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US-Basketball: Holt Dirk Nowitzki den NBA-Titel?

In die Playoffs gingen die Dallas Mavericks als Team mit den drittmeisten Vorrundensiegen. Nur Champion San Antonio und Vizemeister Detroit waren besser. Wie weit kommt das Team des deutschen NBA-Asses Dirk Nowitzki? Können die "Mavs" den Titel holen? Oder kommt es zu einer Neu-Auflage des Finales zwischen den Spurs und den Pistons? Triumphiert gar ein Außenseiter wie Cleveland mit Jungstar LeBron James?

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adrian01 24.04.2006, 14:11
1. Respekt, aber keinen Titel

Dirk Nowitzki hat eine MVP-reife Saison gespielt, so viel steht fest. Erstmals in seiner Karriere war er der alleinige Anführer der Mavericks und er löste die Aufgabe ohne die Hilfe der Kameraden Nash und Finley herausragend. Weil er nicht mehr nur der Punktesammler war, sondern eben der Anführer, der der in den Situationen Verantwortung übernimmt, wenn das Spiel entschieden wird. Diese Fähigkeit hat Nowitzki in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen, zuerst bei der EM, jetzt auch in der NBA. Dazu kam, dass die Mavericks in diesem Jahr (endlich einmal) ein System gespielt haben dessen Grundphilosophie nicht aus "Wer zuerst 120 Punkte macht gewinnt" besteht. Avery Johnson hat es geschafft, seinen Spielern zu erklären, dass "D" nicht nur der erste Buchstabe von "Dallas" ist, sondern auch von "Defense". Die Spieler haben die Umstellung gemeistert, der Erfolg spricht für sich.
Die Mavericks aber jetzt zum Favoriten auf den Titel zu erheben, wäre vermessen. Zu stark ist die Konkurrenz aus Detroit und San Antonio. Schon der Finaleinzug (und damit ein Duell gegen die Pistons) wären eine große Überraschung, obwohl man die Regular Season-Serie gegen die Spurs mit einem Unentschieden beendete. Um in den Playoffs ernsthaft am Thron des amtierenden Champions zu rütteln, müssten einige von Nowitzkis Teamkollegen deutlich über ihre Verhältnisse spielen (vor allem Center Eric Dampier) und man müsste einen Weg finden, die Kreise von Aufbauspieler Tony Parker zu stören. Vor allem letzteres ist schwer vorstellbar, zu gering sind die Verteidigungskünste der Mavs-Guards Devin Harris und Jason Terry.
Das Finale dürfte deshalb wieder San Antonio gegen Detroit lauten. Zu ausgeglichen und stark präsentierten sich die beiden Teams in der regulären Spielzeit. Im Osten gibt es wohl kein Team, dass den Pistons ernsthaft Paroli bieten kann. Sowohl bei den Nets (im Frontcourt gibt es mit Nenad Krstic nur einen überdurchschnittlichen Spieler), den Cavaliers (zu viel hängt offensiv von "King" James ab) und den Miami Heat (mangelnde Qualität, O'Neal und Wade ausgenommen) gibt es immer ein Handicap, dass den großen Wurf, den Finaleinzug,verhindern wird. Im Westen wird es zwar enger, doch letztlich werden sich die Spurs gegen Dallas und Phoenix (ohne Amare Stoudemire) durchsetzen.

Wer am Ende den Titel holt ist schwer zu sagen: Dort wird die jeweilige Tagesform des Ausschlag geben, auch wenn die Bilanz der regulären Saison für Detroit spricht.

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Silberkamp 25.04.2006, 20:35
2.

es wäre ein traum, wenn nowitzki den titel holen würde. es würde auch den deutschen basketball nach vorne bringen.

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coolste 26.04.2006, 12:42
3.

