Forum: Sport
Streitthema Stadionsicherheit: Protestmarsch der Fußballfans
DPA

Für den Erhalt der Fankultur - mit diesem Slogan protestierten deutschlandweit Tausende Fußball-Anhänger gegen das Sicherheitskonzept der DFL, das am Mittwoch beschlossen werden soll. Auch in Dortmund gingen die Fans auf die Straße. Einer von ihnen lud NRW-Innenminister Ralf Jäger ins Stadion ein.

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digitus7 08.12.2012, 17:36
1. Fans

Die kosten für den Polizeieinsatz sollte man 1:1 auf die Tickets drauflegen und schon hat man den Pöbel ausselektiert

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besserwisser54 08.12.2012, 18:07
2. Demos für das Recht auf Randale

Wie krank ist das Demokratieverständnis einiger Fans, dass sie gestern durch eine zweifelhafte Demo dafür sorgten, dass in einem ganzen Stadtteil von Berlin sieben Straßenbahn- und drei Buslinien ausfielen? Ganz Köpenick war quasi von der Außenwelt abgeschnitten, weil für eine Fan-(Un)Kultur, nämlich für das Recht auf Randale, demonstriert wurde.
Wie wär's, wenn die Vereine für alle Polizeieinsätze zur Kasse gebeten würden? Dann würden sich die redlichen Fans und die Veinsverantwortlichen auch der Ultras annehmen und sie von Stadien sowie den Wegen dahin (öffentliche Verkehrsmittel!) fernhalten. Finanzieller Druck hat schon in ganz anderen Situationen geholfen.

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MohammedChang 08.12.2012, 18:17
3. Statistik

Zitat von sysop
Für den Erhalt der Fankultur - mit diesem Slogan protestierten deutschlandweit Tausende Fußball-Anhänger gegen das Sicherheitskonzept der DFL, das am Mittwoch beschlossen werden soll. Auch in Dortmund gingen die Fans auf die Straße. Einer von ihnen lud NRW-Innenminister Ralf Jäger ins Stadion ein.
Also sowohl die Aussage, dass die gestiegene Zahl an Verletzten vor allem auf die enorm gestiegenen Besucherzahlen zurückzuführen ist, noch die, dass die Verletzungsgefahr auf dem Weg ins Stadion mit dem Auto gefährlicher ist sind falsch.

In der Saison 01/02 gab 260 Verletzte bei 11,95 Mio Zuschauern - macht ca. 0.0022% Verletzte.
In der Saison 11/12: 1142 Verletzte bei 18.7 Mio Zuschauern, macht ca. 0.0061%.
Das ist zwar in der Tat eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit. Dennoch hat sich die relative Anzahl der Verletzten in den letzten 10 Jahren ca. verdreifacht.

Laut ADAC war das Unfallrisiko 2011 für PKW Fahrer 0.26 Unfälle pro einer Million Personenkilometer. Macht also 0.000026% Wahrscheinlichkeit pro gefahrenen Kilometer in einen PKW in einen Unfall verwickelt zu sein. Da braucht es schon eine lange Anreise um auf die Wahrscheinlichkeit im Stadion verletzt zu werden zu kommen. Von einer "wesentlich größeren Gefahr" kann also keine Rede sein.

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farmertom 08.12.2012, 19:23
4. Besser mal Pause?

Fußball ist die einzige Sportart, in der einige Zuschauer glauben die Sau rauslassen zu können. Mittlerweile sehen wir nie dagewesene Polizeieinsätze, Schäden und Verletzte; von Pöbeleien, Dummprovokanten usw. wollen wir mal gar nicht reden. Dennoch wird der Sport auch von den Spielern und der Werbeindustrie (es ist jeder eingeladen jingles und Werbeblöcke genau reflektieren) sowie den Oraginsatoren mit viel Gespür für schlechtes Benehmen, weiter in diese Richtung getrieben. Gleichzeitig macht dann jeder einen auf "Betroffen" wenn wieder mal was daneben geht. In jeder anderen Sportart ist das Verhalten wie auf dem Fußballplatz verpönt, entsprechende Akteure werden "geschnitten", zumindest nicht gefördert.
Folglich: Mal ein paar Spielchen ausfallen lassen, in dem die Polizei mal im wohlverdienten Feierabend bleibt. Könnten mal die ganzen sogenannten Fans nachdenken, ob man auch mal einen Gang zurückschalten könnte? Einfach sein lassen die aufgesetzte Fußballwichtigkeit und auf gesundes Maß reduzieren. Will aber niemand, gell, denn dann geht ja ein Wirtschaftsfaktor flöten? .... die falschen Fuffziger da...

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CROD 08.12.2012, 19:26
5.

