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Top-Schwimmer gegen Weltverband: Klagen, die die olympische Welt verändern könnten
AFP

Zwei Olympiasieger und ein Milliardär fechten das Wettkampfmonopol des Schwimm-Weltverbands an. Die Klagen könnten weitreichende Folgen haben: Das gesamte olympische System kommt auf den juristischen Prüfstand.

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swandue 09.12.2018, 21:00
1.

Geniales Geschäftsmodell: Milliarden Dollar umsetzen, aber die Hauptpersonen kriegen nichts und die Helfer arbeiten auch ehrenamtlich.

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JürgenZ 09.12.2018, 21:00
2. Endlich

Das wird auch mal Zeit. Athleten sollten - wie jeder andere Arbeitnehmer auch - die Wahl haben, für wen sie arbeiten. Das verbessert die Arbeitsbedingungen. (siehe Magdalena Neuner und die olympischen Spiele)

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practicus 09.12.2018, 21:43
3. Alle gleich

Offensichtlich sind alle internationalen Sportverbände - FIFA, FINA, IOC und wie sie alle heißen mögen - völlig durchseucht von geld- und machtgierigen Muktifunktionären, die den Hals nicht vollkriegen.
Das sind nur mehr kriminelle Organisationen, in denen Korruption und Nepotismus fröhliche Urstände feiern.
Es wird Zeit, dass die Schweiz aufhört, diesem Teil der OK Gastrecht und Steuerprivilegien zu gewähren.
Sollen sie doch auf den Bahamas residieren, damit alle gleich wissen, was der Hauptzweck dieser (ge)meinnotzigen Vereinigungen ist...

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RalfHenrichs 09.12.2018, 22:27
4. Verstehe ich das richtig,

wäre bei Erfolg der Klage der Schwimmsport zerstört. Ich habe das Gefühl, dass es dann wie beim Profisport enden könnte, den ja auch niemand mehr ernst nimmt. Klar, die Sportler verdienen da Millionen. Aber das Problem: es gibt x-Verbände und entsprechend viele Weltmeister. Nicht zwingend die Besten kämpfen gegeneinander sondern die, mit denen man das meiste Geld verdienen kann. Niemand nimmt das Profiboxen mehr ernst - außer als Teil der Unterhaltungsindustrie, aber nicht als Sport. Dass der Schwimmverband nicht alles richtig macht und reformiert gehört, ist sicherlich richtig. Aber das scheint mir definitiv nicht der richtige Weg zu sein.

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fred_m 09.12.2018, 22:29
5. Verzögerte Auszahlung

Zitat:
"Das IOC aber zahlt kein Preisgeld und die Fina im Vergleich zu den Einnahmen äußerst wenig."

Ein Teil derjenigen, die das Geld in die Kasse bringen, wird später dafür belohnt. Es reicht aus, eine Funktion in einer Organistion wie IOC, FIFA oder Fina zu ergattern. Das darf man sich ganz ungeniert bedienen von den gut gefüllten Kassen.

Es ist halt ein etwas unübliches, aber für einige der Beteiligten sehr vorteilhaftes Geschäftsmodell.

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maphry 09.12.2018, 22:47
6. Das wird nichts...

Piratenligen gegen Weltverbände gibt es seit Jahrzehnten. Am bekanntesten wohl im Cricket, und bisher hat noch keiner dieser Piratenligen ernsthaft eine Chance gehabt, wenn Weltverbände es nicht hingenommen haben. Das ist schon durch zu viele Gerichte gegangen als dass nun ernsthaft eine Chance besteht das sich hier etwas ändert.

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GerhardFeder 09.12.2018, 22:58
7. The Winner is ...

Das Tollste an der ganzen "Sport"-Vermaktung, alle Bürger finanzieren über Werbekosten, Rundfunkbeitrag und Steuern die Gewinne der Sportfunktionäre mit.

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jujo 09.12.2018, 22:59
8. ....

Auch der naivste Sportler hat inzwischen mitbekommen, das auf ihrem Rücken hunderte von Millionen Dollar umgesetzt und verdient werden. Eine Teilhabe am Geld ist dann nicht mehr als berechtigt.
Wenn sich jetzt neben den Verbände Profistrukturen gründen und eigene Veranstaltungen abseits der Verbände machen muss denen Sorge bereiten. Keinem Spitzensportler ist dann mehr zu erklären, warum er für lau oder ein Trinkgeld an einer offiziellen Meisterschaft des Verbandes teilnehmen soll, wenn er für viel Geld gegen die gleichen Gegner an einer Verbandsfreien Veranstaltung teilnehmen kann.
Stell dir vor es ist Olympia und es nehmen nur Amateure teil. Die Profis machen ihr eigenes Ding

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quark2@mailinator.com 09.12.2018, 23:48
9.

Ganz richtig. Profisport ist Präsentation körperlicher Leistung gegen Geld, wie etwa auch beim Eisenbieger im Zirkus. Das geht bis hin zur Bekleidung, wo etwa Adidas oder Nike vermarktet werden. Da das alles nur in der Illusion etwas mit dem ehemaligen Gedanken des Amateursports zu tun hat, bei dem es wirklich um die sportliche Leistung als solche zur Ehre des Landes geht, ist es auch naheliegend, es als das zu beurteilen, was es ist - ein auf ökonomischen Gewinn abzielendes Milliardengeschäft. Da hat niemand einen Anspruch auf ein Monopol. Schöne war die Sache früher, als Werbung verboten war und zumindest formal nur Amateure antreten durften, aber was wir heute haben, ist reine Unterhaltungswirtschaft, finde ich.

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