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Verfehlte Transferpolitik: Warum Top-Spieler den FC Bayern meiden
Matthias Balk/DPA

Der FC Bayern war mal ein europäischer Topklub. Doch der Verein definiert sich zu sehr über die Vergangenheit. Seine Zukunft verspielt er auf dem Transfermarkt.

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at.engel 10.07.2019, 07:51
80.

Wenn ich denn Artikel zusammenfassen soll, heißt das, "kluge Kaderplanung" bedeutet einfach, noch mehr Geld rauszuhauen als die potentiellen CL-Gegner... ?!
Die Chancen, dass der FCB in den nächsten drei Jahren die CL gewinnt, sind gering - und ob es sich rentiert eine halbe Millliarde auszugeben, um dann doch im Viertel- oder Halbfinale rauszufliegen ist eben eine andere Frage. Das ist ja das Gleiche in der Bundesliga: Platz eins ist dauerhaft vergeben. Da kann man sich bestenfalls mit zwei, drei Clubs um Platz zwei schlagen - nur gibt dafür keiner hunderte von Millionen Euro aus! Resultat: Der Wettbewerb stagniert und das Niveau sinkt. Und ein Spieler, der sportliche Ambitionen hat, geht villeicht zum FC Bayern oder eben gleich in eine andere Liga.

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Dieter Koll 10.07.2019, 07:52
81. das alberne an dieser Diskussion ist....

dass die Bayern verurteilt werden, weil sie zu viel Geld ausgegeben haben und wenn sie es nicht tun. In beiden Fällen steht der Untergang des Vereins kurz bevor. Nun, gemessen an den gestellten Anforderungen und den Erfolgen des letzten Jahrzehnts hätten allerdings alle 17 anderen Vereine bereits den Spielbetrieb einstellen müssen.
Die Bayern müssen halt mit dem Personal auskommen, was zur Verfügung steht. Es kann sich halt nicht jeder einen Heidel, Baiersdorfer, Bader, Knäbel oder Heldt leisten.
Es gibt nicht viele Vereine in Europa, die erfolgreicher waren als die Bayern und schon gar nicht mit den Mitteln, über die der FC Bayern verfügt.
Herr Krämer steht es frei, sich nach gutdünken zu verschulden.... aber einem Verein anzukreiden, eben weil sie es nicht tun, ist schon dreist und zeigt die fachliche Kompetenz des Autors. Aber es war schon immer leichter, Geld anderer zu verschwenden, solange man sein eigenes dabei nicht anrührt.

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Di_oH 10.07.2019, 07:58
82. Das Problem

Ich sehe das Problem weniger bei den Bayern, als bei "den Anderen". So lange finanzstarke Vereine wie Schalke, Leipzig, Leverkusen, Mönchengladbach und allen voran der BVB nicht auch mal investieren, anstatt sich immer nur über die Übermacht der Bayern zu beschweren, bleibt die Bundesliga für Topstars unattraktiv. Die Topstars wollen sich mit den besten messen und ihre Leistungen in einer vielbeachteten Liga zeigen. So lange das nicht annähernd gegeben ist und sich die deutschen Vereine regelmäßig in den internationalen Wettbewerben in Achtelfinale, Gruppenphase oder sogar in der Quali zur EL verabschieden und nur der FC Bayern die Fahne international halbwegs hochhält - positive Ausnahme letzte Saison Eintracht Frankfurt, die das dieses Jahr aber auch nicht werden wiederholen können - wird sich das leider auch nicht ändern.
Wie ein anderer Kommentator schon geschrieben hat: Die Bayern geben einiges an Geld aus, bekommendafür aber keine absoluten Topstars, wenn ich lese, dass ein Hazard für "nur" 20 Mio. mehr als Hernandez zu haben gewesen wäre...
Ihre Auflistung bei den Umsatzstärksten Vereinen ist in meinen Augen nur die halbe Wahrheit. Was juckt es Paris St.Germain, wie viel Umsatz sie machen? Wenn sie einen Spieler wollen wird der eben als Werbe-Ikone von Katar engagiert und kickt nebenbei bei PSG. Ähnlich läuft es auch bei anderen Vereinen z.B. in England. Die Spanier machen seit Jahr und Tag Schulden wie sie gerade lustig sind bzw. kaufen lieber Spieler als ihre Steuern zu bezahlen. Das ist natürlich auch nicht wünschenswert.
Als Bundesliga (und damit meine ich nicht nur Bayern) muss man sich eben entscheiden: Will man bei den Topligen weiterhin versuchen mitzuhalten, noch mehr TV-Geld zu generieren, etc. dann muss man aus seiner Lethargie eben mal aufwachen oder sagt man sich, "lasst die Irren machen, irgendwann regelt sich der Markt selbst und wir wirtschaften solide, spielen vor vollen Stadien zu fangerechten Anstoßzeiten,... gewinnen aber dafür die nächsten 20 Jahre keine internationalen Titel mehr".

