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Tennisstar Serena Williams: "Holen wir uns diese 37 Cent zurück!"
DPA

Sie selbst hat in ihrer Karriere mehr als 80 Millionen Dollar allein durch Preisgelder verdient. Nun nutzt Serena Williams ihre Prominenz, um sich für eine gerechte Bezahlung schwarzer Frauen einzusetzen.

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petrapanther 01.08.2017, 14:48
10.

Zitat von roenga
Der Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau. Wieder einmal wird lediglich das statistische Durchschnittseinkommen aller schwarzer Frauen in den USA mit dem Durchschnittseinkommen aller weißen Männer verglichen. Dabei wird 'vergessen' zu berücksichtigen wer sich für welche Berufe (mit verschiedenen Gehaltsaussichten) entscheidet und wer wann welche work/life Balance Entscheidungen trifft, also Voll-oder Teilzeit arbeitet, Überstunden schiebt oder nicht, temporär aus dem Beruf aussteigt, generell frühzeitig aus dem Beruf aussteigt usw. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr.
Mal wieder der Mythos, dass der Gender Pay Gap nur ein Mythos sei!

"Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr."
Nein. Auch wenn man all diese Faktoren und noch weitere berücksichtigt, bleibt immer noch ein Unterschied von 7%:

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/gender-pay-gap-warum-bekommen-frauen-weniger-lohn-a-1024229.html

Wenn man die Ethnizität mitberücksichtigt, wird die Lücke natürlich noch grösser.

Warum gibt es immer noch Leute, die die blosse Existenz des Gender Pay Gap abstreiten? Nun ja, diejenigen, die am meisten von den bestehenden Ungerechtigkeiten profitieren, dürften minderbegabte weisse Männer sein. Diese Gruppe versucht stets lautstark, jede Diskussion zu dem Thema im Keim zu ersticken - denn nichts wird so vehement verteidigt wie ein unverdientes Privileg. Und die beste Methode, ein Privileg zu verteidigen, ist zu behaupten, dass es gar nicht existiere.

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Schweizer 01.08.2017, 15:02
11. Und??

Zitat von Sonnambulo
Ich weiß nicht, wie oft Sie in die USA reisen. Ich bin öfter dort, habe kontate mit z.T. sehr gut ausgebildeten Afro-Amerikanern. Ich kann Ihnen versichern, dass das kein "Mythos" (wie sie es nannten) ist, sondern bittere Wahrheit. Auch eine Serena Williams wird es höhstwahrscheinlich besser beurteilen können, als Sie. Oder ich.
Was bitte hat die Chancengleichheit mit dem Arbeitgeber zu tun, der Angestellte sucht?
Soll er der Chancengleichheit und des Genderpaycap wegen eine schwarze Singelmom ohne Schulabschluss anstellen und bezahlen statt jemanden mit gutem Uniabschluss?

Um zu begreifen, dass Benachteiligung ein Problem der Gesellschaft und des Einzelnen ist muss ich nicht in die USA reisen. Das ist überall so.

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Schweizer 01.08.2017, 15:09
12. Ja ja ja hahaha

Zitat von petrapanther
Warum gibt es immer noch Leute, die die blosse Existenz des Gender Pay Gap abstreiten? Nun ja, diejenigen, die am meisten von den bestehenden Ungerechtigkeiten profitieren, dürften minderbegabte weisse Männer sein. Diese Gruppe versucht stets lautstark, jede Diskussion zu dem Thema im Keim zu ersticken - denn nichts wird so vehement verteidigt wie ein unverdientes Privileg. Und die beste Methode, ein Privileg zu verteidigen, ist zu behaupten, dass es gar nicht existiere.
Ich arbeite im Solarbereich. In den Fortbildungen die ich besuche ist der Frauenanteil genau 0. Meistens. Wessen Schuld ist das??

"minderbegabte weisse Männer" Wissen sie von was sie reden??
Minderbegabte weisse Männer laufen hinten Müllautos her und haben ähnlich bescheidene und gefährliche Jobs. Minderbezahlt mit minderer Lebenserwartung. Ich wäre dafür hier eine Quotenregelung ein zu führen :D :D :D

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petrapanther 01.08.2017, 15:10
13.

Zitat von butterbrot
... würde der proklamierte "Pay-Gap" theoretisch folgendes bedeuten: Die "schwarze Frau" koste pro Leistungseinheit dann ja angeblich weniger Lohn als der " weiße Mann". Ergo könnte in einem Unternehmen mittels Ersetzung der teureren "weißen Männer" durch die günstigeren "schwarzen Frauen" die Lohnstückkosten gesenkt werden. Frage an das Publikum: Warum hören wir nicht von Massenentlassungen weißer Männer und einer dramatisch zurückgehenden Arbeitslosigkeit schwarzer Frauen? Option A: Es handelt sich hier um eine perfide Verschwörung: Unternehmen sind aus purem Rassismus und Sexismus bereit, ihren Aktionären zusätzliche Kosten durch die Anstellung überbezahlter weißer Männer aufzubürden. Oder Option B: der "Pay-Gap" ist lediglich eine statistische Aussage und berücksichtigt vorrangig Faktoren wie Berufswahl, Wochenarbeitsstunden und geleistete Arbeitsjahre und wird von Frau Williams mutwillig oder fahrlässig misinterpretiert, um Publicity zu generieren. Er sagt schließlich rein gar nichts darüber aus, wie viel mehr oder weniger bestimmte Menschen gegenüber bestimmten anderen Menschen verdienen sollten.
"Option A: Es handelt sich hier um eine perfide Verschwörung: Unternehmen sind aus purem Rassismus und Sexismus bereit, ihren Aktionären zusätzliche Kosten durch die Anstellung überbezahlter weißer Männer aufzubürden."

