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Verlogene Reus-Debatte: Die Vernunft mit Füßen getreten
REUTERS

Die Debatte um das Foulspiel an Nationalspieler Marco Reus geht in eine völlig falsche Richtung. Die Forderung, Stars zu schützen, ist absurd. Ein solches Sonderrecht widerspricht den Grundsätzen des Fußballs.

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h0725 25.11.2014, 13:13
1. Unsinn

So einen Unsinn habe ich selten gelesen. Die Forderung bedeutet doch nur, dass die Schärfe der Fouls genauer hinterfragt werden muss. Bei Stars treten diese Fouls häufiger auf, weil sie z.B. (wie Reus) die schnelleren Spieler sind und deshalb eine Grätsche, die vielleicht bei einem Nichtstar funktionieren wurde, bei einem Star zu einer Blutgrätsche wird, weil der Ball schon wieder weg ist.
Der letzte Satz, dass "Nicht-Stars" dann umgetreten werden dürften, ist totaler Unsinn.

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Creedo! 25.11.2014, 13:16
2. hm ...

Ein Plädoyer für den Gleichbehandlungsgrundsatz? Auf dem Platz sind alle gleich? Gut, dann aber bitte auch eine Frauenquote!
Es gibt in jeder Mannschaft Schlüsselspieler, die eben ob ihrer Bedeutung öfter und vielleicht auch härter gefoult werden als andere, einfach weil's sich lohnt. Bei Fouls gegen eben jene Schlüsselspieler sollten die Schiedsrichter dann besonders sensibel richten und urteilen.

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MarkusW77 25.11.2014, 13:20
3. Die Medien??

Wer bringt denn hier 5-10 Artikel wegen dieses Foul-Spiels inkl Pressekompass und allem Schnickschnak?
Ihr bauscht das Ding doch auf, um anschliessend über eine "verlogenen" Diskussion zu philosophieren?

Eure Sport Redaktion wird immer lächerlicher. Bewusst Kommentare einiger offizieller in den Raum werfen, egal ob bayrische oder westfälische, um anschliessend die Forenmeute beim zerfetzen zu begaffen. Klickklickklick als Ziel ist kein Journalismus!

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dusttone 25.11.2014, 13:21
4. Falsche Richtung

Jeder Spieler muß geschützt werden. Wer mit offener Sohle und gestrecktem Bein in den Mann reinfliegt gehört (auch nach den Regeln) vom Platz. Das sollte man den Ex-Tretern Strunz und Berthold auch noch einmal vermitteln, die Sonntags im Doppelpaß daherschwafeln, daß das ganz normale Fouls seien, die der Zuschauer sehen will. Nein, will er nicht!!

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Diskutierender 25.11.2014, 13:23
5. Aber nicht nur in der Bundesliga

Zitat von h0725
So einen Unsinn habe ich selten gelesen. Die Forderung bedeutet doch nur, dass die Schärfe der Fouls genauer hinterfragt werden muss. Bei Stars treten diese Fouls häufiger auf, weil sie z.B. (wie Reus) die schnelleren Spieler sind und deshalb eine Grätsche, die vielleicht bei einem Nichtstar funktionieren wurde, bei einem Star zu einer Blutgrätsche wird, weil der Ball schon wieder weg ist. Der letzte Satz, dass "Nicht-Stars" dann umgetreten werden dürften, ist totaler Unsinn.
In der Bundesliga dürften wirkliche Stars spielen, die gerne mal zum Opfer übler Tretertruppen werden. Als Bayern-Fan fällt mir da besonders Franc Ribery ein, der oft genug Opfer von Tretern und Provokateuren wurde. Was ich hier besonders schlimm finde, ist dann, dass solch ein Spieler dann noch wegen Tätlichkeit vom Platz fliegt, wenn ihm nach diversen üblen Attacken und Provokationen dann doch die Nerven durchgehen.

In den unteren Klassen mag es zwar keine Stars geben, aber bessere und schlechtere Spieler. Und da hat wohl jedes Team auch seine Topspieler, die besser sind als die anderen Spieler des Teams, und die dann zum Opfer übler Tretereien werden.

