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US-Star Megan Rapinoe bei der WM: Lautes Schweigen
Bernadett Szabo / REUTERS

18:0 Tore, neun Punkte, Durchmarsch ins Achtelfinale: Die USA sind bei der WM das beste Team. Doch sie kämpfen nicht nur um den Titel, sondern auch gegen Ungerechtigkeit - angeführt von Megan Rapinoe.

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wetzer123 21.06.2019, 11:54
30. Fußball ist primär Showgeschäft

Deshalb gibt es so viel Geld. Und das Geld sollten die bekommen die die Show erbringen, wenn in D der Männerfußball mehr 'einbringt' ist es ok und richtig wenn die Männer mehr bekommen, wenn in US der Frauenfußball mehr 'einbringt' dann sollten dort die Frauen mehr bekommen. Ich verstehe die US Frauen vollständig.

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hansen555 21.06.2019, 11:57
31. US Fussball

Zitat von andiwe
In den USA gibt es eigentlich keinen Grund, warum die männlichen Nationalspieler für ihre Einsätze. auch nur annähernd so viel Geld bekommen wie die weiblichen, geschweige denn mehr. Die US-Fußballerinnen sind ein internationales Spitzenteam, dass bei allen Wettbewerben um den Sieg mitspielt. Das weiß ich sogar als bekennender Nicht-Fußballfan. Bei den Männern muss ich gestehen, dass mir bislang nicht einmal bewusst war, dass die USA überhaupt eine Nationalmannschaft haben - bei großen Turnieren nehme ich immerhin noch die Endrunde wahr (ohne die Spiele anzusehen, aber die Ergebnisse) und da sind sie mir bislang selten aufgefallen. Wenn da die Frauen sogar noch weniger bekommen, ist das ein schlechter Witz.
Die USA sind auch bei den Männern inzwischen eine bekannte Fussballnation.
Die deutsche NM hatte bei der WM 2002 durch einen schmeichelhaften 1:0 Sieg gegen die US Boys das Halbfinale erreicht.
2026 wird die Mammut WM mit 48 Nationen in den USA stattfinden (und ein bisschen Mex u. Can). Die letzte WM in Russland hatten die USA aber verpasst.
Eines der größten Fussballtalente, Christian Pulisic, ist gerade vom BVB zu Chelsea für einen großen Batzen Geld gewechselt.
Die USA könnten auch den Männerfussball dominieren, wenn sie es nur wollten. Denn kaum ein Land bietet so gute Bedingungen und Infrastruktur für die Nachwuchsförderung in einer Sportart wie die USA. Nur dominieren halt Basketball, Football und Baseball bei den Kindern und Jugendlichen.

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Ranor 21.06.2019, 11:58
32. Angebot und Nachfrage

Während die Fussballweltmeisterschaft der Frauen 2015 ca. 73 Mio Dollar an Einnahmen erbracht hat, erzielte die Fussballweltmeisterschaft der Herren 2018 ca. 6,5 Mrd Dollar Einahmen also ca. 90 mal so viel. Von diesem Geld geht ein Teil an die nationalen Verbände, die daraus die Prämien für ihre Spieler bezahlen. Die amerikanischen Frauen erhaltne ca. 13% der von ihnen erbrachten Einnahmen, die Männer erhalten ca. 9%. Die Tatsache das die Frauen trotz des größeren Anteils erheblich weniger Prämien bekommen ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass sie weit weniger Einnahmen erbringen. So lagen die Besucherzahlen bei der letzen Frauen WM (2015) bei insgesamt 1,35 Mio in den Stadien für die Männer sind Zahlen schwierig zu finden allerding gab es 7,7 Mio Besucher bei den FIFA Fan Festen und bei den Überragungen in Internet und Fersehen wurden insagesamt 3,5 Mrd Zuschauer hochgerechnet.

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neurobi 21.06.2019, 12:16
33.

