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US-Tennis in der Krise: Land der begrenzten Möglichkeiten
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Sampras, Agassi, McEnroe: Das US-Tennis hat große Helden hervorgebracht. Heute steckt Amerikas Männertennis in einer Krise. Der Laver Cup zeigt, dass die Stars des Sports fast alle aus Europa stammen. Warum?

wind_stopper 22.09.2017, 16:28
1. Beim DTB

sieht es doch auch nicht besser aus - da hat man sich ja auch zu lange auf Bobbele und Steffi ausgeruht. Der Tennis Boom der 80er ist ja dann auch ziemlich schnell Mitte der 90er zum erliegen gekommen. Spaetestens seit Stich und Steffi abgetreten sind, hat es im Deutschen Tennis ja keine wirklich guten Spieler mehr gegeben. Lisicki hatte einfach mal etwas Glueck vor ein paar Jahren, im Moment spielt sie sicherlich auf ihrem wirklichen Niveau. Bei Kerber bin ich mir nicht sicher, aber sie ist trotz der Nr 1 WTA im letzten Jahr sicherlich keine, die den Tennissport dominiert.

Solche dominanten Spieler wie Serena, Roger, Novak and Rafael sind sicherlich auch ein bischen Zufall und nicht unbedingt auf die Nachwuchsarbeit zurueckzufuehren. Denn, wenn diese Spieler nicht da waeren, dann waeren die Weltranklisten deutlich mehr ausgeglichen. Mit Ausnahme von diesen Jahrhundert-Spielern, spielt der Rest der Top100 auf einem aehnlichen Niveau, wo jeder in den Top20 oder gar Top50 mal nen Grandslam gewinnen koennte, waeren da nicht Grossen 4.

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tom_ppp 22.09.2017, 16:30
2. Wir

hatten Ende der 80er Anfang bis zu den 2000ern auch mehr Spieler in den Top 100 als heute.
Es könnte auch daran liegen das es mehr Konkurrenz von anderen Sportarten gibt.
Ähnliches ist im Golf zu beobachten, nachdem Kaymer überraschend die Nummer 1 und Golf olympisch wurde, fällt diese Sportart vielen Jugentlichen auf und dies macht sich erst in 10 Jahren bemerkbar.

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Nonvaio01 22.09.2017, 16:30
3. weil Tennis

ein sport fuer reiche ist, bzw extreme viel Geld kostet und man glueck haben muss.

All die US starts kamen aus der bekannten Tennis akademi.

Tennis ist nicht mehr cool.....

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widower+2 22.09.2017, 17:27
4. Stimmt! Oder auch nicht.

Zitat von Nonvaio01
ein sport fuer reiche ist, bzw extreme viel Geld kostet und man glueck haben muss. All die US starts kamen aus der bekannten Tennis akademi. Tennis ist nicht mehr cool.....
Da hat sich einiges geändert. Als ich mich für Tennis interessierte und gerne gespielt hätte, wären in meiner Stadt alleine für die Aufnahmegebühr 10.000 DM fällig gewesen, was dem Jahreseinkommen meiner alleinerziehenden Mutter entsprach.

Inzwischen ist das deutlich erschwinglicher und gerade in ländlichen Gegenden fast für jeden möglich. Die Dominanz der Europäer hat mit Sicherheit damit zu tun, dass Tennis inzwischen nicht mehr nur ein Sport für Reiche ist.

Das erste Mal Tennis gespielt habe ich mit 11, als ich bei meinem Onkel in Kanada zu Besuch war. Dort gab es für jedermann zugängliche, kostenlose Tennisplätze. Danach das nächste Mal mit 20, als ich in Spanien lebte. Dort konnte jeder für umgerechnet 2 DM die Stunde einen Platz buchen.

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St.Baphomet 22.09.2017, 18:55
5. Liebe Autoren,

hört doch bitte endlich damit auf Sportler als Helden zu bezeichnen.
Helden sind m.E Menschen die andere Menschen unter Einsatz ihres Lebens vor etwas Üblem wie dem Tod schützen.
Egal wie gut Sampras, Agassi, McEnroe etc. ihre Tennisschläger geschwungen haben, Helden wurden sie dadurch garantiert nicht.
Fällt ihnen kein anderes Superlativ ein?

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jean-baptiste-perrier 22.09.2017, 23:23
6. Lieber St.Bathomet,

vielleicht sollten Sie erstmal verstehen, dass Ihre subjektiv verengte Sichtweise nicht als objektiver Maßstab taugt.---> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Held
Ansonsten (Ihrer Logik folgend) könnte man auch darauf bestehen, nicht von Stars (Tennis-Stars, Film-Stars) zu sprechen, weil Menschen keine Sterne sind.

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Poco Loco 22.09.2017, 23:46
7.

Erst mal muss man auch berücksichtigen, dass viele Spielerinnen und Spieler aus Osteuropa die Weltranglisten eroberten, nachdem die USA keine Spieler mehr nach vorne brachten, die Konkurrenz wurde immer größer nach der Jahrtausendwende. Es fehlen vielleicht auch die Vorbilder die den Nachwuchs für den Tennissport begeistern könnten, sowie Becker u. Graf in den 80/90er Jahren. Es ist vielleicht nicht kostspielig einen Platz zu mieten oder in einem Verein Mitgliedsbeiträge zu zahlen, aber die Trainerstunden sind teuer. Man müsste mal Nick Bolettieri fragen, warum aus seiner Tennisschule keine Top-Ten Player mehr kommen. Mir als Zuschauer sind die Spiele manchmal zu langatmig geworden, 5 Sätze können sich da schon mal hinziehen, vielleicht liegt es auch daran, dass der Tennissport nicht immer aufregend und spannend ist. Warum werden in den ÖR Sendern kaum mehr Tennistuniere übertragen, das trägt auch nicht gerade dazu bei, den Sport wieder populärer zu machen.

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