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marcuhlig 10.07.2019, 08:04
83.

Zitat von Oihme
... aber beispielsweise Atletico HAT sich mit Felix bereits Ersatz besorgt, noch bevor Griezmann überhaupt auf dem Markt ist. Und hat zur Geldbeschaffung Hernandez völlig überteuert an die Bayern verscherbelt. Real ist nach dem Kauf von Hazard und Jovic komplett; PSG hat angeblich drei überzählige BVB-Spieler im Visier, falls Neymar geht. Und Barca ist nicht erst seit dem Kauf von Dembele dafür bekannt, dass man dort über mehrere Spielzeiten gehende Ratenzahlungen vereinbart, auch bei Griezmann will man laut Medienberichten die Transferkosten wieder aufsplitten, um nicht auf teuere Verkäufe angewiesen zu sein. So schrecklich viele Klubs mit Geld, die potentielle Abnehmer für die > 100 Mio-Spieler wären und damit den Domino-Effekt anstoßen könnten, sehe ich derzeit also nicht. Wer sich also darauf verlässt, dass ausgerechnet in dieser Saison die großen Vereine verkaufen müssen, um sich die Top-Stars leisten zu können, und dann zugunsten der Bayern ein riesiges Geldvershiebungs - und Verein-wechsle dich-Spielchen beginnt, begibt sich auf sehr dünnes Eis.
Fassen wir kurz zusammen: Atletico hat für 126 Millionen den 19 jährigen Felix als Ersatz für Griezmann gekauft und der 46 Millionen günstigere 23 jährige Weltmeister Hernandez den Bayern geholt hat war völlig überteuert. Ja, das leuchtet einem Jubelperser des SdS wie mir ein und so versuchen wir aus der puren Not eine Bayern-Tugend zu machen und so weiter und so fort. Wissen Sie, ich sehe meine Bayern selbst sehr kritisch, man wird in der CL leider auch in der kommenden Saison keine Rolle spielen. Aber wieso arbeiten Sie sich so an den Bayern Fehlern ab? Seien Sie doch froh, vielleicht wird es ja doch endlich mal was mit dem Titel. Wenn nicht, dann bin ich auf Ihre Begründung jetzt schon gespannt.

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schorri 10.07.2019, 08:35
84. Unberechtigte Kritik

Nanana, lieber Spiegel!
Die Kritik am großen FC Bayern ist (1.) überzogen und (2.) völlig unberechtigt.
Denn: Der Präsident Ulrich Hoeneß hat es doch der versammelten Jounaille - und damit auch Ihnen - schon im Februar in's Stammbuch geschrieben, dass die Kritik an der Transferpolitik eben das ist: Überzogen und unberechtigt.
O-Ton: "Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles für die neue Saison fest verpflichtet haben!"
Und das ist eben auch heute noch der Stand.
Die Kracher haben längst unterschrieben - der große FCB will der Journaille und den Konkurrenten nur noch nicht sagen, wer das ist!
Kapisch?

