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Strukturreform im deutschen Fußball: Union Berlin veröffentlicht kontroverses Thesenp
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Anlässlich der anstehen Strukturreformen in der DFL hat Zweitligist Union Berlin ein Positionspapier zum "Kurswechsel für den deutschen Profifußball" veröffentlicht. Erste Vereine reagierten auf die Forderungen.

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lattenkracher11 04.10.2018, 16:20
1. Klar ist: nichts!

Denn gefühlt muss sich was ändern: die Kritik an Anstoßzeiten und Preisen wird lauter, Bayern immer Meister, das abschneiden der deutschen Clubs (mit Ausnahme der Bayern) und jetzt sogar der Nationalmannschaft immer schlechter. Andererseits verdienen zumindest die großen Clubs immer mehr, die Bayern erleiden gerade einen (kleinen) Einbruch und die ersten CL und EL Ergebnisse machen Hoffnung. Von daher glaube ich nicht, dass es zu tiefgreifenden Änderungen kommen wird.

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caigie 04.10.2018, 16:36
2. Veränderungen werden von oben geblockt

Es wundert mich nicht, dass die Manager von Gladbach und Dortmund kritisch reagieren. Wer hätte auch erwartet, dass Vereine, die aktuell auf den vorderen vier Plätzen der Bundesliga stehen, eine Reform befürworten, die den Konkurrenzkampf bis in die Tabellenspitze interessant machen könnte.

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rainer82 04.10.2018, 17:31
3. Sofern Unions Vorschläge zu noch mehr Spielen führen,

halte ich sie für kontraproduktiv. 20 Vereine pro Liga und dann auch noch Play-Off-Spiele!? Weniger wäre mehr, für die Fans und vor allem auch die Sportler. Im Übrigen ist der Ansatz von Union, alle Strukturen auf den Prüfstand zu stellen, sehr zu begrüßen.

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Lankoron 04.10.2018, 17:55
4. Die beiden angefragten

Sportdirektoren haben keine eigenen Vorschläge zur Veränderung, weil sie von der aktuellen Lage profitieren. Die Vorschläge anderer kann man natürlich pauschal kritisieren, wirklich lesen und begreifen oder gar drüber nachdenken muss man nicht. Die kommen von nem unwichtigen Zweitligisten aus dem Osten, die haben gar nix zu melden. Die Vereine der dritten Liga stellt man mit nem "Sondertopf" von 500t Euro ruhig (siehe die neue Financial Fair Play Initiative...haha), und schon hat man seine Ruhe. Probleme...die gibts nur woanders. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder bei der DFL mitreden würde...

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wolleb 04.10.2018, 18:17
5.

Die Liga aufstocken ist Unsinn, und würde den Leistungsdurchschnitt nach unten ziehen. Und das Beibehalten der 50+1 Regel zeigt, dass Union nichts verstanden hat. Das ist so, als würden deutsche Formel1 Fahrer sich an die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h halten.

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omasturm 04.10.2018, 18:23
6. @rainer82

Naja der Spiegel Artikel ist in der Hinsicht sehr mager...es geht eher um die Forderung, dass die "Meister" der Ligen aufsteigen und weitere Auf/Absteiger in Play Off Spielen ermittelt werden. Es geht also eher um 3. Liga abwärts, da man ja zur Zeit 1. werden kann und mit Pech trotzdem nicht aufsteigt. Ansonsten stehe ich den 20 Vereinen auch zwiespältig gegenüber. Aber gibt auch Ansätze in dem Papier, die es Wert sind diskutiert zu werden.

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thormueller 04.10.2018, 19:00
7.

Union Berlin hat, im Gegensatz zu vielen anderen Clubs, einen konstruktiven Beitrag geleistet über den man konkret diskutieren kann.

Ich würde mir wünschen, dass nun andere Vereine, Verbände oder Organisationen rund um den Profifußball ihrerseits Vorschläge einbringen. Also, bevor sie die Berliner abkanzeln und lächerlich machen.

Denn eines ist doch völlig klar: Der Profifußball in Deutschland befindet sich zeitgleich in mehreren Krisen. Diese sind finanzieller, moralisch-ethischer und nicht zuletzt sportlicher Art.

Die Einlassungen und Schlussfolgerungen der Unioner müssen mir als Fan des BVB nicht zwingend gefallen. Aber ein beherztes "Weiter so" kann es meines Erachtens nach auch nicht geben.

Insofern hoffe ich, dass eine fruchtbare Debatte losgetreten wurde.

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mvp81 04.10.2018, 20:18
8.

England, Spanien, Italien und Frankreich haben auch 20 Mannschaften. 4 Spiele mehr pro Saison und wir reden hier von Leistungssportlern. England hat zudem 2 Pokalwettbewerbe. Also wenn die zu hohe Belastung der Herren hier als Gegenargument ins Feld geführt wird, dann gute Nacht

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pjotrmorgen 04.10.2018, 21:03
9. Beim Status quo

Zitat von wolleb
Die Liga aufstocken ist Unsinn, und würde den Leistungsdurchschnitt nach unten ziehen. Und das Beibehalten der 50+1 Regel zeigt, dass Union nichts verstanden hat. Das ist so, als würden deutsche Formel1 Fahrer sich an die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h halten.
wäre der Leistungsdurchschnitt tatsächlich minimal nach unten gezogen. Allerdings haben alle größeren europäischen Länder 20er Ligen. Insbesondere England, Spanien und Italien waren in den europäischen Wettbewerben langfristig auch deutlich erfolgreicher als Deutschland. Das Argument ist deswegen wenig hilfreich, weil sich der Leistungsstand natürlich verbessern würde und durch vier zusätzliche Spiele 12% mehr Einnahmen für jeden Verein zu erwarten sind. Vor allem steigt die Wahrscheinlichkeit, das auch einer der Dauersieger der Liga einmal strauchelt und ein anderer Meister wird.

Bei der 50+1 Regel geben ich Ihnen aber völlig recht. Ohne finanzkräftige Investoren wird Deutschland hinter den anderen großen Ligen ständig hinterherhinken. Alleine für mehr Spannung in der Liga kann man sich das nur wünschen.

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