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StefanXX 25.11.2014, 13:32
6. Keine rote Karte

Zitat von dusttone
Jeder Spieler muß geschützt werden. Wer mit offener Sohle und gestrecktem Bein in den Mann reinfliegt gehört (auch nach den Regeln) vom Platz. Das sollte man den Ex-Tretern Strunz und Berthold auch noch einmal vermitteln, die Sonntags im Doppelpaß daherschwafeln, daß das ganz normale Fouls seien, die der Zuschauer sehen will. Nein, will er nicht!!
Also bei allem Respekt, aber ein Strunz war jetzt ganz sicher nicht für sein unfaires und hartes Spiel bekannt. Dass der Zuschauer Fouls sehen will, das bezweifle ich allerdings auch.

Trotzdem war das Foul an Reus keine rote Karte. Es gab an diesem Spieltag ein fast genau gleiches Foul an Xhaka, nur der war halt unbekannter und hat sich nicht dabei verletzt. Da hat niemand die rote Karte gefordert. Im Nachhin aufzuschreien wenn bekannt ist dass sich der Spieler schwer verletzt hat, ist immer einfach. Das Foul war weder von hinten, noch Absicht noch sonderlich brutal. Da haben Strunz und Berthold einfach Recht. Bakalorz wollte den Ball spielen und kam zu spät und hat Marco Reus dann dumm erwischt. Für Marco Reus tut es mir natürlich auch leid und grade für Ihn ist es sehr bitter und ich wünsche Ihm alles Gute. Aber wenn das rot ist, dann müsste an jedem Bundesligaspieltag mindestens 10 Rote Karten geben.

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derAndere 25.11.2014, 13:33
7. So einen Unsinn habe ich selten gelesen,...

Zitat von h0725
So einen Unsinn habe ich selten gelesen. Die Forderung bedeutet doch nur, dass die Schärfe der Fouls genauer hinterfragt werden muss. Bei Stars treten diese Fouls häufiger auf, weil sie z.B. (wie Reus) die schnelleren Spieler sind und deshalb eine Grätsche, die vielleicht bei einem Nichtstar funktionieren wurde, bei einem Star zu einer Blutgrätsche wird, weil der Ball schon wieder weg ist. Der letzte Satz, dass "Nicht-Stars" dann umgetreten werden dürften, ist totaler Unsinn.
... da Sie offensichtlich in der letzten Zeit wohl kein Spiel in der 2. oder 3. Liga gesehen haben. Auch da gibt es schnellere und langsamere Spieler, gute und schlechte Verteidiger, nur eben auf einem anderen Niveau.
Ich bin - im Gegensatz zu Ihnen - immer wieder überrascht, wenn ich ein CL- oder 1.Liga-Spiel sehe, wie fair es meistens ist, weil eben nicht nur die Stars schneller, sondern auch die Verteidiger besser sind.
Also, gleiches Recht für alle, Regeländerungen, die brutale Fouls, ob sie nun mit Absicht waren oder nur aus Unvermögen resultieren, schärfer bestrafen. Und da darf kein Unterschied zwischen Stars und Nicht-Stars sein, sonst haben wir irgendwann Mannschaften, die grundsätzlich das Spiel mit 9 Mann beenden, weil sie gegen die Stars von Bayern München antreten und in Zweikämpfe gehen.

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mulholland 25.11.2014, 13:34
8.

Fussballveranstaltungen sind zwar keine Gladiatorenkämpfe. Es ist aber allgemein bekannt, dass dem Fussballspielen ein hohes Verletzungspotential innewohnt. Durch Eigen- und auch Fremdverschulden. Und es wird miemand gezwungen, Fussball zu spielen. - Folgerichtig gilt auch hier: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um."

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postman pat 25.11.2014, 13:39
9. Regeln/Umsetzung überdenken

Man sollte auf eine strengere Auslegung der Regeln achten und falls der Schiedrichter einmal etwas nicht mitbekam zulassen, dass er Infos erhält von aussen, über Funk etc. Es läuft etwas schief im Fussball, vielleicht reichen die Regeln auch nicht aus. In anderen Team-Sportarten gibt es auch nicht so viele Verletzte, da muss man die Regeln bzw. die Umsetzung überdenken. Diese zugelassene Brutlität wird der Sportart nicht gerecht.

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