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Tennisstar Serena Williams: "Holen wir uns diese 37 Cent zurück!"
DPA

Sie selbst hat in ihrer Karriere mehr als 80 Millionen Dollar allein durch Preisgelder verdient. Nun nutzt Serena Williams ihre Prominenz, um sich für eine gerechte Bezahlung schwarzer Frauen einzusetzen.

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roenga 01.08.2017, 12:23
1. Das alte Lied

Der Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau. Wieder einmal wird lediglich das statistische Durchschnittseinkommen aller schwarzer Frauen in den USA mit dem Durchschnittseinkommen aller weißen Männer verglichen. Dabei wird 'vergessen' zu berücksichtigen wer sich für welche Berufe (mit verschiedenen Gehaltsaussichten) entscheidet und wer wann welche work/life Balance Entscheidungen trifft, also Voll-oder Teilzeit arbeitet, Überstunden schiebt oder nicht, temporär aus dem Beruf aussteigt, generell frühzeitig aus dem Beruf aussteigt usw. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr.

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Bueckstueck 01.08.2017, 12:41
2.

Zitat von roenga
Der Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau. Wieder einmal wird lediglich das statistische Durchschnittseinkommen aller schwarzer Frauen in den USA mit dem Durchschnittseinkommen aller weißen Männer verglichen. Dabei wird 'vergessen' zu berücksichtigen wer sich für welche Berufe (mit verschiedenen Gehaltsaussichten) entscheidet und wer wann welche work/life Balance Entscheidungen trifft, also Voll-oder Teilzeit arbeitet, Überstunden schiebt oder nicht, temporär aus dem Beruf aussteigt, generell frühzeitig aus dem Beruf aussteigt usw. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr.
Deine Schlussfolgerung wäre deinerseits erstmal zu beweisen. Ausserdem lässt du die fehlende Chancengleichheit von Frauen und eben insbesondere schwarzen Frauen ausser acht, deshalb fliegt deine vorangestellte Theorie ebenso aus dem Fenster, es sei denn du kannst sie mit Zahlen belegen.

Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Und das ändert sich nicht wenn die Frau schwarz ist.

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Sonnambulo 01.08.2017, 12:42
3.

Zitat von roenga
Der Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau.
Ich weiß nicht, wie oft Sie in die USA reisen. Ich bin öfter dort, habe kontate mit z.T. sehr gut ausgebildeten Afro-Amerikanern. Ich kann Ihnen versichern, dass das kein "Mythos" (wie sie es nannten) ist, sondern bittere Wahrheit. Auch eine Serena Williams wird es höhstwahrscheinlich besser beurteilen können, als Sie. Oder ich.

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edovonborhardt 01.08.2017, 13:06
4.

Zitat von Bueckstueck
Deine Schlussfolgerung wäre deinerseits erstmal zu beweisen.
Der Mythos Gender Pay Gap ist bereits dutzendfach widerlegt worden, unter anderem sehr eindrücklich von Prof. Cristina Hoff Summers. Wer immer noch daran glaubt ist entweder zu faul/bequem/beschäftigt(?) sich darüber zu informieren, oder aber er informiert sich bewusst nicht weil es seine Ideologie/Weltbild ins wanken bringen könnte

Zitat:Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Zitat Ende
Nein, es ist keine Tatsache, im Gegenteil es ist falsch und im übrigen auch in der USA ungesetzlich. Wenn dem so wäre, könnte man vor Gericht dagegen klagen. Wenn alle Faktoren wie Arbeitszeit, Berufswahl, Qualifikation etc. herausgerechnet werden, verschwinden die Unterschiede im statistischen Rauschen.

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butterbrot 01.08.2017, 13:19
5. Marktwirtschaftlich gesehen...

... würde der proklamierte "Pay-Gap" theoretisch folgendes bedeuten: Die "schwarze Frau" koste pro Leistungseinheit dann ja angeblich weniger Lohn als der " weiße Mann". Ergo könnte in einem Unternehmen mittels Ersetzung der teureren "weißen Männer" durch die günstigeren "schwarzen Frauen" die Lohnstückkosten gesenkt werden. Frage an das Publikum: Warum hören wir nicht von Massenentlassungen weißer Männer und einer dramatisch zurückgehenden Arbeitslosigkeit schwarzer Frauen? Option A: Es handelt sich hier um eine perfide Verschwörung: Unternehmen sind aus purem Rassismus und Sexismus bereit, ihren Aktionären zusätzliche Kosten durch die Anstellung überbezahlter weißer Männer aufzubürden. Oder Option B: der "Pay-Gap" ist lediglich eine statistische Aussage und berücksichtigt vorrangig Faktoren wie Berufswahl, Wochenarbeitsstunden und geleistete Arbeitsjahre und wird von Frau Williams mutwillig oder fahrlässig misinterpretiert, um Publicity zu generieren. Er sagt schließlich rein gar nichts darüber aus, wie viel mehr oder weniger bestimmte Menschen gegenüber bestimmten anderen Menschen verdienen sollten.

