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Tour de France: Die Schlacht der Pyrenäen
Philippe Lopez/AFP

Seit mehr als hundert Jahren gehören die Pyrenäen-Etappen zu den Höhepunkten der Tour. Das liegt auch am Verhältnis der Franzosen zu den Bergen. Diese sind ihnen merkwürdig fremd - es sei denn, die Radprofis kommen.

Sibylle1969 18.07.2019, 11:28
1.

Der Col du Tourmalet war einer der Höhepunkte in meinem Radfahrerleben. Hart, aber toll, als ich oben ankam. Bei perfektem Wetter Ende August 2006.

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Emil Peisker 18.07.2019, 11:30
2. Mein Favorit...

In den bisherigen Etappen, die Bergwertungen vergaben, haben sich die Kletterer nicht mit Ruhm bekleckert.
Quintano zum Beispiel, hat die bisherigen Berge nicht nutzen können, um seine Position im Klassement zu verbessern.

Andere, so z.B. Alaphilippe, haben erstaunliche Ausdauer in den Bergen bewiesen. Es ist möglich, dass er die
reinen Kletterer überrascht.

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pekavapav 18.07.2019, 11:57
3.

@Sibylle1969: Kompliment!
Tourmalet der Härteste, d´Aubisque der Schönste.
Ich durfte sie alle 2018 mit dem Motorrad erleben. Und dabei immer mit dem Gedanken: "DA mit dem Rad hoch???" Dopingdiskussion hin oder her: Für mich sind alle Helden, die das mit dem Rad fahren.

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brux 18.07.2019, 12:02
4. Aua

Der Spiegel hat hier ein echtes Problem mit seinem angeblichen Frankreich-Korrespondenten.
Herr Blume analysiert Frankreich auf der Basis von Kneipengesprächen in Paris. Der Rest ist wohl aus Tourismusbrochüren übernommen.
Das mag bequem sein, hat mit Journalismus aber nur entfernt zu tun.
Paris ist nicht Frankreich, und Kneipenbesucher sind nicht repräsentativ. Was Blume mit seinem schräg verkitschtem Frankreichbild bewirken will, erschliesst sich mir nicht.
An guten Tagen sehe ich die Pyrenäen von meiner Terrasse und diese Berge sind hier in jedermanns Bewusstsein. Und das seit Karl dem Grossen, der hier die Araber bekämpfte und die europäische Zivilisation verteidigte. Übrigens führt auch der Jakobsweg über die Pyrenäen, noch so eine grosse europäische kulturelle Konstante, auch wenn das in Pariser Kneipen wohl weniger bekannt ist.
Diese Art Journalismus, der uns irgendwie das Fremde vermitteln will, ist völlig aus der Zeit gefallen.

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murun 18.07.2019, 12:16
5. Na ja...

Zitat von Emil Peisker
In den bisherigen Etappen, die Bergwertungen vergaben, haben sich die Kletterer nicht mit Ruhm bekleckert. Quintano zum Beispiel, hat die bisherigen Berge nicht nutzen können, um seine Position im Klassement zu verbessern. Andere, so z.B. Alaphilippe, haben erstaunliche Ausdauer in den Bergen bewiesen. Es ist möglich, dass er die reinen Kletterer überrascht.
So richtige Kracher waren bei den bisherigen Bergwertungen ja nicht dabei. Dass da kämpferische Allrounder wie Alaphilippe da vorn mitfahren, ist nicht verwunderlich.
Die richtigen Klettercracks steigen doch immer erst ein, wenn es ins richtige Hochgebirge (Alpen, Pyrenäen) mit wirklich eklig steilen Pässen geht. Wenn die dann loslegen, wird Alaphilippe (den ich sehr mag) nur noch die nicht vorhandenen Rücklichter sehen. ;)

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Sibylle1969 18.07.2019, 12:40
6. @3 pekavapav

Das allerhärteste in meinem Radfahrerleben war das Stilfser Joch (Südtiroler Seite), an einem Tag mit perfektem Wetter Ende August 2009).

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pekavapav 18.07.2019, 13:37
7.

Zitat von murun
So richtige Kracher waren bei den bisherigen Bergwertungen ja nicht dabei. Dass da kämpferische Allrounder wie Alaphilippe da vorn mitfahren, ist nicht verwunderlich. Die richtigen Klettercracks steigen doch immer erst ein, wenn es ins richtige Hochgebirge (Alpen, Pyrenäen) mit wirklich eklig steilen Pässen geht. Wenn die dann loslegen, wird Alaphilippe (den ich sehr mag) nur noch die nicht vorhandenen Rücklichter sehen. ;)
Stimmt. Es geht in ein paar Stunden erst richtig los.
Ineos/Thomas machen das wieder. Wäre schön, wenn´s anders wäre.

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hooge789 18.07.2019, 17:56
8.

Zitat von brux
"Der Spiegel hat hier ein echtes Problem mit seinem angeblichen Frankreich-Korrespondenten."
@brux, da bin ich ganz bei Ihnen. Viele Frankreich-Artikel im Spiegel sind erschreckend schwach. Dieser hier reiht sich da problemlos ein. Als wenn ein Franzose der nahe den Pyrenäen wohnt, kein Verhältnis zu den Bergen hätte. Im Sommer gehen die Leute dort wandern und im Winter fahren sie dort Ski. Ist doch vollkommen normal, dass man die Vorteile einer Region nutzt. Das ist in Frankreich nicht anders als in Deutschland.

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murun 18.07.2019, 21:20
9. Wow.

Zitat von Sibylle1969
Das allerhärteste in meinem Radfahrerleben war das Stilfser Joch (Südtiroler Seite), an einem Tag mit perfektem Wetter Ende August 2009).
Das ist bewundernswert. Gegen das Stilfser Joch sind die meisten Tour-de-France-Gipfel Kinkerlitzchen. Hut ab, ich hab das nicht geschafft (wenn ich auch bescheidenes Wetter mit Niederschlag und Wind hatte).

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