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TV-Reform im deutschen Fußball: Die Kleinen klein halten

Die Erstliga-Klubs wollen mehr an TV-Einnahmen verdienen - auf Kosten ohnehin benachteiligter Zweitligisten. Warum koppelt man sich nicht gleich vom Fußvolk der unteren Ligen ab?

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klaus meucht 12.02.2016, 17:48
10. Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Es wird langfristig ohnehin eine Europaliga geben.

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blurps11 12.02.2016, 17:48
11.

Zitat von feri-aus-berlin
mehr Teams, nämlich 20, bedeutet mehr Spiele, mehr Übertragungen, mehr kohle. der Pokal bekommt ein Rückspiel, mehr Übertragungen, mehr kohle. dann, und nur dann, kann man vergleichen, denn dann spielen sie gleich oft und haben gleich viel verletzte usw. und man kann auch die Winterpause streichen, weihnachten haben viele Menschen frei und gucken Fern
Das wäre in Deutschland aufgrund des Wetters nicht sinnvoll. England hat milde Winter und vergleichsweise kühle Sommer, Spiele Anfang Januar oder im Juni im Berliner Olympastadion sind dagegen eine Zumutung.

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doobiebrother 12.02.2016, 17:56
12. Warum wollen im Fußball alle auf einmal Kommunismus

Ist doch nur gerecht, wenn die Erstligisten die meiste kohle bekommen, denn das wollen die meisten sehen.. Alle Gelder an Liga zwei und drei sind nur Geschenke den dafür zahlt ja keiner.. Warum sollten die großen Vereine die das Geld ja durch TV Vermarktung erwirtschaften an andere Vereine die keiner sehen will verschenken? Das wäre Kommunismus..

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power.piefke 12.02.2016, 18:00
13. typisch

die Retortenclubs wie wolfsburg, bayern, hoffenheim, ingolstadt etc wollen halt ihre schäfchen ins trockene bringen.

die quittung bekommt dann in ein paar jahren, wenn die stadien leer bleiben.

es ist schon ein erlebnis, einmal in der allianz arena gewesen zu sein: 60000 leute und stimmung wie im lesesaal.
alle hoffenheim fans teilen sich bei auswärtsspielen ein auto.... usw.

super aussichten!

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e.pudles 12.02.2016, 18:03
14. Purer Egoismus

Eine leicht nachzuvollziehender Wunsch der ersten Liga noch mehr Geld einzustreichen. Denn erstens nur so können sie sich die Gehälter (sage extra nicht Verdienste) ihrer Spieler und die immensen Summen für deren Transfers leisten. Zweitens haben sie Angst davor, dass wen die 2 Liga und noch weiter untere Clubs mehr Geld erhalten, auch diese Aufrüsten und aufsteigen könnten. So bleiben sie unter sich und die Bundesliga verkommt zu einem langweiligen Elite Club.

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WennssJemandenInteressiet 12.02.2016, 19:18
15.

... war bisher nicht in meinem Wortschatz. Ich werde es an anderer Stelle sinnvoll einsetzen!
Im Gegenzug habe ich ein neues Wort anzubieten.. Vergleich- bildhafter, das Verständnis erleichternder sprachlicher Ausdruck, zum Beispiel „schwarz wie die Nacht“.
In dem Vergleich steht das Doping für den Einsatz monetärer Mittel und die Radfahrer für Fußballvereine. Ziemlich treffend wie ich finde.
Abgesehen davon, dass nur ein neuer Investor nachrücken würde und die Möglichkeit Anschluss zu finden für 2. Ligavereine weiterhin erschwert bliebe, würde ein solcher Schritt doch genau das Gegenteil des dargestellten Sachverhalts bewirken. Einmal in der ersten Liga angekommen, wäre dem ökonomischen Interesse des Oligarchen doch sehr geholfen, würde er mit seinem Verein mehr per se mehr Geld zugeteilt kriegen. Deshalb gibt es im englischen Fußball doch so viele reiche, sympathische Clubbesitzer. Weiterhin erscheint es mir fraglich wieviel "Herz" für den Sport 16 der 18 Erstligaführungseliten zu haben scheinen, verfolgen Sie doch an dieser Stelle ein nationales Ungleichgewicht zu erzeugen um sich selbst zu bereichern. Bislang muss ich sagen, sehe ich keinen merkbaren Erfolg der englischen Vereine durch die englische Geldschwemme (bislang standen vielen englischen Vereinen sowieso schon nahezu unbegrenzte Mittel zu). Im Gegenteil- es werden überteuerte Ablösen gezahlt, an der Ligaspitze tummeln sich Leichester und Tottenham und der letzte englische internationale Titel liegt drei Jahre zurück. Daraus (Achtung:Vergleich) für Deutschland zu Schlussfolgern, den kleinen Mann die Steuern zu erhöhen um die Firmen international konkurrenzfähiger zu machen scheint mir nicht kausal.

