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Trotz vergebener Matchbälle in Satz zwei: Osaka gewinnt die Australian Open
REUTERS

Es ist ihr zweiter Grand-Slam-Erfolg hintereinander: Im Finale der Australian Open hat sich Naomi Osaka gegen Petra Kvitova durchgesetzt. Dabei vergab sie schon im zweiten Satz drei Matchbälle.

gammoncrack 26.01.2019, 12:21
1. Man könnte menen, dass, nachdem Osaka im zweiten

Satz drei Matchbälle in Folge hatte, sie und Kvitova sich geeinigt haben, dass sie diese vergibt, damit die Zuschauer noch ein vermeintlich spannendes Spiel zu sehen bekommen.

Natürlich Unsinn, aber dieses total spannende Match lief genau so ab. Eine verdiente Siegerin, die nach der Vergabe der derei Matchbälle kurzzeitig die Fassung verloren hatte. Ganz sicher war das auch ihrem noch jugendlichen Alter geschuldet.

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zaunreiter35 26.01.2019, 12:51
2. Dieses Match

wurde zwischen den Ohren entschieden. Da vergibt Osaka 3 Matchbälle im zweiten Satz, verliert die Contenance, wirkt trotzig wie ein Kind, verliert den Satz und verlässt den Platz um sich noch mal neu zu sammeln.
Dann ein deja-vu im dritten Satz, aber da bleibt sie cool und zeigt keine Emotionen. Was diese junge Frau mit ihren 21 Jahren psychologisch leisten kann bzw. wie sie fernöstliche Entspannungstechniken einsetzen kann, das finde ich unglaublich.
Das war großes Tennis und mein Glückwunsch an Naomi Osaka zum 2. Major-Titel und auch meinen Glückwunsch an Petra Kvitova für ein großartiges Turnier.

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schradinho 26.01.2019, 13:22
3. Grandios

Ein hochklassiges und spannendes Finale mit vielen Wendungen und einer verdienten Siegerin. Besonders freut mich für Osaka, dass ihr dieses Mal der Triumph nicht von einer zeternden Serena Williams zerstört wurde.

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jean-baptiste-perrier 26.01.2019, 13:59
4. Die Tennis-Götter ohne Herz!

Was ich schon in einem anderen Beitrag nach den Halbfinalen prognostiziert hatte, ist leider eingetreten. Osaka in Bestform gegen eine immer noch sehr gute Kvitova, der man die Strapazen inklusive des Turnier-Siegs in Sydney letztlich doch anmerken konnte. Hatte man bei den US Open noch die Vermutung, dass Osaka durch Serenas Theater und das parteiische New Yorker Publikum bei der Siegerehrung eingeschüchtert war, so hat sich jetzt leider gezeigt, dass ihre scheinbare Emotionslosigkeit pathologisch ist. Das wirkte heute teilweise arrogant, als ob ihr der Titel eher unwichtig wäre. Ich weiß, sie meint es nicht so und inhaltlich hat sie Kvitova stark gelobt. Bloß das alles nahezu durchgängig ohne Emotion im Gesicht und im Tonfall. Ich erkenne da leichte Züge eines (milden) Aspergers-Syndroms. Man kann das Osaka nicht zum Vorwurf machen. Dennoch wirkt es irritierend, wenn Osaka mit einem unbeteiligten Achselzucken den Pokal entgegennimmt. Der Witz ist, dass dieser Australian Open Titel in ein paar Jahren tatsächlich nur noch eine Randnotiz in Osakas Tennis-Karriere sein wird. Wenn sie gesund bleibt und nicht die Lust verliert, dann wird sie bei der Sammlung von Grand Slam Turniersiegen ohne Zweifel in den zweistelligen Bereich vordringen. Von daher wäre der Titel für Kvitova wesentlich wertvoller gewesen. Kvitova hat zwar schon zwei Wimbledontitel. Für einen davon würden viele andere mehrere Australian Open, French Open und US Open Titel eintauschen (z.B. Ivan Lendl). Bei Kvitova ging es nicht um den Australian Open Titel als solches, sondern um die Möglichkeit durch einen Sieg im Endspiel heute das Trauma des Einbruchs und der schweren Messerverletzung endgültig hinter sich zu lassen. Die junge und emotional eingeschränkte Naomi Osaka wird sich darüber nicht im Klaren sein, was sie heute mit ihrer Dominanz verhindert hat. Und die Tennis-Götter schienen sich nur am Ende des zweiten Satzes beherzt zu Gunsten von Kvitova einzumischen. Am Ende begann heute endgültig die Zukunft des Damen-Tennis. Serena Williams ist Geschichte und wird wie ein Geist vergeblich weiteren Major-Titeln hinterherjagen. Doch die neue Königin heißt Naomi Osaka! Die Frage ist nur wie lange Osaka Spaß dran haben wird Major-Titel zu sammeln und sie aus purer Langeweile dann plötzlich lieber was anderes macht.

