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Umfrage unter Profis: Viele Bundesliga-Spieler verstehen die Handregel nicht
DPA

Hand aufs Herz: Verstehen Sie noch jede Handentscheidung im deutschen Fußball? Nein? Dann sind Sie nicht alleine. Wie eine Umfrage ergeben hat, geht es auch vielen Bundesliga-Profis so.

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keep 06.06.2017, 11:53
1. Wenn Abwehrspieler...

...ihre Hände hinter den Rücken ziehen und in dieser Haltung dann Ball und Gegner verteidigen, das haben wir schon öfters gesehen, dann stimmt hier etwas nicht mehr. Was aber auch klar ist: Wenn z.B. Stindl in Ingolstadt mit einer aktiven Hand-/Armbewegung den Ball ins Tor bringt, dann darf das schlicht und einfach nicht sein. Wenn es im Fußball offensichtlich zulässig ist, mit der Hand ein Tor zu erzielen, dann sollte man das Spiel in die Tonne kloppen!

Ich möchte in dem Zusammenhang auch nochmal alle Journalisten/Kommentatoren ansprechen, die endlich einmal folgendes lernen sollten: Beim Handspiel, wie auch immer definiert, heißt es "Vergrößerung der KÖRPEROBERFLÄCHE". Der Körper ist ein dreidimensionales Objekt, es gibt keine "Körperfläche". Schon wenn man nur "Vergrößerung der Körper..." googelt, gibt es leider schon die falsche Vorschläge. Soweit ist es schon gekommen!:)

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az26 06.06.2017, 11:53
2. Verstehen denn die Schiedsrichter diese?

Das wäre nämlich die sich daraus ergebende weitere Frage.
Kicker sollte mal bei den Schiris, 2*18*4, also mindestens 144 in 1. und 2. Bundesliga, nachfragen.

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champagnero 06.06.2017, 11:58
3. ...

Ist doch nicht so schwer. Körperfläche "vergrößert" und gleichzeitig den Ball mit der Hand/Arm berührt ist Handspiel. Offensichtlich ist es dabei inzwischen egal ob aktiv oder passiv - zurecht, wie ich finde, sonst könnte ich mich ja immer mit ausgebreiteten Armen in den Strafraum stellen.

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Creedo! 06.06.2017, 12:20
4.

Ist doch ganz einfach: ein regelwidriges Handspiel liegt vor, wenn ein Spiler den Ball absichtlich mit der Hand spielt. Die Frage ist also: Absicht oder nicht. In Regel 12 gibt es eine kleine Liste, die bei der Beurteilung helfen soll. Unterm Strich ergibt die Berücksichtigung dieser Liste lediglich Indizien, die dann für oder gegen die Absicht sprechen.
Aber es sind nur Indizien. In Deutschland gilt ja die Unschuldsvermutung und der Grundsatz "in dubio pro reo". Da man eine evtl. Absicht für ein Handspiel nicht nachwesien kann, bleibt nur, den mutmaßlichen Handspieler zu befragen. Räumt dieser eine Absicht ein, dann war es ein regelwidriges Handspiel. Sagt der Spieler es sei keine Absicht gewesen, sondern ein unglücklicher Zufall, dann war's halt kein regelwidriges Handspiel.
Und da wir es ja von grundauf ehrlichen und sportlich fairen Spielern zu tun haben, kann man sich auf die Ausage auch verlassen. Der Schiedrichter muss also nur fragen ...

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viwaldi 06.06.2017, 12:20
5. Die derzeitige Praxis ist unwürdig

Wenn ich nach Kopfball runterkomme, muss ich die Hände / Arme als Gewichtsausgleich ggf. nutzen, um nicht umzufallen. Das ist physiologisch. Wenn ich dann angeschossen werde, ist es aber Handspiel, weil ich die Körperoberfläche vergrößert habe. Natürlich gibt es eine Körperoberfläche, wenn man sich den menschlichen Körper als zweidimensionales Objekt denkt, dass zwischen Angreifer (Ball) und Tor steht. Aber auch der angelegte Arm ist natürlich Teil der Körperoberfläche, er beansprucht seinen natürlichen Raum (physiologisch). Wann ein Arm aktiv die Körperoberfläche vergrößert, ist nicht so einfach zu entscheiden - siehe Beispiel oben. Es gibt auch physiologische Armhaltungen, die aus der Bewegung notwendig sind, und die Fläche vergrößern. Wird man dann angeschossen, soll das ein Foulspiel sein???? Auf der anderen Seite kann schon eine kleine Anwinkelung mit Absicht die Fläche vergrößern, keine Frage. Aktive Armbewegungen zum Ball hin brauchen hier nicht diskutiert zu werden, da wird jeder verstehen dass das ein Foul ist. Aber wenn ich aus der Drehung meinen Arm als Gewichtsausgleich benötige, und dann von hinten gleichzeitig ein Ball anrauscht und mich trifft??? Diese verworrene Praxis war jeden Sonnabend auf den Plätzen neu zu beobachten, der größte Unsinn dazu in der Relegation. Ich bin wahrlich kein Braunschweig Fan, aber dieser Elfmeter war pervers. Zum einen wg. Handspiel von Gomez, zum anderen wg. Pfiff für die Aktion des BS Spielers.

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immerfroh 06.06.2017, 12:24
6.

Dabei ist diese Regel so einfach: Handspiel ist wenn der Schiedsrichter pfeift . Der DFB , der DFB , der hat immer recht .

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mantrid 06.06.2017, 12:28
7. Einfach verständliche Regel

Angeschossen oder nicht ist gar nicht das Kriterium. Absichtliche Vergrößerung der (Körper)-Oberfläche, unnatürliche Armhaltung und aktive Bewegung des Armes zum Ball sind die Kriterien. Bei Armkontakt bei antürlicher Armhaltung auf sehr kurze Distanz wird auf Grund der üblichen Reaktionszeiten fast nie von einer aktiven Armbewegung auszugehen sein, weswegen sogar ein unabsichtlich mit der Hand erzieltes Tpr regelkonform ist. Was soll daran so schwierig sein?

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themistokles 06.06.2017, 12:40
8.

Bei aller Frage, wo die Hand zu sein hat, sollte man sich immer auch zwei biologische Sachverhalte vergegenwärtigen:

1. Beim Absprung holt man instiktiv mit den Armen Schwung. Hierbei ist es völlig logisch, wenn Arme und Hände deshalb nach oben kommen. Jeder der meint, die Hände haben dabei unten zu bleiben sollte mal versuchen, so zu springen. Vor allem aus dem Lauf.

2. Beim Landen dienen Hände und Arme als notwendige Gleichgewichtsfinder. Auch hier: mal versuchen, im freien Lauf zu springen und ohne Unterstützung von Armen und Beinen zu landen.

Was das Anschießen der Hand und des Armes betrifft: Das Fußballspiel heute ist wesentlich schneller geworden, als damals, wo die Handregel erfunden worden ist. Der Videobeweis ist hier also dringend notwendig.

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hbblum 06.06.2017, 12:47
9. Ist nicht so schlimm....

...ich verstehe sie ja auch nicht und bin damit sicher nicht allein.

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