Zitat von power.piefke
"Beim Frauenfußball ist die Nachfrage (Zuschauer) gering, entsprechend ist es auch der Preis. Auch hier gilt: So einfach ist das." ... wenn Sie den Text gelesen hätten, dann hätten Sie gesehen, dass die US eben wirtschaftlich erfolgreicher sind als die Männer. Sue haben mehr eingespielt. Folglich müssten die Frauen nach Ihrer Argumentation mehr Geld bekommen." so einfach ist das!". PS. Würden sie sagen, dass Steffi Graf nicht Tennis spielen konnte, oder Lindsay Vonn nicht Skifahren?
In den USA ist Fußball eher Frauensport. Von daher überracht es mich, das die Frauen (Spitzenteam) dort schlechter behandelt und bezahlt werden als die Männer (Internationale Mittelklasse).
Von daher volles Verständins.
Das Frauenfußball insgesammt natürlich nicht das Niveau und die Attraktivität für das Männerfußballs hat und daher in den meisten Ländern auch weniger Publikum ist allerdings schon eine Grund für schlechtere Bezahlung. Trifft aber auf die USA nicht zu.

Bei anderen Sportarten, sieht es anders aus. Zum Beispiel beim Skifahren (von Abfahrt bis Biatlhon), Tennis, Leichtathetik oder Beachvolleyball ist der Unterhaltungswert und das Publikuminteresse vergleichbar hoch. Hier ist die gleiche Bezahlung ein muss, auch wenn die Männer(teams) sicher die Frauen(teams) deutlich schlagen würden.

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dein_idol 21.06.2019, 12:19
34.

Zitat von Paule Paulson
Das ist nun auch wieder Unsinn. Die US-Frauen- und die US-Männermannschaft generieren ungefähr gleichviel Umsatz ergo sollten sie auch ungefähr gleichviel bekommen, und damit hat es sich. Was dir persönlich auffällt ist hierfür irrelevant.
Ist das so? Im Beitrag werden 2016-2018 erwähnt. In 2016 hat man an der Copa America teilgenommen aber eben nicht 2018 an der WM. Die Prämien werden ja gerade bei Turnieren ausgeschüttet und nicht bei Freundschaftsspielen.
Die Frauen haben da noch Olympia, Tournament of Nations, She Belive Cup und ähnliches. Da werden natürlich auch Prämien ausgeschüttet.

Hatten die Männer an der WM teilgenommen hätte es Prämien von 6,8 Millionen gegeben, nur in der Gruppenphase. Abzüglich der Ausgaben kann man dann eben 200000 € weitergeben. Weil eben die Spieler hauptverantwortlich sind.

Ich finde leider nichts wie viel das bei den Frauen sind. Aber total werden 30 Millionen ausgeschüttet. Das wird deutlich unter einer Million sein pro Gruppenteilnehmer. Dann bleiben eben unter 100000 zum verteilen.

Klar kann der Verband es aufstocken durch die Ticketeinahmen etc. Aber da sind Männer und Frauen wie gesagt gleich in den USA. Dann kann man auch beiden das gleiche aufstocken, zusätzlich zu den umverteilten Turnierprämien.

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neurobi 21.06.2019, 12:23
35.

Zitat von piccolo-mini
könnte man auf zwei Ebenen betrachten: 1. Leistung Die besten Frauenteams hätten gegen Männerteams oberhalb der Bezirksliga keine Chance. Nach diesem Kriterium könnten Topspielerinnen ähnlich viel Geld erhalten, wie Bezirksligaspieler.
Bitte nicht übertreiben. Ich denke die Spitzenteams der Frauen-WM können durchaus in der Regionalliga mithalten.
Die können schon Fußball spielen. Bei dem was ich da gesehen habe, waren schon ein paar sehenswerte Dribblings, Pässe oder Schüsse dabei. Und in Sachen Fitniss stehe die Damen den Herren nicht nach.

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michael_silie 21.06.2019, 12:50
36. Leistungsbezogene Entlohnung

Wer gegen eine männliche U15 verliert, sollte den eigenen Marktwert kennen.
https://m.sport1.de/fussball/frauen-mehr/2017/07/frauenfussball-weltmeister-usa-unterliegt-einer-u15-auswahl-aus-dallas

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neurobi 21.06.2019, 12:58
37.

Zitat von hansen555
Die USA könnten auch den Männerfussball dominieren, wenn sie es nur wollten. Denn kaum ein Land bietet so gute Bedingungen und Infrastruktur für die Nachwuchsförderung in einer Sportart wie die USA. Nur dominieren halt Basketball, Football und Baseball bei den Kindern und Jugendlichen.
Schade für die USA, zwei Sportarten die jenseits des eigenen Landes kaum jemand interessiert.
Es gibt wohl auch kaum Sportarten die langweiliger anzusehen sind wie diese beiden. Da ist selbst ein Bezirksligaspiel von Frauenteams spannender. Aber das ist rein subjektiv.

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Paule Paulson 21.06.2019, 13:25
38.