Nein, eine 'Verschwörung' ist gar nicht notwendig. Es genügt, wenn in den Köpfen (einer hinreichenden Anzahl) der verantwortlichen Personalchefs unbewusste Vorurteile existieren. Und dass dies der Fall ist, ist bekannt - selbst Wissenschaftler sind davor nicht gefeit.

http://gender.stanford.edu/news/2014/why-does-john-get-stem-job-rather-jennifer

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DerweißEwal 01.08.2017, 15:40
14. I, privileged

Zitat von petrapanther
Warum gibt es immer noch Leute, die die blosse Existenz des Gender Pay Gap abstreiten? Nun ja, diejenigen, die am meisten von den bestehenden Ungerechtigkeiten profitieren, dürften minderbegabte weisse Männer sein. Diese Gruppe versucht stets lautstark, jede Diskussion zu dem Thema im Keim zu ersticken - denn nichts wird so vehement verteidigt wie ein unverdientes Privileg.
Ja, da ist was dran. Wenn man Männer fragt, gibt es überhaupt keine Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau. Und bei Weiß/Schwarz sieht's genauso aus. Meistens jedenfalls.

Aber ganz nebenbei finde ich es immer sympathisch, wenn Millionäre sich für jene engagieren, für die 37 Cent eine Menge Geld ist, weil sie teilweise ungerecht entlohnt werden. Dass Williams sich damit nicht nur Freunde machen würde, war zu erwarten.

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ichwillauchnochmeinensenf 01.08.2017, 15:51
15.

An den Soziologen: Wenn Person A für die gleiche Leistung nur 63 Pro(Cent) des Gehaltes vom Person B erhält, muss diese über 50 % mehr arbeiten, um auf das gleiche Gehalt zu kommen. Das passt so schon.
Ansonsten: Selbst wenn es gleiche Bezahlung gäbe, würde die vorhandene Diskriminierung immer noch Chancen verbauen, gut bezahlte Jobs zu bekommen. Auch auf Ungerechtigkeiten kann oft nur mit plakativen Aktionen aufmerksam gemacht werden. Wir machen die Welt nicht besser, wenn diese einfach abstreiten und Statistiken heranziehen, die uns ein gutes Gefühl geben, aber an der Realität vorbei gehen.

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jkutzner 01.08.2017, 17:21
16. Tut sie noch mehr..

...außer in einem Gastbeitrag die "37 Cent" zurückzufordern? Tolles Engagement...

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Mindbender 01.08.2017, 18:46
17.

Zitat von Bueckstueck
Deine Schlussfolgerung wäre deinerseits erstmal zu beweisen. Ausserdem lässt du die fehlende Chancengleichheit von Frauen und eben insbesondere schwarzen Frauen ausser acht, deshalb fliegt deine vorangestellte Theorie ebenso aus dem Fenster, es sei denn du kannst sie mit Zahlen belegen. Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Und das ändert sich nicht wenn die Frau schwarz ist.
Falsch. Der, der _fordert_, muss beweisen. Ist es eine "Tatsache" das Frauen "mit gleichen Qualifikationen, unter gleichen Bedingungen im gleichen Job" weniger verdienen?
Dafür bitte, wie gesagt, Quellen und Beweise.
Letztlich ganz simpel. Gleiche Qualifikationen, gleiche Berufserfahrung, gleiche Jobbeschreibung, gleiches Dienstalter und Effizienz im Unternehmen gegenüberstellen und vergleichen.
Gibt's darüber Studien?

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power.piefke 01.08.2017, 21:59
18. Was vielen gar nicht klar ist:

Ingenieure verdienen im Schnitt immer noch ne ganze Ecke weniger als Einkommensmillionäre! Ich bin da für eine rasche Angleichung. Dieser Vergleich ist erschütternd und hat die gleiche statistische Aussagekraft wie der Vergleich von schwarzen Frauen mit weißen Männern.

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saubereLuft 01.08.2017, 23:44
19.

Zitat von butterbrot
... würde der proklamierte "Pay-Gap" theoretisch folgendes bedeuten: Die "schwarze Frau" koste pro Leistungseinheit dann ja angeblich weniger Lohn als der " weiße Mann". Ergo könnte in einem Unternehmen mittels Ersetzung der teureren "weißen Männer" durch die günstigeren "schwarzen Frauen" die Lohnstückkosten gesenkt werden. Frage an das Publikum: Warum hören wir nicht von Massenentlassungen weißer Männer und einer dramatisch zurückgehenden Arbeitslosigkeit schwarzer Frauen?
Weil sich außer Ihnen und no_comment (#7) niemand der äußerst begrenzten Logik hingibt, dass für eine Einstellung das anschließend zu zahlende Gehalt das einzige Kriterium sei.
Zudem wird noch von der unrealistischen Voraussetzung ausgegangen, dass für alle Männer in allen Betrieben ausreichend (schwarze) Frauen zur Verfügung stehen.

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