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Tennis in Cincinnati: Keys nach Finalsieg zurück in den Top Ten
Rob Carr/AFP

Madison Keys hat den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Durch den Finalsieg in Cincinnati gehört die US-Amerikanerin eine Woche vor Beginn der US Open wieder zu den zehn besten Spielerinnen der Welt.

jean-baptiste-perrier 21.08.2019, 15:49
1. Quod erat demonstrandum!

Madison Keys ist ein schönes Beispiel dafür wie sehr Erfolge gerade im Damen-Tennis vom richtigen Trainer abhängen. Neben den rein fachlichen Aspekten hat der Trainer die Funktion die Spielerin psychologisch zu stärken und Sicherheit auszustrahlen. Das Reisen von Turnier zu Turnier als Einzelkämpferin ohne einen starken Ankerpunkt an der Seite, kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn es darum geht ganz vorne mitzuspielen. Kurz vor den US Open denkt man bei Madison Keys natürlich an das verlorene Finale gegen Sloane Stephens 2017 ("Tränen lügen nicht") und das nicht minder traumatische Halbfinale 2018 gegen Naomi Osaka. Keys konnte keine ihrer 13 Breakchancen nutzen. Ein Aufschlagspiel von Osaka dauerte rund 20 Minuten. Also Madison Keys hatte bisher bei den ganz wichtigen Matches ihre mentalen Probleme (siehe auch die klare Halbfinal-Niederlage bei den French Open 2018 gegen Stephens). Mal sehen was bei den diesjährigen US Open passiert. Man erwartet - nach den letzten Eindrücken - insgeheim eine Erstrunden-Niederlage von Angelique Kerber. Einige vertreten die Theorie, dass Kerber in ungeraden Jahren einfach nichts gewinnen kann. Vor Wimbledon nach Mallorca und Eastbourne (Sieg gegen Halep) schien Kerber Mit-Favoritin. Das schläfrige Aus in Runde zwei hatte keiner auf dem Zettel. Von daher wieso bei den US Open jetzt nicht andersrum? Es ist Damen-Tennis. Da ist alles möglich. Die Weltrangliste scheint - anders als bei den Herren - während Grand Slam Turnieren bei den Damen nicht wirklich zu zählen.

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