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Umstrittene Regel beim Fußball: War das jetzt Handspiel - oder nicht?
Bongarts/Getty Images

Die Handspielregel hat am Bundesliga-Wochenende für Ärger gesorgt, mal wieder. Das Problem: Sie wird immer wieder unterschiedlich ausgelegt. Dabei gäbe es Möglichkeiten, sie einfacher und klarer zu machen.

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upima 18.02.2019, 17:48
1. Einfach mal wieder die Regel lesen

Es könnte so einfach sein, wenn man einfach mal wieder den Kern der Regel anwenden würde. Es geht um Absicht oder nicht. Alle anderen Kriterien sind lediglich Hilfskriterien, um das zu bewerten. Ob der Arm weit weg ist, unnatürlich oder sonst irgendwas spielt nur bei der Frage der Absicht eine Rolle.
Leider sind diese Hilfskriterien aber inzwischen derartig in den Vordergrund gerückt, dass die Frage der Absicht nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Dabei könnte es doch so einfach sein.

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kloppononstoppo 18.02.2019, 18:03
2. Nur eine Lösung...

Die Regel sollte klar sein, keine Interpretationsmöglichkeiten bieten und Situationen zumindest für einen VAR verifizierbar und kalibrierbar machen. Da gibt es m.M.n. nur eine Möglichkeit: Im Strafraum ist jedes Handspiel der abwehrenden Feldspieler ein 11er, wenn der Arm NICHT am Körper anliegt! Und schon sind alle Unklarheiten beseitigt...

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hausfeen 18.02.2019, 18:03
3. Abichtserklärung, bitte im voraus. Wie wollen Sie Absicht oder ...

Zitat von upima
Es könnte so einfach sein, wenn man einfach mal wieder den Kern der Regel anwenden würde. Es geht um Absicht oder nicht. Alle anderen Kriterien sind lediglich Hilfskriterien, um das zu bewerten. Ob der Arm weit weg ist, unnatürlich oder sonst irgendwas spielt nur bei der Frage der Absicht eine Rolle. Leider sind diese Hilfskriterien aber inzwischen derartig in den Vordergrund gerückt, dass die Frage der Absicht nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Dabei könnte es doch so einfach sein.
... Zufall unterscheiden? Vielleicht einen Lügendetektortest statt Videobeweis? Oder gar einen Gehirnscan? Das ist doch totaler Unsinn.
Es müssen objektive Kriterien her. Das müssen mindestens zwei (und zwar beide) sein, damit KEIN Elfmeter gegeben wird:
1. aus dem Handspiel erfolgt KEIN Tor direkt und kurz danach.
2. Der Ball verändert seine Flugrichtung nicht oder nur unbedeutend.

Alles andere wäre ein Elfmeter. Ist das so schwer?

Ich sehe es ja schon an den Reportern, die bei einem nahestehenden Verein sofort mit "ach, das war jetzt bestimmt keine Absicht" kommen.

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meineeiermity 18.02.2019, 18:06
4. Mascarell schön und gut aber....

.....warum gab es dann keinen Elfmeter gegen Freiburg, der Verteidiger berührte ja mindestens zweimal den Ball mit der Hand und die war nicht angelehnt welches Kriterium wirkte da?

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juppi-o 18.02.2019, 18:17
5. Ich lach mich schlapp

Die Vorschläge zur "Vereinfachung" würden das Ganze erst recht chaotisch machen.