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Mastermason 01.08.2017, 13:19
6.

Zitat von Sonnambulo
Ich weiß nicht, wie oft Sie in die USA reisen. Ich bin öfter dort, habe kontate mit z.T. sehr gut ausgebildeten Afro-Amerikanern. Ich kann Ihnen versichern, dass das kein "Mythos" (wie sie es nannten) ist, sondern bittere Wahrheit. Auch eine Serena Williams wird es höhstwahrscheinlich besser beurteilen können, als Sie. Oder ich.
Der Gender-Pay-Gap-Mythos ist beispielsweise vom Statistischen Bundesamt widerlegt worden: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/03/PD17_094_621.html
"Die wichtigsten Gründe für die Differenzen der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste waren Unterschiede in den Branchen und Berufen, in denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt."
(...) Danach kann das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds nicht durch die lohnrelevanten Merkmale erklärt werden. Dieser sogenannte bereinigte Gender Pay Gap lag 2014 bundesweit bei 6 % (unbereinigter Gender Pay Gap 2014: 22 %). Das heißt, dass Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde durchschnittlich 6 % weniger als Männer verdienten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der bereinigte Gender Pay Gap möglicherweise geringer ausgefallen wäre, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die statistischen Analysen zur Verfügung gestanden hätten. So lagen beispielsweise zu den familienbedingten Erwerbsunterbrechungen keine Informationen vor.

Die gleichen Verhältnisse sollten auch in den/für die USA gelten. Es gibt nicht einen Nachweis, dass die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen auf Diskriminierung beruht, sondern auf Lebensentscheidungen der Arbeitnehmerinnen. Das scheint Sie allerdings nicht zu interessieren, sonst kämen Sie nicht mit Ihrem anekdotischen Wissen um die Ecke. Also: Weisen Sie anhand verlässlicher Quellen (bitte keine Frauenmagazine oder ähnlicher Schrott) nach, dass es die "bittere Wahrheit" ist, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts schlechter bezahlt werden.

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no__comment 01.08.2017, 13:22
7.

Zitat von Bueckstueck
Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Und das ändert sich nicht wenn die Frau schwarz ist.
Wenn dem so wäre, wäre es betriebswirtschaftlich gesehen absolut unsinnig, überhaupt noch Männer einzustellen.
Ihr Behauptung ist schlichtweg falsch.

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bauern-muenchen 01.08.2017, 13:37
8. Da staunt der Soziologe!

Obwohl ich als Soziologe bestens mit Statistiken umgehen kann, verstehe ich die angegebenen Werte hier nicht.
"bis zu dem schwarze Frauen in den USA zusätzlich arbeiten müssten" - zusätzlich zu was??? Zu den 12 Monaten, die ein weißer Mann arbeitet?
Das passt übrigens auch nicht zu den 37 cent. Wenn dem tatsächlich so ist, was ich mal glaube, da ich (wei(s)ser Mann;0) zu den Menschen gehöre, die vom gender-pay-gap wissen (!!!), würde das bedeuten, dass schwarze Frauen etwas mehr als ein Drittel mehr arbeiten müssen, um auf den Dollar zu kommen. Was hat das mit dem 31.7. zu tun???

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realist4 01.08.2017, 14:46
9. @ bauern-münchen

Zitat von bauern-muenchen
Obwohl ich als Soziologe bestens mit Statistiken umgehen kann, verstehe ich die angegebenen Werte hier nicht. "bis zu dem schwarze Frauen in den USA zusätzlich arbeiten müssten" - zusätzlich zu was??? Zu den 12 Monaten, die ein weißer Mann arbeitet? Das passt übrigens auch nicht zu den 37 cent. Wenn dem tatsächlich so ist, was ich mal glaube, da ich (wei(s)ser Mann;0) zu den Menschen gehöre, die vom gender-pay-gap wissen (!!!), würde das bedeuten, dass schwarze Frauen etwas mehr als ein Drittel mehr arbeiten müssen, um auf den Dollar zu kommen. Was hat das mit dem 31.7. zu tun???
Es wäre schön gewesen, wenn Sie geschrieben hätten auf welchen Beitrag sie sich beziehen, denn ich konnte dies nicht feststellen, z. B. nirgends einen Hinweis auf den 31.7. finden. Desweiteren ist ihr Beruf kein Nachweis, dass Sie Statistiken richtig interpretieren bzw. nicht voreingenommen sind. Richtig ist jedenfalls, dass die häufig publizierten gender-gaps in dieser Höhe nicht korrekt sind und wirklich Äpfel mit Birnen vergleichen, wie groß der bereinigte Gap wirklich ist, ist aus den vorhandenen Statistiken nicht eindeutig zu bestimmen.

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