Forum: Sport
USA im Halbfinale der WM: Wer soll die noch stoppen?
Francois Mori / AP

Die USA überrollten bislang ihre Gegner, doch gegen Frankreich ruhte die Dampfwalze um die überragende Megan Rapinoe. Der Viertelfinal-Sieg gegen den WM-Gastgeber war ein Zeugnis von Variabilität und Spielintelligenz.

Seite 1 von 4
Provinzposse 29.06.2019, 11:39
1. Welch ein spannendes Spiel

Werbung für den Fußball. Das war die Art von Spielen, für die man sich in der Hoffnung auf was Tolles 8 Grottenkicks anschaut. Schade für die Französinnen, das schon im Viertelfinale Schluss ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pjotrmorgen 29.06.2019, 11:41
2. Glücklich und nur halbwegs verdient

Natürlich kann der Artikelschreiber Jan Göbel nicht falsch liegen, wenn er den Sieger der Partie und amtierenden Weltmeister über den grünen Klee lobt. Früher hiess es sogar die USA würden wie ein Guardiolateam spielen.

Nichts könnte falscher sein. Die USA sind ein athletisches, läuferisch und kämpferisch starkes Team, aber voller technischer Defizite. Frankreichreich war an der Zahl der Anspielstationen und Passgenauigkeit deutlich überlegen und angesichts der Chancen in der 2. HZ, wäre zunächst mal ein Unentschieden (mit Verlängerung) mehr als gerecht gewesen. 60% Ballbesitz mit 79% Passgenauigkeit zeigen die hohe Qualität des farnzösischen Spiels, bei 40% und nur 66% Passgenauigkeit der USA. Das sind unterirdische Werte für einen Weltmeister.

Die USA spielten letzlich nur eine Art Kick-and-Rush einschliesslich erschrecken schneller Ballverluste. Das erste Tor war pures Glück, denn die französische Torhüterin hätte denn Ball zu 99% gehalten, wenn sie freie Sicht gehabt hätte. Was den USA besonders half, war das Nichtvergeben von gelben Karten, bei häuufigeren taktischen Fouls (11), während Frankreich für 8 Fouls immerhin 2 geleb Karten bekam- Auffällig war auch das wiederholte Ausschimpfen der Französinnen durch die Schiedsrichterin, während das den USA nicht passierte. Insgesamt war somit eine erkennbar Bevorzugung der "Supermannschaft" USA vorhanden. Tatsächlich war die Defensive der USA in der letzten Viertelstunde (nicht mehr in der verschleppten Nachspielzeit) ein einziger Hühnerhaufen und es ist ein Übermass an Glück, dass kein zweites oder gar drittes Tor für Frankreich fiel.

Die Analyse von Herrn Göbel lässt viele dieser wichtigen Details aus. Doch wie gesagt, man kann nie so ganz falsch liegen, wenn man mit dem Sieger geht ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deho0209 29.06.2019, 11:44
3. Überschrift

In ein paar Jahren wird es denke ich mal anders aussehen. Denn die Amerikanerinnen sind was die professionellen Strukturen in ihrer Liga angehen, den Europäern ja noch um einiges voraus. In Europa wird seid ein paar Jahren ja erst richtig viel Geld in den Frauenfußball reingepumpt. Ich denke mal das in einigen Jahren viele Mannschaften mit den Amerikanerinnen auf Augenhöhe sein werden. Der DFB hatte es in den 2000er Jahren nach den WM Titeln und dem Hype der dadurch entstanden ist, einfach verpasst die Frauen BL noch ein Tick Professioneller zu gestalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_7302413 29.06.2019, 11:45
4. Eine Klasse für sich.

Das Team der USA wirkt in jeder Beziehung stärker als alle anderen Teams der WM. Sie sind athletischer, robuster, ballsicherer, schneller - sowohl körperlich, wie auch geistig/mental, haben enorme Kondition und sind als Team sehr homogen besetzt. Etwas effizienter in der Verwertung der Möglichkeiten könnten sie noch werden. Wes sie stoppen will, muss erst einmal die körperlichen Voraussetzungen entwickeln, um dagegen halten zu können. Ich habe kein anderes Team gesehen, das auch nur annähernd diese kompakte Bündelung von Positivmerkmalen und Dynamik aufweist. Ich gehe daher davon aus, dass die US-Damen sich diesen WM-Titel nicht nehmen lassen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kopi4 29.06.2019, 11:46
5.

Tja,Trump kann die Einladung ans Team schon mal drucken bzw. Twittern. Weder England noch der Gegner im Finale wird eine Chance haben. Selbst der Videobeweis ist ein Ami, das Handspiel in der Schlußphase muß man nicht geben aber bei anderen (kleineren) Teams wurde,auch in diesem Turnier, schon auf den Punkt gezeigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paddi78 29.06.2019, 11:52
6. erstaunlich

Es ist bemerkenswert wie die Medien mit ihrer aller Macht versuchen dieses Turnier zu hypen.
Ausschließlich nur, weil es ja auch irgendwie Fußball ist. Aber nur weil die Öffis diese Spiele zeigen müssen (Rechtepaket mit den Männern) macht es dieses Spiel oder dieses Turnier nicht ansehnlicher oder interessanter. Widmet eure Kraft und Macht lieber anderen Sportarten, die haben es mehr verdient

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pjotrmorgen 29.06.2019, 12:02
7. Ballsicherheit?

