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US Open: Julia Görges scheitert an Jekaterina Makarowa
AFP

In der Vorwoche hatte Julia Görges die Russin Jekaterina Makarowa noch besiegt - jetzt unterlag die Deutsche und verpasst damit den Einzug in die dritte Runde der US Open. Zuvor war bereits Tatjana Maria ausgeschieden.

jean-baptiste-perrier 30.08.2018, 07:53
1. Görges mal wieder kopflos auf dem Platz!

Witthöft war gegen Serena Williams wie erwartet chancenlos. Man hat jedoch in fünf, sechs Ballwechseln gesehen, dass Witthöft Potential für die Zukunft hat. Bloß in ihrer derzeitigen konstanzlosen Verfassung war das heute natürlich Mission Impossible. Tatjana Maria hat gegen Svitolina ordentlich gespielt. Bloß hat sie eben nicht die Waffen, um eine Spitzenspielerin wie Svitolina an normalen Tagen in Bedrängnis zu bringen (in Wimbledon hat Svitolina viel mehr Unforced Errors produziert). Man stelle sich vor Svitolina wäre nach Wimbledon erneut an Maria gescheitert. Das wäre schon sehr merkwürdig gewesen. Diese Niederlagen von Witthöft und Maria gehen also in Ordnung. Das Spiel von Görges war hingegen eine herbe Enttäuschung. Außerhalb des Platzes zählt Julia Görges zu den intelligentesten und eloquentesten Spielerinnen auf der Tour. Ihre Interviews sind stets sehenswert und nicht so vorhersehbar wie z.B. bei Kerber. Bloß auf dem Platz lässt Görges zu häufig Spiel-Intelligenz vermissen. Das war heute wieder von vorn bis hinten ein blindes Eindreschen auf den Ball. Auch als sie anfing in Serie Bälle ins Netz oder ins Aus zu dreschen, war keine taktische Variante zu erkennen. Ich war wieder mehrfach kurz davor in die Tischkante zu beißen, weil Görges ohne Sinn und Verstand Makarova (selbst alles andere als fehlerlos) die Punkte schenkte. Sie merkt scheinbar nicht, dass sie sehr oft schlecht zum Ball steht und dann eben mit weniger Brachialgewalt zu Werke gehen müsste. Dagegen wirkt Kerbers Tennis wie Schach. Görges Tennis erinnert häufig an Hau-den-Lukas. Mit etwas mehr taktischen Varianten könnte Görges sich das Leben auf dem Platz wesentlich einfacher gestalten. So wirkt es eben häufig sehr stupide und machmal schlicht (taktisch) dumm. Also alle deutschen Hoffnungen bei den Damen ruhen jetzt wieder allein auf den Schultern von Angelique Kerber! Bloß wird man im freien Eurosport 1 nichts von Kerbers nächstem Match sehen, da es als erste Partie um 12 pm New Yorker Zeit angesetzt ist. Das ist 18 Uhr MEZ. Vuelta Etappe ist dann zwar vorbei. Jedoch überträgt Eurosport 1 von 18 Uhr bis 19 Uhr die Auslosung der UEFA Champions League. Herzlichen Glückwunsch!

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biglewbowski 30.08.2018, 12:26
2. Zu Jean-Baptiste und Görges

Danke für Ihre immer treffenden Analysen. Wenn ich dem Kommentator Stach zuhöre wenn er sagt, Görges bewegt sich toll, muss ich mich fragen, wen er da gerade sieht. Sie bewegt sich ausreichend, mehr nicht. Bei 50cm Ballabstand zum Körper voll drauf zu gehen, hat nichts mit Spielverständnis zu tun. Sie sollte mal an ihrer Reaktionszeit arbeiten, sie wirkt so oft überrascht, wenn mal ein Return auf den Körper zurück kommt. Keine Ahnung, wo sie dann ist, beim Tennis auf jeden Fall nicht. Geht ein Ballwechsel mal mehr als fünf Schläge, rechnet man innerlich sofort mit einem unforced error von Görges. Schade auch, dass ihre Ansprüche nicht höher sind, ihr Kommentar "Ich kann ja nicht immer wie Superwoman spielen" sagt alles. Sie hat weit unter ihren Möglichkeiten gespielt und das bei einer absolut schlagbaren Gegnerin. Das war nicht ansatzweise Superwoman. Und das bei einem GrandSlam. Ich höre ihr gerne zu, wenn sie im geschliffenen Englisch Interviews gibt. Im Gegensatz zu Kerber, deren Aussagen nur aus "enjoy every second", "focus on my game" und immer den gleichen inhaltslosen Phrasen bestehen, kommt richtig was rüber. Auf dem Platz ist das andersrum. Und das ist mir wesentlich lieber.

