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Trainerwechsel - Was bringt das Heuern und Feuern?

Die Auswechslung des Trainers gilt als Allheilmittel im Profifußball. Doch was bringt das Feuern der Übungsleiter wirklich? Lenken die Maßnahmen oft nur von den wirklichen Problemen innerhalb einer Mannschaft oder eines Vereines ab? Welche Beispiele gab es in den vergangenen Jahren für sinnvolle Neuverpflichtungen, wo führte ein Trainerwechsel trotzdem zur sportlichen Katastrophe?

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Umberto 30.01.2006, 14:26
1.

Zitat von sysop
Die Auswechslung des Trainers gilt als Allheilmittel im Profifußball. Doch was bringt das Feuern der Übungsleiter wirklich? Lenken die Maßnahmen oft nur von den wirklichen Problemen innerhalb einer Mannschaft oder eines Vereines ab?
Das geht doch immer nach dem altbewährten Motto: Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage nur einen.

Es ist doch viel einfacher nur einen, den Trainer, auszutauschen, als wesentliche, den Ansprüchen nicht genügende Teile der Mannschaft. Ist auch wohl eine Frage der Finanzierung. Denn wenn es auf dem Platz nicht läuft, tröpfelt es nur noch in die Kasse (statt zu fliessen).

Der Mißerfolg eines Trainers kann doch auch damit zusammenhängen, dass man den "Richtigen" gar nicht erst bekommen hat, sondern nehmen mußte, was übrig war und zur Vereinsfinanzlage paßte.

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Paolo 31.01.2006, 09:03
2.

Zitat von Umberto
Das geht doch immer nach dem altbewährten Motto: Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage nur einen. Es ist doch viel einfacher nur einen, den Trainer, auszutauschen, als wesentliche, den Ansprüchen nicht genügende Teile der Mannschaft. Ist auch wohl eine Frage der Finanzierung. Denn wenn es auf dem Platz nicht läuft, tröpfelt es nur noch in die Kasse (statt zu fliessen). Der Mißerfolg eines Trainers kann doch auch damit zusammenhängen, dass man den "Richtigen" gar nicht erst bekommen hat, sondern nehmen mußte, was übrig war und zur Vereinsfinanzlage paßte.
In der Tat. Wenn Mannschaften gewinnen, schieben sich die dicklichen, zigarrerauchenden, sesselpupsenden Funktionäre in den Vordergrund. Wird mal verloren, muß der Trainer seinen Hut nehmen.

Und schaut man sich den 1. FC Köln an, sieht man, dass ein Trainerwechsel gar nichts bringt. Seit mehr als 6 Jahren krebsen die zwischen 2. und 1. Liga hin und her. Das kann ja wohl nicht am Trainer liegen. Die Jungs haben Beine, die sie kaum noch zum Laufen verwenden.

Im übrigen bringen diese eine Kontinuität entgegenstehenden Wechsel nur Unruhe in den Betrieb.

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Dr. Gonzo 10.02.2006, 12:14
3.

"Den größten Fehler, den wir jetzt machen könnten, wäre, die Schuld beim Trainer zu suchen."
Karl-Heinz Körbel (als Trainer von Eintracht Frankfurt)

"Tagsüber, wenn die Sonne scheint, ist es hier noch wärmer!"
Heribert Faßbender (auf Teneriffa)

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Umberto 10.02.2006, 15:52
4. Armer VfB ???

Zitat von Umberto
Ist auch wohl eine Frage der Finanzierung. Denn wenn es auf dem Platz nicht läuft, tröpfelt es nur noch in die Kasse (statt zu fliessen).
Der "teure" Trapattoni geht, der "billigere" Armin Veh kommt. Na, wenn das mal gut geht.

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Gosch 10.02.2006, 17:05
5.