Zitat von spon_7302413
Das Team der USA wirkt in jeder Beziehung stärker als alle anderen Teams der WM. Sie sind athletischer, robuster, ballsicherer, schneller - sowohl körperlich, wie auch geistig/mental, haben enorme Kondition und sind als Team sehr homogen besetzt. Etwas effizienter in der Verwertung der Möglichkeiten könnten sie noch werden. Wes sie stoppen will, muss erst einmal die körperlichen Voraussetzungen entwickeln, um dagegen halten zu können. Ich habe kein anderes Team gesehen, das auch nur annähernd diese kompakte Bündelung von Positivmerkmalen und Dynamik aufweist. Ich gehe daher davon aus, dass die US-Damen sich diesen WM-Titel nicht nehmen lassen werden.
Gerade technisch und hinsichtlich der Passgenauigkeit waren die USA Frankreich deutlich unterlegen (siehe Werte in meinem vorigen Beitrag, von der FIFA-Webseite).

Es war einach zu deutlich, dass die USA meist nach 3 Anspielstationen den Ball wieder verloren hatten, einfach weil die Spielerinnen technisch so schlecht sind. Wirklich gut war über lange Zeit im Spiel die Raumaufteilung und die stabile Defensive. Allerdings zerfiel die vollkommen, als die Französinnen den Druck mit dem Spieltempo erhöhten. Da waren die hochgelobten USA einfach nur vom Glück begünstigt und hätten den Ausgleich mehr als verdient gehabt.

Erst mal sehen, was England macht. Denen werden die Schwächen der USA nicht entgangen sein und wenn die USA ins Finale kommen sollten, gibt es auch keine Gewinngarantie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 29.06.2019, 12:22
8. Fussball

Das Spiel hatte einen logischen Verlauf. Aber ohne das schnelle und eher zufällige Führungstor hätte die Sache auch einen anderen Verlauf nehmen können. Das zweite Tor war eben der klassische Konter, wenn man hinten liegt und nach vorne spielen muss.
Der nicht gegebene Handelfmeter wäre auch eine Debatte wert, denn im Spiel NL-Japan war die Armhaltung im Grunde identisch (nicht voll angelegt, aber auch keine Bewegung zum Ball und zu wenig Distanz um den Arm noch wegzunehmen).
Die USA haben mit viel Glück gewonnen, wirklich überzeugend fan ich das Team nicht, und die Showeinlagen nach dem Modell Neymar darf man wohl auch kritisieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 29.06.2019, 12:27
9. Klar

Zitat von pjotrmorgen
Natürlich kann der Artikelschreiber Jan Göbel nicht falsch liegen, wenn er den Sieger der Partie und amtierenden Weltmeister über den grünen Klee lobt. Früher hiess es sogar die USA würden wie ein Guardiolateam spielen. Nichts könnte falscher sein. Die USA sind ein athletisches, läuferisch und kämpferisch starkes Team, aber voller technischer Defizite. Frankreichreich war an der Zahl der Anspielstationen und Passgenauigkeit deutlich überlegen und angesichts der Chancen in der 2. HZ, wäre zunächst mal ein Unentschieden (mit Verlängerung) mehr als gerecht gewesen. 60% Ballbesitz mit 79% Passgenauigkeit zeigen die hohe Qualität des farnzösischen Spiels, bei 40% und nur 66% Passgenauigkeit der USA. Das sind unterirdische Werte für einen Weltmeister. Die USA spielten letzlich nur eine Art Kick-and-Rush einschliesslich erschrecken schneller Ballverluste. Das erste Tor war pures Glück, denn die französische Torhüterin hätte denn Ball zu 99% gehalten, wenn sie freie Sicht gehabt hätte. Was den USA besonders half, war das Nichtvergeben von gelben Karten, bei häuufigeren taktischen Fouls (11), während Frankreich für 8 Fouls immerhin 2 geleb Karten bekam- Auffällig war auch das wiederholte Ausschimpfen der Französinnen durch die Schiedsrichterin, während das den USA nicht passierte. Insgesamt war somit eine erkennbar Bevorzugung der "Supermannschaft" USA vorhanden. Tatsächlich war die Defensive der USA in der letzten Viertelstunde (nicht mehr in der verschleppten Nachspielzeit) ein einziger Hühnerhaufen und es ist ein Übermass an Glück, dass kein zweites oder gar drittes Tor für Frankreich fiel. Die Analyse von Herrn Göbel lässt viele dieser wichtigen Details aus. Doch wie gesagt, man kann nie so ganz falsch liegen, wenn man mit dem Sieger geht ...
Gut beschrieben.
Ich habe beim ZDF gestern den Ton abgeschaltet, weil das Anschleimen an die USA so peinlich war. Als Deutscher im Ausland fällt mir immer mehr auf, wie sehr die Deutschen noch ihren Untertanengeist pflegen. Man will soooo unbedingt auf der Seite der Sieger sein. Beim ZDF blieb gestern die Neutralität komplett auf der Strecke.
Highlight: Kommentator sagt nach gelungener US Aktion "So spielt ein Weltmeister", 3 Sekunden später peinlicher US Fehlpass im Mittelfeld. Schweigen des Kommentators.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4