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Teilausschluss von Fans: Uefa bestraft Bayern für schwulenfeindliches Banner hart
AFP

Harte Strafe für den FC Bayern: Wegen eines homophoben Banners aus dem Achtelfinale gegen Arsenal verfügte die Uefa einen Teilausschluss der Fans für das nächste Champions-League-Heimspiel gegen Manchester United. Außerdem muss der Verein 10.000 Euro Geldstrafe zahlen.

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denis111 25.03.2014, 09:47
40. Ein Fass aufmachen...

..darin ist nicht nur die UEFA ganz groß (Doppelmoral: in Katar - WM Ausrichter 2022 - wird Homosexualität unter Strafe gestellt, hier aber eine Bestrafung offensichtlich unabdingbar), sondern auch der ein oder andere emotional aufgewühlte Forist, der sich leicht provozieren lässt...oder ist hier jemand für 3 1/2 Jahre ohne Bewährung für denjenigen, der das Banner am Längsten hochgehalten hat? Würde mich langsam nicht wundern.

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mirkor 25.03.2014, 10:06
41. Was mich wundert,

ist nicht die Tatsache, dass jemand bei einem Fußballspiel so ein dämliches Plakat hochhält, sondern die Tatsache, dass kein Ordner etc. eingreift und dies verschwinden lässt.

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hans_uwe2@yahoo.de 25.03.2014, 10:50
42. ...

Zitat von williondo
Die Frage ist ob Hopfner und Rummenigge das Plakat überhaupt gesehen haben. Und wenn ja, haben sie es zu dem Zeitpunkt auch verstanden...? Wie auch immer, die Blocksperre ist maßlos übertrieben. Denn: wie oft fallen Bayernfans negativ auf? Wohl eher selten. Sehr selten.
So selten auch nicht. Bayern zündelt nicht weniger als alle anderen Bundesligisten, vor allem International oder bei der Zweiten. Es wird nur weniger darüber berichtet, weil deren Aktionen selten ausarten.

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ferb93 25.03.2014, 10:59
43. Lächerlich

Da ist einmal so ein bekloppter Banner im Block und schon reagiert die UEFA! Wenn bei einem Lazio Spiel rassistische Beleidigungen sind und irgendwelche Nazibanner in der Europa League dann wird erst nach dem 5. oder 6. mal reagiert...aber kennt man ja nicht anders, kleine Vereine die kein Geld haben werden ausgeschlossen und Vereine wie Real Madrid dürfen weiter Schulden machen und einen Bale für knapp 100 Mio holen!

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dhanz 25.03.2014, 11:23
44.

Zitat von laffleur
Mal grundsätzlich gefragt (gilt ja auch für Pyro etc.): Kann ein Verein die Strafe vom identifizierten Übeltäter einfordern?
Klar.
(Ein)Fordern kann man immer.
Entscheidend ist:
a) ist bei dem Übertäter überhaupt etwas zu holen
b) entscheiden die Richter für den Verein, wenn der Übeltäter gegen die Forderung des Vereins gerichtlich vorgeht.

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theinvisibleone 25.03.2014, 11:24
45. Block 124

Ich denke man kann sich drüber streiten ob sowas bestraft werden muss. Kommt ja eher als Karikatur daher. Wir leben doch in einem Zeitalter wo Homosexualität als normal angesehen werden soll. Dass es das nicht wird zeigt diese Aktion und auch die Bewertung.

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nk222 25.03.2014, 11:32
46.