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kaiservondeutschland 10.07.2019, 08:41
85. Antibayernrhetorik

Ich mag die beiden Leute an der Spitze des FCB auch nicht besonders, aber lasse mich auch nicht zu primitiver Antibayernrhetorik hinreißen. Das ist ein solide geführter Verein mit einem talentierten Trainer. Lucas Hernández (bin Atlético Fan) ist Weltmeister und auch Weltklasse, wenn er nicht verletzt ist. Der Club hat das Geld, um noch Stürmer dazuzukaufen und wird es auch tun. Ich sorge mich mehr um Atleti, die finanziell nicht mit FCB mithalten können, aber eine gute Nachwuchsarbeit (de Gea, Torres, Hernández, Rodri, Koke, Saúl) haben und seit Jahrzehnten halbfertige Spieler in Lateinamerika und Portugal einkaufen und dann zu Stars entwickeln (Hugo Sanchez, Futre, Simeone, Godín, Felipe Luis, Diego Costa, Giménez).

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ardbeg17 10.07.2019, 08:49
86. Wunschträume

im wesentlichen ist die ganze Kritik keine reale Feststellung, sondern eine Wunschäusserung. Die Bayern sollen bitte extrem überteuert einkaufen. Sie sollen bitte unattraktiv sein. Bitte nichts mehr gewinnen. Bitte in der CL gar nicht mehr wahrgenommen werden. Bitte bitte bitte....

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sponpost 10.07.2019, 08:52
87. Boateng ist geschenkt zu teuer

Zitat von Fußballfan123
auch so sichern sich die Bayern ihren CL-Platz für 20/21. Und ich fürchte, Nübel kommt, Boateng verkaufen sie ebenso überteuert wie Sanchez. Und dann kaufen sie noch fleißig bei den anderen in der BL. Und in der CL hilft ihr üblicher Dusel in der Auslosung zu einer lockeren Gruppenphase.
Sein gehalt passt nun mal nicht zu seiner qualität, altbekanntes problem in münchen. Wo sein gehalt bezahlt wird, kann er nicht mithalten. Wo er das kann, gibts nicht mal die hälfte. Verschenkst du ihn, stellt er woanders das gehaltsgefüge auf den kopf

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Oihme 10.07.2019, 08:58
88. Vielleicht ...

Zitat von marcuhlig
Ja, das leuchtet einem Jubelperser des SdS wie mir ein und so versuchen wir aus der puren Not eine Bayern-Tugend zu machen und so weiter und so fort. Wissen Sie, ich sehe meine Bayern selbst sehr kritisch, man wird in der CL leider auch in der kommenden Saison keine Rolle spielen. Aber wieso arbeiten Sie sich so an den Bayern Fehlern ab? Seien Sie doch froh, vielleicht wird es ja doch endlich mal was mit dem Titel. Wenn nicht, dann bin ich auf Ihre Begründung jetzt schon gespannt.
... bleiben auch Sie mal etwas sachlich!
Mehr als durch diese Beispiele aufzuzeigen, welche trügerische Hoffnung dieser "Domino-Effekt" in Wirklichkeit ist, hatte ich nicht vor.
Auch wenn Rummenigge noch so oft versichert, dass der FC Bayern ganz bestimmt davon profitieren wird, sofern er nur etwas wartet, sind die Chancen eher gering, dass sich die bisherige Transferbilanz der Münchener dadurch noch in letzter Sekunde zu einer wirklichen Erfolgsgeschichte wird.
Auf den Schlussspurt eines Transferfensters darf man sich als Verein nur verlassen, wenn man seine Hausaufgaben bereits gemacht hat und hier und da noch nachkorrigieren möchte, aber doch bitte nicht, um auf einen Schlag alles nachzuholen, was man seit dem Frühjahr an Transfers verdaddelt hat.

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ferryh 10.07.2019, 09:02
89. Mangelnder Respekt

Mir persönlich fehlt im Artikel (und auch bei vielen Kommentaren hier) der Respekt vor Hernandez. Es wird ja gerade so getan als wäre er kein Topspieler. Die Preise sind bei allen Transfers im Moment extrem hoch und er ist sicherlich sein Geld wert. Keiner hat ihn bis jetzt bei Bayern spielen sehen und ich würde mich mit voreiliger Respektlosigkeit vielleicht etwas zurückhalten.

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