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Trends der EM: Titel, Thesen, Treterinnen
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Vieles war anders bei dieser Fußball-EM der Frauen - nicht nur, weil Seriensieger Deutschland früh ausschied. Lag es an der fehlenden Erfahrung von Steffi Jones? Gab es taktische Neuerungen?

zaunreiter35 07.08.2017, 21:50
1. Hmm...

Frau Lahr-Eigen, wenn ich das richtig sehe, schreiben Sie ja auch im Bayern-Blog und beschreiben sich als "Potsdamer Zugereiste". Und auf dem Weg nach Hamburg hätten Sie mal das Potsdamer Urgestein interviewen können, was er von dieser EM hält.
Ich widerspreche mal im letzten Punkt: "England ist das neue Frankreich".
Dem ist nicht so. Sie haben sich bei der WM 2015 die Bronzemedaille erarbeitet. Die haben schon was! La France, das schöne Spiel der goldenen Generation mit Necib, Abily, Franco, Bompastor hat 2011 (WM-Vierter), 2012 (Olympiavierter), 2013 (EM-Halbfinale), 2015 (WM-Viertelfinale) und jetzt 2017 (EM-Viertelfinale) zu keiner Medaille geführt. England hat seinen Angstgegner Frankreich nach endlosen 43 Jahren besiegt.
Das Problem Frankreichs heißt Olympique Lyon. Da hat sich Monsieur Aulas eine Weltauswahl zusammengebastelt, PSG ebenfalls. Die dominieren die Liga nach Belieben. Dann treffen sie sich halt das dritte mal in der Saison im Finale des Coupe de France und dieses Jahr halt zusätzlich im CL-Endspiel. Wenn ich das weiß, dann ist mir auch klar, warum das Torwart- und Stellungsspiel einer Sara Bouhaddi, die das Jahr über wenig zu tun hat, in entscheidenden Spielen in der Natio Schwächen aufzeigt. Über ihr "laissez-faire", die so eine naive Unbekümmertheit ausstrahlt, reg ich mich jedes mal auf! Aber sie weiß halt auch, dass vor ihr eine Wendie Renard, eine Laura Georges, ihr da schon helfen.

Ach...noch einige Anmerkung zu der taktischen Variabilität. Laut Dominik Thalhammer können die Frauen Austrias vier verschiedene Systeme spielen und auch mitten im Spiel umschalten.
Die Niederlande - die saugen das 4-3-3 schon mit der Muttermilch auf. Ich hab heute irgendwo gelesen, dass Frau Wiegmann meinte, sie würden damit aufwachsen, weil das "holländische Natur" sei. Und wer eine Martens - Miedema - van de Sanden hat, der brauch sich keine Sorgen zu machen.

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micheleyquem 07.08.2017, 22:11
2. Die Antwort ist einfach: Frauen Fussball hat sich zurück entwickelt !

Es war generell ein grausames Gekicke, herausragend gerade in dieser Kategorie: die deutsche Mannschaft.
Das war eine Zumutung ! Der Aufwand und die Kosten für die Zwangsgebühren-Zahler waren eine Beleidigung !

Das ganze Geld hätte man für die Förderung vom Möglichkeiten zum Fussballspielen von Kindern und Jugendlichen BEIDERLEI Geschlechts, ZUSAMMEN, benutzen sollen, so wie das weltweit üblich ist.
Fussball spielen macht Spass, für beide Geschlechter. Es ist schlimm genug in welches Business der Männer Fussball ausgeartet ist, aber immerhin zeigen die Leistungen..
Es ist pervers solche Fussballerinnen als Profis zu bezahlen, die dann auch noch gleiche Bezahlung fordern.

Das stinkt alles zum Himmel!

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zaunreiter35 08.08.2017, 23:02
3. Und auch für Sie gilt:

Zitat von micheleyquem
Es war generell ein grausames Gekicke, herausragend gerade in dieser Kategorie: die deutsche Mannschaft. Das war eine Zumutung ! Der Aufwand und die Kosten für die Zwangsgebühren-Zahler waren eine Beleidigung ! Das ganze Geld hätte man für die Förderung vom Möglichkeiten zum Fussballspielen von Kindern und Jugendlichen BEIDERLEI Geschlechts, ZUSAMMEN, benutzen sollen, so wie das weltweit üblich ist. Fussball spielen macht Spass, für beide Geschlechter. Es ist schlimm genug in welches Business der Männer Fussball ausgeartet ist, aber immerhin zeigen die Leistungen.. Es ist pervers solche Fussballerinnen als Profis zu bezahlen, die dann auch noch gleiche Bezahlung fordern. Das stinkt alles zum Himmel!
Fernseher ausmachen, wenn es Sie quält.
Ich fand es gut, dass alle Spiele auf ARD, ZDF, deren Online-Streams, ARD-One und Eurosport gezeigt worden sind.

1. Punkt: "Equal pay" - gleiche Bezahlung: Wenn ich mich recht erinnere ist das ein Anliegen des US-WNT. Weil die erfolgreicher sind als die Männer. Die US-Liga spart Geld ein, indem der Nationalspielerinnen-Pool von Kanada und der USA von den jeweiligen Föderationen bezahlt wird. Die Mannschaften der Liga haben einen Salary-Cap.
Deutsche Forderungen sind das nicht! Die deutschen Frauen, und nicht nur die, haben noch einen zusätzlichen Beruf oder studieren nebenbei. Einer der Gründe ist, geerdet zu bleiben und nicht abzuheben. Und auch einen Beruf für die Zeit nach dem Fußball zu haben.
Es gibt aber Spielerinnen, die sind Profis. Die wollen dann halt mehrere Jahre nur das tun, was auch männliche Fußballer ohnehin schon tun: Ihrem Hobby frönen, mit Leidenschaft - Passion! Und das dann auch für wesentlich weniger Geld als die Männer.

2. Punkt: "Ihre" Gebührengelder. Es gibt bestehende Verträge der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit dem DFB, der UEFA oder auf Weltniveau auch der FIFA. Diese beinhalten auch den Frauenfußball. Mir ist es wichtig, dass ich wenigstens Frauenfußball im Fernsehen schauen kann, ich finde den professionellen männlichen Fußball langweilig (Schauspielereien, Rudelbildungen, etc.). Wenn ich mir ein Theaterstück anschauen will, dann gehe ich in ein Schauspielhaus und nicht in ein Fußballstadion.
Wenn es Ihnen wichtig ist, dann beschweren Sie sich bei den Zuschauerredaktionen von ARD und ZDF. Wenn nicht, dann lassen Sie es einfach bleiben.

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aurichter 08.08.2017, 09:17
4. Klasse !

Dank an zaunreiter35 für die Beiträge eins und drei. Auch der Wink mit dem Zaunpfahl aus Beitrag drei war mehr als angebracht. Eine Antwort darf man wohl nicht erwarten :-)

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