Zitat von besserwisser54
Wie krank ist das Demokratieverständnis einiger Fans, dass sie gestern durch eine zweifelhafte Demo dafür sorgten, dass in einem ganzen Stadtteil von Berlin sieben Straßenbahn- und drei Buslinien ausfielen? Ganz Köpenick war quasi von der Außenwelt abgeschnitten, weil für eine Fan-(Un)Kultur, nämlich für das Recht auf Randale, demonstriert wurde. Wie wär's, wenn die Vereine für alle Polizeieinsätze zur Kasse gebeten würden? Dann würden sich die redlichen Fans und die Veinsverantwortlichen auch der Ultras annehmen und sie von Stadien sowie den Wegen dahin (öffentliche Verkehrsmittel!) fernhalten. Finanzieller Druck hat schon in ganz anderen Situationen geholfen.

Ui, dann darf eine Demonstration folglich nur noch da stattfinden, wo sie niemanden stört und folglich nicht bemerkt wird?
Wieviele OEPNV-Linien sind denn durch die Montagsdemos in Leipzig 1989 gestört worden?
Sie sollten besser mal ihr eigenes Demokratieverständnis hinterfragen, vielen Dank!

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Crom 08.12.2012, 19:53
6.

Zitat von farmertom
Fußball ist die einzige Sportart, in der einige Zuschauer glauben die Sau rauslassen zu können.
Gleich der erste Satz ist falsch. Es gibt auch in anderen Sportarten Ausschreitungen.

Zitat von
Mittlerweile sehen wir nie dagewesene Polizeieinsätze, Schäden und Verletzte;
Schäden und Verletzte gab's früher deutlich mehr. Die Polizeieinsätze sind teilweise tatsächlich übertrieben und führen meist auch nicht zu mehr Sicherheit.

Zitat von
von Pöbeleien, Dummprovokanten usw. wollen wir mal gar nicht reden.
Dem scheinen Sie ja mit Ihren Ergüssen hier auch nicht abgeneigt zu sein.

Zitat von
Gleichzeitig macht dann jeder einen auf "Betroffen" wenn wieder mal was daneben geht.
Eher wird in den Medien regelrecht darauf gewartet und kleinste Vorfälle überdramatisiert und teilweise sogar erfunden.

Zitat von
In jeder anderen Sportart ist das Verhalten wie auf dem Fußballplatz verpönt, entsprechende Akteure werden "geschnitten", zumindest nicht gefördert.
Schon mal ein Eishockeyspiel gesehen, da fliegen teilweise die Fäuste unter den Spielern. Aber da gibt's auch kaum Weicheier, die sich über alles mockieren.

Zitat von
Folglich: Mal ein paar Spielchen ausfallen lassen, in dem die Polizei mal im wohlverdienten Feierabend bleibt.
Wie wär's damit, einfach mal ein paar Spiele ohne Polizei stattfinden lassen und schauen, ob sich irgendwas ändert.

Zitat von
Könnten mal die ganzen sogenannten Fans nachdenken, ob man auch mal einen Gang zurückschalten könnte?
Vielleicht würde der Staat dann mal ein Gang zurückschalten. Bei jedem Volksfest gibt's mehr Verletzte je Zuschauer, aber haben Sie schon einmal gehört, dass man das Oktoberfest deswegen ausfallen lassen will?

Zitat von
Einfach sein lassen die aufgesetzte Fußballwichtigkeit und auf gesundes Maß reduzieren. Will aber niemand, gell, denn dann geht ja ein Wirtschaftsfaktor flöten? .... die falschen Fuffziger da...
Wie wär's, wenn Leute wie Sie sich einfach um Ihren Kram kümmern. Bei Ihnen könnte man dann auch einiges auf ein "gesundes Maß reduzieren".

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Dinnelo 08.12.2012, 20:02
7.

Zitat von farmertom
Fußball ist die einzige Sportart, in der einige Zuschauer glauben die Sau rauslassen zu können.
Schon mal beim 24h-Rennen am Nürburgring gewesen ?

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LDaniel 08.12.2012, 20:13
8. Muss

Zitat von CROD
Ui, dann darf eine Demonstration folglich nur noch da stattfinden, wo sie niemanden stört und folglich nicht bemerkt wird? Wieviele OEPNV-Linien sind denn durch die Montagsdemos in Leipzig 1989 gestört worden? Sie sollten besser mal ihr eigenes Demokratieverständnis hinterfragen, vielen Dank!
Muss man da noch was zu schreiben? Ich glaube, das steht für sich.

Machen wir eine Volksbefragung dazu, ob die Vereine (& die Fans) oder die Öffentlichkeit die Polizeieinsätze bezahlen soll. Ich glaube diese "Demokratie" würde Ihnen dann nichtmehr gefallen.

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wolkenlos 08.12.2012, 20:49
9. .

Zitat von Crom
Bei jedem Volksfest gibt's mehr Verletzte je Zuschauer
Wieviele der Gewalttaten auf Volksfesten sind auf Hooligans und Ultras zurückzuführen? Rechne die mal aus der Statistik und du wirst dich wundern!

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