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xvxxx 12.02.2016, 19:44
16.

Zitat von ambulans
merkwürdiges "argument", mit dem sie hier reüssieren wollen: wer, bittschön, hat hier bislang von >doping gesprochen? mein argument ist und bleibt: wenn ein oligarch sein "herz" für irgendeinen sport entdeckt, verbindet er gewöhnlich handfeste ökonomische interessen damit (werbung, image, PR, etc.). und, wenns nicht klappt, macht er sich eben bald wieder davon. ist doch gar nicht soo schwer zu verstehen? ohne rezeptgebühr, dr. ambulans (alle kassen)
Es ist doch offensichtlich, dass Geld hier das Dopingmittel ist, und dass die die nicht "dopen" kaputt gehen, weil : Keinen Erfolg haben.
Der Vergleich ist schon passend.
Denn wen RB Matteschitz wieder weg ist, sind die anderen schon vorher verschwunden und es kommt höchstens einer aus der Retorte nach, oder halt, siehe Formel 1, das ganze beginnt zu wanken. Nur noch 2 siegfähige Teams, kein Schwein juckts mehr....

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huelin 12.02.2016, 19:46
17. Verglichen womit? Mit Spanien sicher nicht

Zitat von Sibylle1969
In Deutschland war das Free-TV-Angebot im Fußball schon immer relativ gut...
In Spanien gibt es nämlich seit Jahrzehnten jedes Wochenende ein Erstligaspiel live im Free-TV zu sehen, wenn auch seit ein-zwei Jahren keines der Topspiele mehr, so wie früher.

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singliketroubardix 12.02.2016, 19:54
18. Jaja

Gravitationswellen zu verstehen ist einfacher als hier eine Logik zu entdecken.

Ausgerechnet im Profisport Fußball sollen die Regeln von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt werden?

In allen Foren texten uns alle mit "Böse-Böse-Böse" zu - und auf der anderen Seite steigen die Zuschauerzahlen im Stadion, steigen die Einschaltquoten im TV und steigen die Merchandising-Einnahmen der Vereine.

Komisch, oder?

Ach ja und soweit ich informiert bin
- sind viele Erstligavereine, bzw. deren Profiabteilungen bereits AGs,
- bekommen die keine staatlichen Vergünstigungen (zumindest nicht mehr als andere Firmen auch),
- zahlen diese Vereine an Bund, Länder und Kommunen jährlich etwa 1 Milliarde EUR an Steuern,
- werden Kosten von Polizei, Straßenreinigung etc. u.a. von diesen Steuern bezahlt,
- bieten diese Vereine etliche Arbeitsplätze, die wiederum für Steuereinnahmen und andere positive Effekte sorgen,
- kommen die Vereine sehr wohl für die von ihnen verursachten Kosten innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches auf,
- gibt es ein Gewaltmonopol des Staates im öffentlichen Raum und das heißt, dass die Vereine da gar nichts machen dürfen,
- werden die Einnahmen nach Steuern schon immer unter den Anteilseignern aufgeteilt.

Wer lieber Kreisklasse oder Bezirksliga schauen will - nichts dagegen.

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klaus meucht 12.02.2016, 21:13
19.

Zitat von doobiebrother
Warum sollten die großen Vereine die das Geld ja durch TV Vermarktung erwirtschaften an andere Vereine die keiner sehen will verschenken? Das wäre Kommunismus..
Also ich habe damals genossen Vestenberggreuth zu sehen. Ich habe keine Lust Fussballspiele anzusehen, bei denen die einzigste Frage ist ob das Spiel mit mehr als 5 Toren Unterschied ausgeht.

Der englische Fussball ist deshalb interessant weil es viele potentielle Meister gibt - und dies weil die Fernsehgelder besser aufgeteilt werden. Dafür soll die Stimmung in den englischen Stadien schlecht sein, weil nur noch die Oberschicht Eintrittskarten leisten kann. Wer Opernpreise verlangt bekommt Opernpublikum.

Die meisten europäischen Ligen sind langweilig, was die Meisterschaft betrifft. Ein Wettbewerb ist doch nur dann interessant, wenn die Teilnehmer auf Augenhöhe agieren.

Und zum Kommunismusvorwurf. Schauen Sie sich die Profiligen in Amerika an.

Die Zeiten in denen ich regelmässig Fussball schaue, ist erst einmal vorbei. Die Kreisliga ist spannender

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