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"Team Marktwert" in der Bundesliga : Großer Name, kleine Leistung
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Sechs Großstadt-Klubs wollen die TV-Einnahmen der Bundesliga anders verteilen: Tradition soll wieder zählen. Das ist unfair gegenüber den kleinen Vereinen, die bessere Arbeit leisten.

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dsch64 31.03.2016, 17:14
1. Vielleicht ist das vordringliche Ziel

Vereine mit sehr guter Arbeit nachhaltig zu schwächen, denn dann können die Versager weitermachen und haben trotzdem die Hoffnung auf bessere Platzierungen.

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power.piefke 31.03.2016, 17:17
2. logisch

die Retortenklubs profitieren maßgeblich von den tradionsvereinen und nicht anders herum. entsprechend ist eine andere Verteilung durchaus fair. man schau sich nur mal die Gästeblocks von hoffenheim, Wolfsburg.... an. Anhängerschaft, Fehlanzeige!

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petruz 31.03.2016, 17:19
3. aha

der Autor schwingt mal wieder die selbst-schuld-keule. Das darf man nicht unterschreiben. Selbst wenn in Bremen oder Stuttgart keine Fehler gemacht worden wären, die Klubs von VW und Bayer würden trotzdem vor Ihnen stehen. Das sind nicht nur Fehler, Traditionsvereine werden durch Konzerne oder Mäzene automatisch runtergedrückt.

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Draco Silvano 31.03.2016, 17:20
4.

Endlich mal ein sehr schöner Artikel zu diesem Thema.
Die Forderung mit der Verteilung nach Marktwert ist für diese Vereine viel zu kurz gedacht. Klar, man sich jede Verteilung so zurechtbasteln, sodass man selbst am meisten davon profitiert. Aber macht es das fairer? Das fairste ansich ist eine 100% gleichmäßige Verteilung auf alle Teams. Hierbei gibt es dann aber keinerlei Bonus für ein sportliches Abschneiden innerhalb der Tabelle. Und der sportliche Wettkampf sollte meiner Meinung nach schon wenigstens ein bischen gewürdigt werden. Halt genau so wie jetzt mit 2/3 gleichmäßig und 1/3 nach Leistung.
Klar könnte man es auch umdrehen und sagen, der letzte in der Tabelle bekommt am meisten und der 1. am wenigsten. Quasi als Ausgleich zu den Mehreinnahmen, den die oberen der Tabelle international erwirtschaften. Das wäre so das "Robin Hood Prinzip". Nehm es den reichen und gebe es den armen. Ist nur die Frage wie lange sich das die Top-Teams der Liga bieten lassen. Denn eigentlich erwirtschaften eine Handvoll Teams die ganzen Fernsehgelder, die dann an alle ausgeschüttet werden.

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martin.feiss 31.03.2016, 17:21
5. Das heißt also nichts anderes,

als dass große Vereine trotz Misswirtschaft finanziell besser dastehen möchten als intelligent geführte, schlanke, aufstrebende Vereine, welche beispielsweise mit einen Brause-Sponsor in die erste Liga aufsteigen.
Sie stellen das so hin und jammern gegen Hoffenheim, RB Leipzig etc. Allerdings zeigt gerade Hoffenheim, dass solche Durchstarts Strohfeuer sin, die schnell zu verpuffen drohen, falls nicht immer wieder rechtzeitig nachgelegt wird.
Meine Logik wäre eher die: Sollen sie sich verschlanken, effektiv werden, dann haben sie auch Chancen. Sicher nicht mehr auf Red Bull, der Zug ist abgefahren, aber es gibt noch mehr Firmen.

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willywurm 31.03.2016, 17:23
6. Hin-und hergerissen

Als Hannoveraner traue ich mich kaum hier zu posten... zu verdient ist unser Abstieg... und der Verweis auf die völlig verfehlten Leistungen des Herrn Kind ist absolut zutreffend.