Ich bin nicht der Meinung, dass Dallas chancenlos ist in Runde 2 gegen die Spurs. Vor allem heisst es Daumen drücken für die Kings. Schaffen diese es die Serie gegen San Antonio lange offen zu halten wäre das Gold wert für Dallas, da Tim Duncan und Manu Ginobili, die beide mit Verletzungen zu kämpfen haben, wenig Zeit zur Erholung hätten. Leider sieht es momentan nicht nach einer wirklich langen Serie aus, die Spurs führen bereits 2-0 und das erste Spiel war eine regelrechte Vorführung. Aber vielleicht macht das 2. Spiel ja Hoffnung, in dem Sacramento nur sehr unglücklich in der Verlängerung verlor, und das ohne ihren besten Spieler Ron Artest (gesperrt für ein Spiel).
Analog ist es natürlich auch wichtig, dass Dallas ihre Serie frühzeitig entscheidet, um wiederum ihren angeschlagenen Spielern die Möglichkeit zur Erholung zu geben. Besonders auf Devon Harris ruhen einige Hoffnungen, da er der einzige ist, der annähernd mit dem Antritt von Tony Parker mithalten kann.
Letztendlich wird es denke ich eine knappe Geschichte, die die Spurs aber wohl für sich entscheiden werden. Nicht zuletzt, da so erfahrene Leute wie Finley, van Exel, Horry und, wie gegen Sacramento zu sehen, Brent Barry von der Bank kommen. Zudem wird Nowitzki es schwer haben sich in jedem Spiel gegen den Defensivspezialisten Bruce Bowen so zu behaupten wie im Finale der regulären Saison.
Egal wer diese Serie gewinnt wird aber wohl auch in die NBA Finals einziehen, da die andere Hälfte des Playoff-Baums im Westen doch deutlich schwächer besetzt ist.

Im Osten sehe ich Detroit nicht unbedingt als automatischen Finalteilnehmer. Zwar haben sie eine absolut überragende reguläre Saison gespielt und sind sicherlich Favorit, aber ich denke das Miami oder New Jersey nicht chancenlos sind.
Miami ist dank Shaq per Definition immer gefährlich und sollte Detroit in nichts nachstehen, sollten sie verletzungsfrei bleiben. Auch letztes Jahr war diese Serie äußerst knapp und wurde unter anderem auch durch die Verletzung von Wade entschieden.
Müsste New Jersey in der zweiten Runde gegen Detroit spielen anstatt gegen Miami, würde ich ihnen noch größere Chancen einräumen. Aber Shaq und Zo haben sie einfach nichts entgegenzusetzen. Da reicht auch das Duo Kidd-Carter nicht aus.
King James wird in seinen ersten Playoffs leider nicht über die erste Runde hinaus kommen. Da müsste er schon jedes Spiel so dominieren wie Spiel 1 und das schafft selbst er nicht.

Mein Tipp für das Finale lautet Miami vs. San Antonio, welches Miami in 6 Spielen für sich entscheiden wird.

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Herr K 28.04.2006, 12:41
4.

Um über die Titelchancen vermeintlicher Favoriten zu räsonieren, ist es in der ersten Runde noch zu früh. Es empfiehlt sich daher, erst einmal abzuwarten, wer die zweite erreicht. Was würde zum Beispiel passieren, wenn die Lakers überraschenderweise die Suns schlagen?
Dann sieht die Welt doch gleich ganz anders aus. Die Lakers sind schließlich mit Lamar Odom und vor allem smush Parker weniger von ihrem Star abhängig als beispielsweise Cleveland. Und sollten die Lakers tatsächlich in die zweite Runde einziehen, dann können sie jeden schlagen, auch die Spurs (wie in der Saison) oder die Pistons (ebd.). Also abwarten!

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Herr K 28.04.2006, 13:03
5.

Es ist zu früh, um über die Aussichten vermeintlicher Favoriten zu räsonieren. Es empfiehlt sich daher den Ausgang der ersten Runde abzuwarten. Was wäre nämlich, wenn die Lakers die Suns schlagen? Die hatte nämlich (wie die Suns) bisher hier im Forum keiner auf der rechnung, doch wenn sie es schaffen, Phoenix zu schlagen, wen sollen sie dann nicht schlagen können? San ANtonio, Detroit? Gegen beide konnten die Lakers in der Saosin mindestens einmal triumphieren.
Zudem haben die Lakers zwar mit Bryant den Spieler, der trifft wie er will und von wo er will, aber sie sind von ihm dank Lamar Odom, und vor allem auch Smush Parker, weniger abhängig als die Cavaliers von James.
Also abwarten bis zur zweiten Runde!

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coolste 28.04.2006, 17:47
6.

