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Urteil nach Becherwurf-Skandal: St. Pauli legt Einspruch gegen Geisterspiel ein

Der FC St. Pauli*protestiert gegen das Urteil des DFB-Sportgericht. Der Verband hatte den Club nach der Becherwurf-Attacke eines Fans auf einen Linienrichter mit einem Geisterspiel bestraft. Ursprünglich wollte St. Pauli "jedes Urteil akzeptieren".

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Indigo76 08.04.2011, 15:04
1. hä?

Wenn St Pauli mit einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestraft wird, dann gilt diese Strafe doch auch für den Gegner. In diesem Falle also Werder Bremen. Womit wird das eigentlich gerechtfertigt?

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derlabbecker 08.04.2011, 15:05
2. für den Spruch...

... jede Strafe zu akzeptieren, und das nun nicht zu tun, bekämen die bei mir als Richter gleich noch ein Geisterspiel...

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Reg Schuh 08.04.2011, 15:14
3.

Mir wäre wichtig zu wissen, wie das Sportgericht bei vergleichbaren Präzedenzfällen geurteilt hat, ob es eine angeprangerte Bevorteilung "größerer" Vereine tatsächlich bei vergleichbaren Vorfällen gibt, und ob die einen hinreichend genauen Buß-Katalog haben. Ohne genauere Vorgaben kann es nämlich sehr willkürlich werden.

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viktor_42 08.04.2011, 15:14
4. richtig so!

Ich dachte, über die Sippenhaft sind wir inzwischen hinweg. Neben einem Durchgeknallten werden zehntausende vernünftige Fans bestraft, insbesondere auch die Bremer, die nun gar nichts dazu können.
Was kommt als nächstes?
Wenn ein Spieler sich fehl verhält und mit der roten Karte runterfliegt, dürfen im nächsten Spiel alle, die mit ihm auf dem Platz standen, nicht eingesetzt werden?
Wenn ein Ladendieb erwischt wird, bekommen pauschal alle Kunden eine Woche Hausverbot?
Wenn ein Autofahrer einen Unfall verursacht, müssen alle, die das gleiche Modell fahren, einen Tag das Auto stehen lassen?

Individuelles Fehlverhalten muss individuell sanktioniert werden. Ein in Fankreisen ordentlich kommuniziertes langjähriges Stadionverbot dürfte ausreichend abschreckende Wirkung haben. Und absolute Sicherheit gibt es nunmal nicht.

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future-trunks 08.04.2011, 15:16
5. unerwartet

Zitat von derlabbecker
... jede Strafe zu akzeptieren, und das nun nicht zu tun, bekämen die bei mir als Richter gleich noch ein Geisterspiel...
ist wahrscheinlich so, als würde man beim ladendiebstahl erwischt werden und man sagt, gut ich akzeptiere die strafe. wenn man dann plötzlich lebenslänglich kriegt, überlegt man sich das dann doch nochmal.

eine solche strafe war nun wirklich nicht zu erwarten und spottet jeder beschreibung

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mc.bench 08.04.2011, 15:16
6. ....

Völlig überzogenes und unverhältnißmäßiges Urteil.

Am besten die Becher verbieten oder noch besser die Fans gleich hinter eine Glaswand stellen.

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future-trunks 08.04.2011, 15:18
7. nein

Zitat von Reg Schuh
Mir wäre wichtig zu wissen, wie das Sportgericht bei vergleichbaren Präzedenzfällen geurteilt hat, ob es eine angeprangerte Bevorteilung "größerer" Vereine tatsächlich bei vergleichbaren Vorfällen gibt, und ob die einen hinreichend genauen Buß-Katalog haben. Ohne genauere Vorgaben kann es nämlich sehr willkürlich werden.
es ist überhaupt die erste strafe die so hoch ausfällt. und es gab schon wesentlich schlimmere sachen die passiert sind. einen strafenkatalog gibt es nicht, das hängt zu 100% vom ermessen der urteilenden ab und die machen sowas gern mal aus dem bauch heraus.

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GetulioV 08.04.2011, 15:25
8. ...

Zitat von viktor_42
Ich dachte, über die Sippenhaft sind wir inzwischen hinweg. Neben einem Durchgeknallten werden zehntausende vernünftige Fans bestraft, ...
Naja, etwas mehr als einer waren es wohl schon. Allein die Fernsehbilder nach dem Abbruch zeigen, wie die Schiris mit Schirmen vor allerlei fliegenden Gegenständen geschützt werden müssen.

Natürlich sind nicht alle Fans Chaoten, aber mit der These von den wenigen einzelnen Deppen macht man es sich meiner Meinung nach doch etwas sehr leicht.

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Zephira 08.04.2011, 15:43
9. Kommentar

Zitat von GetulioV
Natürlich sind nicht alle Fans Chaoten, aber mit der These von den wenigen einzelnen Deppen macht man es sich meiner Meinung nach doch etwas sehr leicht.
Eben, diees Leute handeln unter Billigung ihrer Mitmenschen. Wenn sich auf jeden Werfer sofort vier Sitznachbarn stürzen würden, gäbe es das Problem nicht. Ergo ist sehr wohl die Mehrheit der Fans mitverantwortlich. Und kann folglich auch bestraft werden. Wer da als einzelner vernünftiger Fan die Ausnahme ist, sollte sich überlegen, ob er sich nicht ein anderes Team aussucht. Oder einen anderen Sport.

Und es erzähle mir keiner, dass das Festhalten durch die Nachbarn nicht möglich sei. Wenn jemand anfinge, eine Hakenkreuzflagge hochzuhalten, würde nämlich genau das angeblich Unmögliche wundersamerweise geschehen. Oder?

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