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Tour-de-France-Fahrer Buchmann: Tritt für Tritt bergauf
Christophe Ena DPA

Lange war kein Deutscher bei der Tour so gut platziert wie Emanuel Buchmann derzeit. Der 26-Jährige ist kein Spektakel-Fahrer. Aber immer zur Stelle, wenn es zur Sache geht. Seine Lieblingsetappen kommen erst.

taglöhner 17.07.2019, 12:26
1. Jeder ein Held

Ich liebe sie, die oft so bescheidenen, stillen Stars der mit Abstand härtesten Nummer, die Leistungssport weltweit zu bieten hat.
Der philosophisch-schüchterne schwäbisch-akribische Arbeiter Emi Buchmann und der wirklich coole, extrovertierte und gleichzeitig faire Teamplayer und Sportsmann und atemberaubende Rad-Akrobat Peter Sagan sind eine tolle Kombination dieses Jahr. Da hat Bora ein glückliches Händchen bewiesen.
Heute kann Sagan nochmal Punkte sammeln, vielleicht am Ende aufblitzen, dann kommt Buchmanns Woche. Ich freu mich.

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lana.berger 17.07.2019, 14:10
2. Gerade diese Ruhe und Bescheidenheit ...

macht ihn so sympathisch. Weiter so, Schritt für Schritt! ^^

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M. Vikings 17.07.2019, 14:26
3.

Zitat von taglöhner
Ich liebe sie, die oft so bescheidenen, stillen Stars der mit Abstand härtesten Nummer, die Leistungssport weltweit zu bieten hat. Der philosophisch-schüchterne schwäbisch-akribische Arbeiter Emi Buchmann und der wirklich coole, extrovertierte und gleichzeitig faire Teamplayer und Sportsmann und atemberaubende Rad-Akrobat Peter Sagan sind eine tolle Kombination dieses Jahr. Da hat Bora ein glückliches Händchen bewiesen. Heute kann Sagan nochmal Punkte sammeln, vielleicht am Ende aufblitzen, dann kommt Buchmanns Woche. Ich freu mich.
Peter Sagan hat sich bei mir nach den zwei Vorfallen
bei der letztjährigen Tour, vor Allem dem mit Mark Cavendish,
aus der Sympathieliste herausgeschossen.
Der fährt für mich auf „Bewährung“,
mal abwarten ob der es wieder in meine Liste schafft.

Sein kurz angebundenes und beleidigtes Interview,
nach seinem zweiten Platz am Ende der dritten Etappe,
zeugt nicht unbedingt von großem Sportsgeist
und hat jedenfalls nicht dazu beigetragen.

Was allerdings die bescheidenen
durch sportliche Leistungen glänzenden Sportler angeht,
schließe ich mich Ihnen an.
Das sind auch meine Lieblingssportler.

Emanuel Buchmann gehört unbedingt dazu.

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taglöhner 17.07.2019, 14:57
4.

Zitat von M. Vikings
Peter Sagan hat sich bei mir nach den zwei Vorfallen bei der letztjährigen Tour, vor Allem dem mit Mark Cavendish, aus der Sympathieliste herausgeschossen. Der fährt für mich auf „Bewährung“, mal abwarten ob der es wieder in meine Liste schafft. Sein kurz angebundenes und beleidigtes Interview, nach seinem zweiten Platz am Ende der dritten Etappe, zeugt nicht unbedingt von großem Sportsgeist und hat jedenfalls nicht dazu beigetragen. Was allerdings die bescheidenen durch sportliche Leistungen glänzenden Sportler angeht, schließe ich mich Ihnen an. Das sind auch meine Lieblingssportler. Emanuel Buchmann gehört unbedingt dazu.
Das Ding mit Cavendish im Sprint hat sich doch später als völlig korrekt herausgestellt. Sagte Cavendish selbst ja auch sofort danach.
Da war er für mich auch erst mal gestorben, aber es war wirklich nichts dran, die Perspektive täuschte und er wurde auch rehabilitiert von der UCI.
https://spectator.sme.sk/c/20711471/sagans-crash-with-cavendish-during-the-tour-was-unintentional-cycling-association-acknowledgesd.html

Sein gelegentliches Maulen mit sowieso immer finsterem Blick nehme ich meist als ironisch auf. Sprinter sind direkt danach eh nicht zurechnungsfähig.
Aber ich spielte auch eher auf seinen Teamgeist und seine Kollegialität im Peloton an, wo er wohl echt mit allen gut kann und allgemein sehr beliebt ist, was bei Superstars eher nicht die Regel ist.

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hooge789 17.07.2019, 16:34
5. Ich freue mich auch auf die Bergetappen.

Ohne Zweifel ist er Deutschlands bester Kletterer. Ob das reicht um mit den weltweit besten Kletterern bei JEDER Bergetappe mitzuhalten, wird sich erst noch zeigen. Ich wünsche ihnen viel Glück, Herr Buchmann.

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decathlone 17.07.2019, 17:22
6. Bisher war die Tour erfrischend anders...

... viele Überraschungen. Die auf den ersten Blick langweilige und etwas ambitionslose Streckenführung entpuppt sich als gelungenes Gesamtkunstwerk von Thierry Gouvenou. Die Mittelgebirgsetappen sind sehr spannend. Mal sehen, ob Ineos/Sky wirklich nicht den Grip hat wie sonst immer. Morgen Abend wissen wir vielleicht mehr. Buchmann ist auf jeden Fall ein Platz in den Top-Ten zuzutrauen. Bora hat bisher alles richtig gemacht. Eindrucksvoll aber auch das holländische Lotto-Team und Tony Martin, der anscheinend die ganze Tour von vorne fahren will.

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Androupolis 17.07.2019, 20:30
7.

Buchmann ist, wenn er weiter an sich arbeitet, ein Mann der in Zukunft die Tour gewinnen kann. Dieses Jahr dürfte noch zu früh kommen, auch wenn man es nicht ganz ausschließen kann. Ineos ist dafür einfach zu stark. Man hat es am Sonntag kurz gesehen als Bardet ausbrechen wollte. Kwiatkowski und Poels erhöhten kurz die Pace und schon war er wieder gestellt. Das macht es so schwer Thomas oder Bernal zu schlagen. Ineos ist einfach in der Lage fast alle Angriffe abzuwehren. Und selbst dann sind Thomas und Bernal immer noch stark genug mit den anderen mitzuhalten. Dazu kommt noch die Stärke im Zeitfahren. Buchmann kann, wenn alles perfekt läuft bis aufs Podium fahren, aber mehr nicht. Und da müsste es wirklich perfekt laufen.
Aber in Zukunft hat er es drauf, wenn er sich weiter verbessert wie z. B im Zeitfahren.
Ich beobachte ihn schon seit ein paar Jahren und muss sagen, das Denk und Bora Hansgrohe da einen tollen Job machen. Emu wurde langsam und behutsam aufgebaut. Wenn sie das weiter so durchziehen kann er es eines Tages packen.

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