Selbstverständlich ist es zu früh um ernsthaft über den Ausgang der Finals zu diskutieren, in den Playoffs kann schließlich noch so einiges passieren. Aber wo bleibt der Spaß, wenn man abwartet bis die Begegnungen endgültig fest stehen? Für die Nachbetrachtung sind die Journalisten zuständig. Das Spekulieren, Diskutieren, Hoffen und Bangen wiederum ist Sache der Fans und _muss_ zwingend vorher geschehen :)

Man geht natürlich das Risiko ein, mit einem schlechten Tipp dumm dazustehen. Auch für meine Tipps sieht es ja zur Zeit nicht besonders gut aus. New Jersey und Miami haben doch bisher eher enttäuscht. Bleibt zu hoffen, daß ich auch was die Mavs-Spurs Serie angeht falsch liege.
Ich traue den Lakers übrigens keine Finalteilnahme zu. Das Matchup gegen Phoenix sieht ganz gut aus, da Phoenix aufgrund der Verletzungen doch sehr schwach besetzt ist im low post. Trotzdem müssen die Lakers absolut am Limit spielen, um diese Serie zu gewinnen. Weder gegen die Clippers, die Mavericks noch die Spurs ließe sich ähnliches wiederholen. Lediglich Denver scheint hier, mit Ausnahme von Camby, ähnlich schwach besetzt zu sein.
Allerdings ist es nie eine gute Idee gegen Kobe zu tippen...

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Herr K 29.04.2006, 09:11
7.

Das heutige Spiel gegen Phoenix war zwar knapp, aber waren die LAkers wirklich am Limit? Sie haben zum ersten Mal in der Saison souverän ihr system gespielt, mit der Folge, dass alle fünf Starter zweistellig gepunktet haben.
Als ich gestern auf Odom und Parker hingewiesen habe, hätte ich nicht gedacht, dass beide (auch Parker) heute nacht beweisen würden, dass meine Erwartungen an sie berechtigt sind.
Was Miami betrifft werden die sich natürlich fangen, und wenn Shaq nächstes Mal etwas konzentrierter spielt, müsste es mit wade eigentlich klappen (sie sind ja auch mit Walker etc tief besetzt). Bei den Nets sehe ich hingegen größere Probleme. Keine Frage, mit Kidd, Carter und Jeferson haben sie Top Spieler, aber auf den großen Positionen sind sie nicht besonders stark. Und das kann gegen Jermaine O'Neal zum Genickbruch führen.

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adrian01 29.04.2006, 15:59
8. Limit erreicht

Ja, die Lakers waren am Limit. Smush Parkers hat über die gesamte Spielzeit gezeigt, dass er eine Stütze für sein Team sein kann, Lamar Odom und Kobe Bryant sind Top-Spieler. Deren Leistungen beim letzten Spiel war deshalb nicht überraschend. Dass Luke Walton und Kwame Brown in den Playoffs noch viele solche Leistungen abrufen können, muss aber doch mehr als bezweifelt werden. Die Triangle-Offense macht zwar vieles möglich, aber dass aus Brown und Walton dadurch Spieler werden, die dauerhaft zweistellig punkten, nein, daran glaube ich nun wirklich nicht. Die Suns mussten im vergangenen Spiel nicht nur auf Amare Stoudemire, sondern auch auf Kurt Thomas verzichten - also die beiden besten Spieler (Verteidiger im Fall von Thomas) im Post, die sie haben. Die beiden können aus dem momentanen Kader der Suns nicht adäquat ersetzt werden. Ihr Fehlen hat Räume geschaffen, die die großen Buben der Lakers genutzt haben.
Diesen Raum werden ihnen andere Teams nicht geben. Sollten die Lakers weiterkommen, würden sie auf den Sieger der Serie Clippers/Nuggets treffen. Wie klingen Matchups wie Kwame Brown gegen Elton Brand/Marcus Camby oder Luke Walton gegen Cory Magette/Carmelo Anthony? Ich höre da nur ein leises "Bye-bye Lakers" bimmeln.

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Mitchlan 02.05.2006, 04:47
9. Wenn das kein eindrucksvoller Sieg war...

so jetzt erstmal ausruhen während die anderen dem runden Leder hinterherrennen..., und sich noch ein wenig verausgaben dürfen.

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