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biglewbowski 26.01.2019, 16:23
5. @jean-baptiste, das entbehrt leider jeglicher

korrekter Einschätzung und hat nun nichts mehr mit Tennis zu tun. Osaka ist jung und von japanischer Herkunft. Da wird einfach anders mit Emotionen umgegangen. Sie hat so unendlich viel Humor, der den meisten Spielerinnen abgeht. Sie sagte selbst, ihre Eltern hätten null Humor gehabt. Dass beeinflusst natürlich das Kind. Da kann man mit westlichen Maßstäben nicht rangehen. Kvitovas Rede war nun auch nicht doll, der Enttäuschung zum Trotz. Und Kvitova auf eine Mission gegen die eigenen Dämonen zu schicken und den Titel zum Sieg über eben diese hochzustilisieren, ist hanebüchen. Diesen Kampf hatte sie schon mit dem erreichen des Finales gewonnen.

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jean-baptiste-perrier 26.01.2019, 17:00
6. Schlaumeierei ohne Substanz!

Einerseits zu schreiben: "Und Kvitova auf eine Mission gegen die eigenen Dämonen zu schicken und den Titel zum Sieg über eben diese hochzustilisieren, ist hanebüchen.", direkt gefolgt von "Diesen Kampf hatte sie schon mit dem erreichen des Finales gewonnen." ist ein logischer Widerspruch in sich oder schlicht selbstentlarvend dumm. Und Osaka als typische Stellvertreterin einer zurückhaltenden japanischen Kultur darzustellen, ist nicht nur wirklich hanebüchend, sondern zeugt von grober Unwissenheit. Osaka hat einen japanischen Pass und ihre Mutter ist Japanerin. Das ist es im Prinzip aber schon. Der Vater ist Haitianer und seit ihrem dritten Lebensjahr ist Naomi in den USA aufgewachsen. Sie spricht nur gebrochen japanisch und war da nur ein paar mal im Urlaub. Also Dude, hör auf mich zu belehren in Dingen von denen du selbst nur bedingt Ahnung hast. On top dazu die aberwitzige Korrektur in Bezug auf Kvitova. Selten so gelacht.

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peterpretscher 26.01.2019, 19:33
7. Korrektur der Korrektur der Schlaumeier:.....

Zitat von jean-baptiste-perrier
Einerseits zu schreiben: "Und Kvitova auf eine Mission gegen die eigenen Dämonen zu schicken und den Titel zum Sieg über eben diese hochzustilisieren, ist hanebüchen.", direkt gefolgt von "Diesen Kampf hatte sie schon mit dem erreichen des Finales gewonnen." ist ein logischer Widerspruch in sich oder schlicht selbstentlarvend dumm. Und Osaka als typische Stellvertreterin einer zurückhaltenden japanischen Kultur darzustellen, ist nicht nur wirklich hanebüchend, sondern zeugt von grober Unwissenheit. Osaka hat einen japanischen Pass und ihre Mutter ist Japanerin. Das ist es im Prinzip aber schon. Der Vater ist Haitianer und seit ihrem dritten Lebensjahr ist Naomi in den USA aufgewachsen. Sie spricht nur gebrochen japanisch und war da nur ein paar mal im Urlaub. Also Dude, hör auf mich zu belehren in Dingen von denen du selbst nur bedingt Ahnung hast. On top dazu die aberwitzige Korrektur in Bezug auf Kvitova. Selten so gelacht.
......der Vater der Japanerin, die in Florida, USA, seit 18 Jahren lebt ist
Hawaiianer und nicht Haitianer! !!

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biglewbowski 27.01.2019, 01:21
8. @jean-baptiste

traurig, wenn man Kritik nicht mit Respekt begegnen kann. Es geht hier um Tennis und nicht um interpretatorischen Zinnober, den du hier immer wieder zelebrierst. Solltest vielleicht die Vielzahl der Kommentare der Mitforisten mal zu Herzen nehmen, die dir fehlende Sachlichkeit bescheinigen. Um das abzuschließen : Wie ein Mensch beeinflusst wird, kann wenig mit dem Land zu tun haben, in dem es aufwächst, sondern mit dem Umfeld. Negativ wird das hierzulande mit Parallelgesellschaften beschrieben,was möglicherweise bei Osaka so war. Warum ist sie denn keine Amerikanerin geworden, wenn sie schon so lange da lebt? Die Dämonennummer ist einfach albern, es geht um das Gewinnen eines Majors. Punkt. Und Kvitova mag jeder für sich interpretieren, natürlich hätte sie es verdient gehabt, ihre Überfallgeschichte ist bitter, aber nun auch auserzählt.

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zaunreiter35 27.01.2019, 11:09
9. Ich schließe mich

inhaltlich dem User @biglebowski an. Der jean-baptiste übertreibt es öfters mit seiner Dramatik.

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