Zitat von monotofu
Oh, natürlich WOLLTEN die keine gesellschaftspolitische Message transportieren. Was sie transportiert haben, ist diese Message: Schwul ist eine Beschimpfung. Der Mechanismus, nach dem dieses Plakat funktioniert, ist Homophobie. Wer ein solches Statement unbeantwortet lässt, gibt sein Einverständnis. Das bezieht sich nicht nur auf den Verein und den Verband, sondern auch auf diejenigen, die dieses Plakat in ihrem Block zugelassen haben. Wer nichts tut, macht mit.
Und genau das finde ich falsch. Ich persönlich glaube eher an das Gute im Menschen. Ich denke, dass die Mehrzahl der Leute sehr wohl dieses Plakat als das einordnen kann, was es ist. Geschmacklos und eben nicht witzig. Aber deswegen gleich die Moralkeule rauszuholen und in meinen Augen übertriebene Strafen auszusprechen und u.A. mir "Mitmachen" unterstellen? Nee sorry, das finde ich latent "heterophob". Ich persöhnlich sehe so ein Plakat, denke "was für Idioten" und würde mich freuen, wenn sie ein Stadionverbot bekämen. Sehe ich deswegen die Gesellschaft in Gefahr? Oder werfe der Mehrzahl der unbeteiligten Fans im Stadion irgendetwas vor? Nein!
Werden sie doch mal konkret. Was genau sollte ein Fußballverein tun, um solches individuelles Fehlverhalten zu unterbinden? ALLE Banner Fahnen etc. vor dem Spiel persönlich inspizieren? Nur noch genehmigte Sprechchöre zulassen? Keinerlei spontane Unmutsbekundungen mehr zulassen? Nur noch klinisch reine Musterfamilien mit gefestigtem Weltbild und mit Klatschpappen in's Stadion lassen?
Ja, ich übertreibe und male schwarz weiß. Worauf ich hinaus will ist: Fußball lebt von Emotionen und einer gewissen Aggresivität. Meschen machen Fehler. Wenn offensichtlich Grenzen überschritten werden, gehört derjenige bestraft. Mehr nicht. Der Kampf für Toleranz und gegen Rassismus sollte geführt werden. Aber er sollte nicht stellvertretend vielen Menschen "aufgezwungen" werden, die überhaupt nichts falsch gemacht haben und vermutlich mehrheitlich überhaupt kein Problem mit Schwulen haben.

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cmann 25.03.2014, 12:51
47. Bayern kann natürlich versuchen,

Zitat von dhanz
Klar. (Ein)Fordern kann man immer. Entscheidend ist: a) ist bei dem Übertäter überhaupt etwas zu holen b) entscheiden die Richter für den Verein, wenn der Übeltäter gegen die Forderung des Vereins gerichtlich vorgeht.
mit Berufung auf das Hausrecht in der Allianz Arena den Schaden zu ersetzen und Sanktionen gegen diese "Vollpfosten" zu verhängen. Zumindest ist einer ja deutlich zu identifizieren.
Die Frage ist eher ob diese Typen überhaupt eventuelle, gerichtlich bestätigte Ansprüche bezahlen können. Da häng dann nicht nur die UEFA Strafe sondern auch der Einnahmeverlust durch die Sperrung des Blocks dran. Ich geh mal davon aus, dass Bayern "Gnade vor Recht" ergehen lässt und ein Stadionverbot verhängt.

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williondo 25.03.2014, 15:27
48.

@hans-uwe
Ich meinte auch nicht das zündeln von Bengalos. Das gibt es mittlerweile in jedem Stadion. Wäre auch relativ harmlos und wahrscheinlich nichtmal verboten,wenn man die einfach nur abbrennen liese . Nur dabei bleibt es nicht immer weil ein paar Hohlhirne die auf den Platz oder in die Zuschauer werfen. Oder das abschiessen von Leuchtraketen in die Zuschauer usw. Und durch solche, teils Lebensgefährlichen Aktionen fallen Bayernfans so gut wie nie auf. Das meinte ich damit.

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monotofu 25.03.2014, 15:41
49. überflüssig

Zitat von bittewas?
muss man denn alles so radikalisieren? "Schwuchtel", "gay" oä sind im Sprachgebrauch seit langem etablierte "Schimpfworte", gleichwertig mit Arschloch etc. Nur weil die Homo-Debatte gerade "in" ist, muss man wegen so einer Lappalie doch nicht gleich vollkommen ausrasten. -Lächerlich, liebe UEFA. Auch wenns zum Zeitgeist zuvieler Menschen passt.
Liebe Zuschauer, verehrtes Publikum, falls Sie nach einem lupenrein homophoben Menschen suchen und einer Darlegung, wie sein Denken funktioniert: Hier haben Sie ihn.

Kein Applaus, bitte.

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