Zitat von sysop
Die Auswechslung des Trainers gilt als Allheilmittel im Profifußball. Doch was bringt das Feuern der Übungsleiter wirklich? Lenken die Maßnahmen oft nur von den wirklichen Problemen innerhalb einer Mannschaft oder eines Vereines ab? Welche Beispiele gab es in den vergangenen Jahren für sinnvolle Neuverpflichtungen, wo führte ein Trainerwechsel trotzdem zur sportlichen Katastrophe?
Im Zusammenhang mit Trainerentlassungen klingt oft so ein mitleidiger Unterton mit: der arme Kerl, hat es nicht verdient, Schuld ist doch dieses und jenes... Ich meine, man darf eine Trainerentlassung nicht mit der Entlassung eines "normalen" Arbeitnehmers gleichsetzen. Jeder Trainer wird wegen Erfolgslosigkeit das eine oder andere Mal entlassen. Vermutlich kommen auf jeden erfüllten Trainervertrag 20 Verträge, die vorzeitig aufgelöst werden. Eine Entlassung ist für einen Trainer eine ebenso unvermeidliche Sache wie eine Zerrung für einen Spieler, Berufsrisiko halt.
Die Gründe für Trainerentlassungen sind ja nu auch nicht über einen Kamm zu scheren - wenn das Verhältnis zur Mannschaft erschüttert ist, bleibt den Verantwortlichen kaum etwas anderes übrig, als den Trainer zu entlassen. In den meisten Fällen allerdings ist es schlicht ein Akt der Verzweiflung, nämlich der einzige Impuls, den das Management mitten in einer Saison noch anbringen kann, um eine sportliche Trendwende herbeizuführen. Statistisch gesehen Unfug, aber zur Demonstration von "Entschlossenheit" und "aktiver Krisenbewältigung", sprich: zur Beruhigung der Öffentlichkeit durchaus wirksam.

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Rainer Helmbrecht 10.02.2006, 17:58
6.

Der Trainerwechsel hat sich im Großen, Ganzen bewährt. Ebenso, dass man so nach 2-3 versch....Spielen den Burschen rausschmeisst. Wenn man nun weiss, dass es hilft, warum übernimmt man das nicht in der Politik?

Der Schrödi hat 7 Jahre das Gnadenbrot bekommen und die Merkel hat auch schon das halbe Brot verfrühstückt;O). Also, wann haben wir den nächsten Trainerwechsel?

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Umberto 13.02.2006, 02:56
7.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Der Trainerwechsel hat sich im Großen, Ganzen bewährt.
Eben, hat man am Samstag beim VfB Stuttgart gesehen. Bisher hatten sie in dieser Saison auswärts noch nicht vorloren. Der neue Trainer, Armin Veh, hat das sofort geändert.

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Paolo 13.02.2006, 09:30
8.

Zitat von Umberto
Eben, hat man am Samstag beim VfB Stuttgart gesehen. Bisher hatten sie in dieser Saison auswärts noch nicht vorloren. Der neue Trainer, Armin Veh, hat das sofort geändert.
Beim 1. FC Köln ist das leider - bisher - nicht eingetreten. Mißerfolg muß wohl auch an anderen Personen liegen, als nur am Trainer...

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Umberto 13.02.2006, 10:24
9.

Zitat von Paolo
Beim 1. FC Köln ist das leider - bisher - nicht eingetreten. Mißerfolg muß wohl auch an anderen Personen liegen, als nur am Trainer...
Mir scheint, Sie haben mich missverstanden. Der arme Armin Veh hat es fertig gebracht, in seinem 1. Spiel bei Stuttgart die erste Auswärtsniederlage der Saison zu kassieren. Alles andere als ein Erfolg.
Der FC Köln hat doch gestern nicht verloren. Punkten wird er gegen Mannschaften müssen, die weniger ambitioniert sind als Dortmund, und personell schlechter besetzt. Wahrscheinlich hat doch Dortmund vor allem gegen Herrn Meier gespielt.

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