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marthaimschnee 18.02.2019, 18:23
6. beim Fußball gäbe es so vieles zu verbessern

aber Reformwille ist praktisch keiner vorhanden. Man denke nur an das Gezeter um die Torkamera und den Videobeweis. Dabei wäre es am konsequentesten, wenn der Entscheider überhaupt nicht mehr auf dem Platz steht, sondern am Monitor sitzt. Der Schiedsrichter auf dem Feld, bloß noch dessen Sprachrohr. Und wenn man an Regeln herumspielen will, stände die unsinnigste Regel im gesamten Sport wohl als erste auf der Abschußliste: Abseits! Warum? Na weil man für eine konsequente Auslegung hellseherische Fähigkeiten braucht, da man zum Zeitpunkt des Abspiels gar nicht sagen kann, wo der Ball ankommt. Abpfeifen heißt, auch legitime Situationen zu unterbrechen und wenn man es weiterlaufen läßt, braucht man die Regel auch gar nicht. So wie jetzt wird eine absichtliche Unsicherheit eingefügt, so wie bei allem, was "Tatsachenentscheidungen" und "Auslegungssache" ist. Sie halten das Ergebnis ... anpassbar.

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nochnestimme 18.02.2019, 18:29
7. Der Vorschlag hat leider auch zu viele Schwächen

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass die Einführung eines indirekten Freistoßes hilfreich sein kann. Aber die beschriebenen drei Ausnahmen führen nmM zu neuen Grenzsituationen, die schwer zu definieren sein werden. Eine logische Entsprechung fällt mir allerdings ein, der für den Indirekten spricht - wenn der Keeper den Ball nach rinem regelwidrigen Rückpass in seinem Strafraum in die Hand nimmt, gibt es such indirekten Freistoß. Okay, nicht ganz vergleichbar, aber irgendwie dann doch wieder. Das Problem ist ja auch und vor allem deshalb heutzutage so hochgekocht, weil jede Szene aus diversen Kamerapositionen betrachtet wird und zudem der große Korrektor in Köln sitzt. Der große Philosoph und Fußballtrainer Otto Rehhagel hat, soweit ich mich entsinne, dazu einmal gesagt: "Elfmeter ist, wenn der Schiedsrichter pfeift". Hört sich so an, als hätte er jeden Pfiff akzeptiert. Hat er natürlich nicht. Aber nach bestehendem Regelwerk hängt die Entscheidung eben immer noch grundsätzlich an der Frage der Absicht, das wird man kaum verändern. Und da wohl künftig der Delinquent kaum mal eben schnell an einen Lügendetektor angeschlossen wird...Oder vielleicht doch? Den Schiedsrichter Kriterien an die Hand zu geben, um die Entscheidung zu erleichtern und transparent zu machen, sind jedenfalls zu Scheitern verursacht. Es kann doch nicht sein, dass mehr Absicht im Sinne der Regel dann vorliegt, wenn sich die Hand nur weit genug entfernt vom Restkörper aufhält.

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joes.world 18.02.2019, 18:39
8. Sinnlose Diskussion

Es reciht, dem Herrn Ramos beim Fußballspielen auf die Arme zu schauen. Dann weiß man, wie man sich als Spieler zu verhalten hat. Bei jedem wesentlichen Zweikampf im Strafraum legt der die Arme an und zieht die Hände hinter seinen Rücken. So kann man kaum Elfmeter pfeifen.

Die hier gebrachten Vorschläge würden wahrscheinlich zu noch mehr Verwirrung führen. Da lob ich mir von einem der besten Verteidiger der Welt zu lernen. Und schon spart man sich das Ganze.

Mach es wie Ramos.

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NilsOle 18.02.2019, 18:43
9. ...finde es geht noch einfacher

Die Regel sollte viel einfacher sein.
Egal ob Absicht oder nicht, wenn sich der Diliquent sich oder seiner Mannschaft mit dem Handspiel einen Spielvorteil verschafft wird das Handspiel entsprechend bestraft. So ist das doch am logischsten. Wenn ein Ball von der Hand des Gegners direkt wieder zu einem Mitspieler springt, so ist dann das Problem.
Aus der Sicht wäre der Elfer gegen Leipzig zum Beispiel nie einer. Der Ball war Meilen von weiteren Mitspielern entfernt. Die Situation hatte überhaupt keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Immerhin hätte es Ecke für Stuttgart gegeben statt Ballbesitz Leipzig.

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