Zitat von dein_idol
Ist das so?
So steht es jedenfalls im Artikel, über den wir hier diskutieren: "Laut einer Studie des "Wall Street Journals" haben die Einnahmen der Fußballerinen von 2016 bis 2018 bei 50,8 Millionen Dollar gelegen, die Männer spielten für den Verband in dieser Zeit knapp eine Million Dollar weniger ein." Also deutlich weniger als 2% Unterschied bei den Einnahmen.

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ThomasS79 21.06.2019, 13:45
39. Öbszön ist anders...

Zitat von zaunreiter35
Der Herr Göbel porträtiert hier eine Sportlerin, die auf und abseits des Platzes für Gleichberechtigung kämpft. Und rein zufällig ist das auch noch eine meiner Lieblingssportlerinnen. Sie hat nicht nur in Sinsheim ein Tor geschossen, sondern auch im Viertelfinale der WM 2011 gegen Brasilien in der hundertzwanzigunddrölften Minuten Abby Wambach den Ausgleich auf dem Kopf serviert. Bei dem Wort "Gleichberechtigung" wird sofort im "homo fußball germanicus vulgaris" ein Schalter im Kopf umgelegt und er kann nicht mehr richtig nachdenken, selbst wenn er im normalen Leben ein Linker oder ein gewerkschaftsorientierter Arbeiter ist. Da lohnt es sich nicht mehr drüber aufzuregen. Diese Sorte Mann schafft es doch tatsächlich beim Thema Frauenfußball auf die Marktwirtschaft zu verweisen, aber gleichzeitig auch RB Leipzig oder TSG Hoffenheim zu verdammen. Aber wenn dann so ein User wie "ThomasS79" daherkommt und die Forderung nach einem gleichberechtigten Dasein ins Lächerliche zieht, dann muss ich als älterer weißer Hetero-Mann doch auch meinen Senf dazu zu geben. Ich finde das obszön, wie er Megan Rapinoe in den Dreck zieht. Vermutlich musste er noch nicht in seinem Leben für etwas kämpfen. Für mich ist Megan Rapinoe ein Vorbild (ein Role Model) - ebenso wie Kira Walkenhorst oder Tahnee - für all die Jugendlichen, die in ihrer Sexualität anders sind als die Jugendlichen in ihrer Umgebung, und damit erstmal zurecht kommen müssen. Da fehlt es bei "ThomasS79" an der nötigen Empathie. Aber das ist ja nicht mein Problem.
Sehr geehrter Zaunreiter35, glauben Sie mir, ich bin mit sehr viel Empathie beseelt und unter Obszönität verstehe ich etwas anderes! RBL und die TSG spielen übrigens wirklich tollen Fußball im Gegensatz zu den Frauenteams. Ich empfehle Ihnen die aktuelle Kolumne von Thomas Fischer, dort finden Sie Erleuchtendes, auch zum Thema "Gleichberechtigung" im Fußball! Man könnte zu der Meinung kommen, die ganze Welt wäre voller Homosexueller und Frauenfußball-Aktivisten, die in ständiger, akuter Unterdrückung leben! Mir ist die sexuelle Ausrichtung jedes Menschen und der Sport den er treibt völlig egal, solange sie keine Unterdrückung erfährt! Genauso ist mir, wie im Übrigen 90% der restlichen, deutschen Bevölkerung, auch Frauenfußball völlig schnuppe! Mein ironischer Beitrag sollte lediglich überspitzt darstellen, dass sich dies trotz Zwangsbeglückung durch täglich mindestens 10 Beiträge beim SPON nicht ändern wird! Weiterhin wäre ich sehr begeistert, wenn wir auch nur die Hälfte der Energie, die aktuell völlig ohne Sinn und Verstand in Gender- und Feminismus Debatten investiert wird, für weniger konstruierte, dafür aber prägnantere Probleme unserer Gesellschaft investieren würden! Und auch wenn es zig mal wiederholt wird, ich sehe beim Thema Gleichberechtigung und sexueller Identität einfach mal sehr viele andere "Baustellen" als die künstlich generierte Aufmerksamkeit um den Frauenfußball! Seien Sie sich daher sicher, dass ich ein hochemotionaler Mensch mit viel Sinn für tatsächliche Gleichberechtigung bin, auch wenn mein Sarkasmus diesmal Ihr Badezimmer-It-Girl-Poster beschmutzt hat, was mir aufrichtig leid tut!

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