betreuung, Kontrolle - alles nur auf geduldigem Papier

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graf.koks 27.04.2016, 22:46
26. Also ehrlich mal ...

Zitat von peter78
Da kaufen Investoren billig Grundstücke, um dann per Klage die Mängel aus der Welt zu schaffen. Da werden von willfähigen Gerichten schonmal Jahrhunderte alte Friedhofsmauern weggeklagt. Mit TTIP gerät dann die Justiz endgültig an die Hände der Großkonzerne; Gewaltenteilung und Demokratie weden abgeschafft.
... irgendwie können Sie nicht mehr richtig ticken. Was haben denn nun die Grundstücksverhältnisse, ein paar skurrile Urteile oder das unangenehme Verhalten von Nachbarn mit dem Freihandelsabkommen TTIP zu tun?

Gehören Sie auch zu denjenigen Leuten, welche den USA die Schuld gibt, wenn Ihnen eine Wurst auf dem Grill anbrennt?

Und übrigens ist der Artikel ja auch ziemlich einseitig. Er pickt die Skurrilitäten aus den zahlreichen Gerichtsurteilen heraus, ohne im Geringsten darauf einzugehen, daß wahrscheinlich eine große Mehrheit der Urteile im beiderseitigen Einvernehmen gefällt wurden.
Aber klar, die Amis sind schuld, wenn Ihnen der Schnürsenkel aufgeht!

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graf.koks 27.04.2016, 23:02
27. Sie übertreiben!

Zitat von derderdermerkelnichtglaub
Wie beim FRAPORT profitierten die Anwohner durch den Erwerb günstigeren Baugrundes und beschweren sich im Nachhinein, dass ein Airport Geräusche erzeugt. Warum zieht man in die Nachbarschaft eines Sportplatzes? Warum kauft man Baugrund in der Nachbarschaft? Weil es günstig ist.
Sicher gibt es perfide Schnäppchenjäger, die sich vorsätzlich solche Grundstücke zulegen, um sie sich im Nachhinein vergolden zu lassen.

Das sind aber in der Regel Ausnahmen. Die meisten Grundstücke befinden sich seit langer Hand in Privatbesitz, teilweise werden sie ja auch von den Eltern und Großeltern vererbt. Grundsätzlich kann man doch Niemandem eine Schuld an ungünstigen Zuständen geben, wenn er zuerst dort war, wo dann später störende Tatsachen von "Newcomern" geschaffen wurden.

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braamsery 27.04.2016, 23:11
28.

Zitat von der_joerg
Es gibt in den Gemeinden genug Fläche, um Sportplätze zu bauen. Oder Grundstücke mit betroffenen Landwirten zu tauschen. Aber nein, alle Anwohner müssen sich fügen und Lärm, zertrampelte Grundstücke und urinierende Fans ertragen. Fürs Gewerbe werden extra Gewerbegebiete aus dem Boden gestampft. Da gibt es keine Anwohner. Warum geht das mit Fußballplätzen nicht? Und wenn man die Grundstücke mancher Stadien verkaufen würde, könnte man sich am Stadtrand ein nigelnagelneues Stadion mit Bahnanschluss leisten. Da bleibt dann auch die Innenstadt heile.
Ok, dann geh nicht in eine Gemeinde, sondern eine Stadt.
Beispiel aus eigener Erfahrung:
Der Platz des TV Jahn Delmenhorst ist dort seit ein paar Jahrzehnten. Mitten im Wohngebiet, hat aber bis vor wenigen Jahren soweit scheinbar niemanden wirklich gesröt. Hohe Zäune verhindern ungewollte Bälle mit wohl extrem wenigen Ausnahmen.
Trotzdem wurde geklagt. Warum? Durch das Flutlicht (ist ja auch erst seit kurzem da...) würde der Platz zu lange genutzt, deshalb hat man auf kürzere Nutzung geklagt und Recht bekommen. Wenn ich mich gerade recht entsinne darf in der Mittagszeit und ab ca. 20Uhr kein Fussball mehr gespielt werden, super für Herrenmannschaften.

Tut mir ja furchtbar Leid, aber der Platz ist das wirklich lange und mal eben so ein Gründstück weiter außerhalb zu kaufen/pachten, und bebauen ist bei nicht reichen Städten simpel nicht drin. Besonders da dort auch Jugendfussball in, für Kinder, praktisch perfekter Lage gespielt wird ist das für mich ein Unding. Das erinnert an Klagen gegen Spielplätze alsob die Kläger in ihrer Kindheit nie draußen waren.

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wll 27.04.2016, 23:14
29. Kein Titel

Zitat von ernie82
Wenn ich der Grundstückseigentümer wäre, würde ich jetzt jemanden in den Verein einschleusen, der sehr hohe und lange Bälle kicken kann. Leichter kann man keine 250.000€ verdienen...
Wir sind nicht in den USA, wo der Kläger den Strafschadensersatz einstreicht.

Hierzulande gehen Ordnungsgelder an die Staatskasse oder gemeinnützige Organisationen, also Pech gehabt... ;-)

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