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jean-baptiste-perrier 30.08.2018, 17:31
3. Zu biglewbowski

Hey Dude, wenn ich Kommentator bei Eurosport wäre, würde ich auch nicht in dieser Schärfe wie hier im Forum kritisieren. Irgendwo müssen die da auch ein Gesamtprodukt verkaufen und schon deshalb hält sich die Kritik an deutschen Spielern dort in Grenzen (extrem in bezug auf Sascha Zverev). Und Stach sagt ja im Prinzip nichts Falsches, wenn er sagt, dass Görges sich toll bewegt. Also sie ist ja durchaus schnell unterwegs und erreicht viele Bälle. Bloß das Feintuning im letzten Moment sich optimal zum Ball zu stellen, geht Görges häufig ab. Da wird stets in gleicher Manier die Keule geschwungen, während eine Kerber im Notfall auch beinahe quasi von unterhalb des Platzes chirurgisches agiert (wenn sie sich hinkniet im Schlag, um den optimalen Treffpunkt zu erwischen). Und oft kommt Görges mit ihrem Dampfwalzen-Tennis ja auch durch, sonst stünde sie nicht auf Platz 9 der Weltrangliste. Sie hat gegen Makarova aber auch extrem unpräzise gespielt. Mir kam es wie in Melbourne so vor, als würde sie mit falscher Bespannung spielen. Man muss die Bespannung der Schläger in Relation zur Temperatur anpassen. Ich habe mittlerweile die Vermutung, dass das Görges Team bei extremer Hitze wie in Melbourne oder jetzt in New York (um die 40 Grad), Julias Schlägerbespannung nicht vernünftig anpasst. Görges hat jedoch auch im Spiel keinen Schläger gewechselt! Sind ihre Schläger alle stets identisch gespannt, so dass sie da gar keine Alternative im Match hat? Das müsste mal ein Journalist rausfinden!

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jean-baptiste-perrier 30.08.2018, 18:35
4. Kerber vs Larsson doch jetzt live im Free TV (SD)!

Nun zeigt Eurosport 1 doch live das Spiel von Kerber gegen Larsson (ab 18 Uhr, 30.08.2018)! Sorry, falls jetzt einer das Spiel nicht gesehen haben sollte, aber Eurosport hat das kurzfristig (zum Glück) geändert!

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woodyallen 30.08.2018, 19:34
5. Matthias Stach

Zitat von biglewbowski
Danke für Ihre immer treffenden Analysen. Wenn ich dem Kommentator Stach zuhöre wenn er sagt, Görges bewegt sich toll, muss ich mich fragen, wen er da gerade sieht. Sie bewegt sich ausreichend, mehr nicht. Bei 50cm Ballabstand zum Körper voll drauf zu gehen, hat nichts mit Spielverständnis zu tun. Sie sollte mal an ihrer Reaktionszeit arbeiten, sie wirkt so oft überrascht, wenn mal ein Return auf den Körper zurück kommt. Keine Ahnung, wo sie dann ist, beim Tennis auf jeden Fall nicht. Geht ein Ballwechsel mal mehr als fünf Schläge, rechnet man innerlich sofort mit einem unforced error von Görges. Schade auch, dass ihre Ansprüche nicht höher sind, ihr Kommentar "Ich kann ja nicht immer wie Superwoman spielen" sagt alles. Sie hat weit unter ihren Möglichkeiten gespielt und das bei einer absolut schlagbaren Gegnerin. Das war nicht ansatzweise Superwoman. Und das bei einem GrandSlam. Ich höre ihr gerne zu, wenn sie im geschliffenen Englisch Interviews gibt. Im Gegensatz zu Kerber, deren Aussagen nur aus "enjoy every second", "focus on my game" und immer den gleichen inhaltslosen Phrasen bestehen, kommt richtig was rüber. Auf dem Platz ist das andersrum. Und das ist mir wesentlich lieber.
erzählt lieber, in welchem Restaurant die Spielerin gestern Abend gegessen hat, dass die Schwiegermutter zu Hause auf den Hund aufpasst, und dass er vor 10 Jahren schon mit dem Trainer xy über die Zukunft des Spielers/der Spielerin gesprochen hat. Da vergisst er halt gerne mal auf die Statistiken des Matches zu schauen, um zu sehen, dass Julia Görges einfach zu viele UEs macht. Ein bisschen mehr kritisches Kommentieren und Analysieren und weniger Stories aus dem Wienerwald würden Kollege Stach, den ich als Kommentator schon schätze, guttun. Zu Görges: Ihr Spiel ist wirklich attraktiv und gut anzusehen, und Sie hat ein tolles Jahr hinter sich. Den letzten Schritt in die Top5 wird Sie aber wohl nicht schaffen, da Sie zu oft überzieht, und dann einen UE macht, zum anderen auch Ihre Returnschwäche für ganz oben nicht reicht. Aber vielleicht bekommt Sie da ja auch noch die Kurve! Zu wünschen wäre es Ihr, denn ihr Spiel ist attraktiv und in Interviews ist sie wirklich sehr eloquent, was Sie von vielen Spielerinnen abhebt.

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biglewbowski 31.08.2018, 00:16
6. @ Jean & Woody, leider habe ich keine Ahnung,

wie man hier zitiert. Natürlich muss man Görges' Klasse betonen, wie sonst schafft man es in die Top10. Chapeau dafür. Das Stach der Märchenonkel vom Dienst ist, können wir nicht ändern. Sympathisch ist er ja. Und das mit Kritik gegeizt wird, ist aber nicht immer so, da muss ich Oliver Fassnacht in Erinnerung rufen. Der macht das schon sehr deutlich,wenn es besser laufen sollte. Wenn er kommentiert, sollte man die Ohren spitzen. Unglaublich kompetent. Und er hält mal 5 Schläge den Mund. Da können sich Rittner und ihr Kokommentator, auf das Kerber - Spiel heute bezogen, mal so alles abgucken. Jede Minute zu erwähnen, wie platt Kerber ist, wahnsinnig informativ. Sehe ich auch selbst. Etwas weniger Drama hätte ich mir allerdings gewünscht.

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