Nur: es sollte Ziel sein, diejenigen zu stärken, die auch eine ordentliche Fanbasis mitbringen. Es ist immer wieder traurig mit anzusehen, wie der Gästeblock aussah, wenn Vereine wie Hoffenheim oder Ingolstadt spielten. Selbst die wenigen km nach Wolfsburg führten nicht dazu, dass der Fanblock mal voll wurde.

Und insofern freue ich mich jetzt auf Kaiserslautern oder St. Pauli... was bleibt mir auch anderes übrig...;-)

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irobot 31.03.2016, 17:27
7.

Klingt für mich nach "wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld". Versagen muss bestraft und nicht belohnt werden. Basta!

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stephanrienaecker 31.03.2016, 17:39
8. Top!

Traditionsvereine haben sowieso bessere Einnahmequellen als die von Neuankömmlingen! Ihre Stadien sind voller, größer und theoretisch gibt es auch eine bessere sonstige Infrastruktur!
Wichtig für die Bundesliga ist doch internationale Konkurrenzfähigkeit, damit die Vermarktung im Ausland mehr Geld in die Kassen spült!
Ich wüsste gerne einen Chinesen der Eintracht Frankfurt als attraktiven Fussballverein bezeichnen würde!
Dafür ist gutes Management unerlässlich! Das zeigt am deutlichsten wohl die Premier League. ManU dümpelt wie Liverpool und Chelsea nur im oberen Mittelfeld der Tabelle.
Schalke wird wohl in Zukunft zu Dortmund und Bayern Anschluss finden, weil Heidel einfach unglaubliches in Mainz geleistet hat!
Wirft man das Geld unfähigen Traditionsvereinen in den Rachen ist das reine Geldverschwendung weil sie das Geld sowieso nur verbrennen!
Sie verhindern höchstens wichtige strukturelle Veränderungen in den jeweiligen Vereinen, was letztlich niemandem etwas bringt!

Wenn Heidel in Mainz geblieben wäre, würden diese sich spätestens in 5 Jahren in Europa etabliert haben! Kinder in Frankfurt würden plötzlich Mainz , den liebreizenden Verein am Rhein, als ihren lokalen Liebling entdecken, weil sie die frustrierten Gesichter ihrer Eltern nach jedem Spiel der Eintracht in der dritten Liga nicht mehr ertragen können!
Dann wäre Mainz dabei sich in die Geschichtsbücher einzutragen und in die Gedächtnisse der Fans überall auf der Welt! In spätestens 20 Jahren würde man mit Deutschland nicht mehr nur Weißwürstchen und Bier verbinden, sondern genauso Worscht, Weck, und Woi.
Das Stadion wäre nach der dritten Champions-League-Titel-Verteidigung auf 200000 Plätze ausgebaut worden und Bayern München würde sich über die ungleiche Aufteilung der Fernsehgelder und die Übermacht von Mainz 05 beschweren. Spätestens in 30 Jahren wär das Humba Tätärä Nationalhymne und in 40 wären wir Bundeshauptstadt. Wiesbaden wäre freiwillig zu Mainz übergelaufen. In 50 Jahren schließlich die Weltherrschaft!

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Yaso_Kuuhl 31.03.2016, 17:39
9. Kommentar ohne Kenntnis

In dem Konzept der 6 Vereine geht es nicht um Tradition, wie hier suggeriert werden soll. Es geht darum, dass die Fernseheinnahmen für die Liga nicht allein wegen der Leistungen generiert werden. Ich habe beispielsweise mein Sky-Abo nicht, weil Gladbach oder Mainz so tollen Fußball spielen, sondern weil ich meinen FC sehen will. Mit der Installation einer zusätzlichen (!) Säule bei der Verteilung der TV-Einnahmen soll genau die Korrelation "Fan zahlt Geld an Sky wegen seinem Verein, das Sky dann an die Bundesliga weiterreichen kann" berücksichtigt werden.

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