Forum: Sport
US Open: Berrettini zieht als erster Italiener seit 42 Jahren ins Halbfinale ein
Justin Lane/EPA-EFE/REX

1977 zog zuletzt ein Italiener ins Halbfinale in New York ein. Matteo Berrettini beendete die Serie gegen Gaël Monfils. Nach dem Spiel sagte Berrettini, dass er sich an "keine Punkte, nur an den Matchball" erinnere.

jean-baptiste-perrier 05.09.2019, 13:12
1. Best-Of-Five at its best!

Berrettini gegen Monfils war natürlich körperlich echt grenzwertig auch im Hinblick auf das Halbfinale gegen Nadal. Andererseits solche epischen Schlachten machen den Mythos von Grand Slam Turnieren aus. Nicht allein die Endspiele und Titel zählen. So ein Viertelfinale kann unter Umständen länger in Erinnerung bleiben als so manches einseitige und deshalb langweilige Finale. Und diese Dramaturgie inklusive der körperlichen Komponente gibt es nur mit Best-Of-Five. Es gab und gibt ja immer wieder Vorschläge bei den Herren auch bei den Grand Slam Turnieren nur noch Best-Of-Three zu spielen (zumindest bis Halbfinale). Das würde die besondere Magie jedoch zerstören. Man sieht es doch an den Master Turnieren. Seitdem man da nicht mehr die Endspiele Best-Of-Five spielt (man denke an Nadal gegen Federer damals in Rom), ist die Faszination auch nicht mehr so groß. Ich persönlich würde sogar für Best-Of-Five auch für die Damen in Endspielen bei Grand Slam Turniern plädieren. Aber nur in Endspielen! Das ginge ansonsten insgesamt auch nicht in 14 Tagen. Konditionell auch für viele nicht zu packen. Zumal die eine Hälfte der Damen ihre Viertelfinale und Halbfinale an zwei direkt folgenden Tagen austragen: Mittwoch und Donnerstag gleich wieder, damit vor dem Finale am Samstag zumindest ein Tag Pause ist und die Herren am Freitag ungestört ihre Halbfinale über die Bühne bringen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren