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Viertelfinal-Niederlage gegen Schweden: Doppelt bitteres WM-Aus für Deutschland
DPA

Die WM in Frankreich ist für die deutsche Mannschaft vorbei. Trotz Führung verlor das Team im Viertelfinale gegen Schweden - und verpasst somit auch die Olympischen Spiele in Tokio.

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Neandiausdemtal 30.06.2019, 11:50
60. Leider.....

Zitat von pjotrmorgen
Sie verstehen offenbar nicht, dass es mir um eine Replik auf den Foristen "blaupunktrochen" ging, der völlig unhaltbare Behauptungen aufgestellt hatte. Ich habe seine Punkte abgearbeitet ,unter denen die von Ihnen als zentral dargestellten Punkte des "heutigen" Fussballs nicht vorkamen. Wenn zwei Teams mit all dem Brimborium wie defensives und offensives Umschalten im Normbereich spielen, wird dasjenige mit mehr Ballbesitz und höherer Passgenaunigkeit mit einer höheren Wahrscheinlichkeit siegen. Es sind einfach die technischen Grundvoraussetzungen und die sind beispielsweise bei den Schwedinnen deutlich schelchter als bei den Deutschen, da können Sie noch so viel Fussballweise zitieren wie sie wollen. Bei den vertikalen Pässen kommt es auch auf die Genauigkeit kann und die war bei Schweden eher mässig, im Grunde darf man annehmen, dass da die Bälle nach dem Prinzip Hoffnung nach vorne geschlagen wurden. Den Schwedinnen gelang es ja auch sonst nicht im Durchschnitt den dritten Pass zur Mitspielerin zu bringen. Dies alles spricht dafür, das Schweden einfach der Zufall half und frau hier einfach Glück hatte, zumal die Schiedsrichterentscheidungen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis hatten, zuungunten der Deutschen. Im gestrigen Spiel spielte Deutschland sogar etwas mehr Chancen heraus als Schweden (13:12 Torschüsse, direkt aufs Tor 6:6, dazu 5:3 Ecken). Die Behauptung, die Schwedinnen hätten hier ein besonders durchdachtes, überlegenes Umschaltspiel aufgezogen, triftt in keiner Weise zu - anders als etwa bei den USA, die Schweden hier wohl als Vorbild dienten. Es waren also nur Zufall und Glück, die einem technisch und taktisch limitierten Team zum Sieg verhalfen. Zugegebenrmassen war ein nicht perfekt eingespieltes Deutschland mitsamt der Trainerin noch nicht so weit, etwas kritischere Situation zu meistern. Doch diese hat am 28. Februar das erste Länderspiel für Deutschland gecoacht, sodass viel Luft nach oben ist. Doch die ersten 20 Minuten zeigten wozu das Team fähig ist.
.....zeigten die restlichen 75 Minuten aber auch, wozu das Team nicht fähig ist. Übrigens wissen wir seit einigen Jahren, dass der Ballbesitzfußball brotlose Kunst ist, wenn vorne nicht vollstreckt werden kann, weil keine(r) den genauen Pass in die Spitze spielt oder dort niemand ist, der damit was anfangen kann. Magull hat ja sehr schön gezeigt, wie das geht.

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spon-facebook-10000012354 30.06.2019, 12:17
61. Eigentlich eher ein Nachteil

Zitat von Neandiausdemtal
Seit wann ist in Europa irgendwas gerecht, wenn die Briten irgendwelche Vorteile daraus ziehen können?
Bei den Männern ist es eigentlich eher ein Nachteil dass die Briten vier Mannschaften stellen. Stellen Sie sich vor Gareth Bale würde für England spielen. Aufgrund der Herkunft seiner Großmutter wäre es ihm auch möglich gewesen, für die englische Nationalmannschaft aufzulaufen. Doch 2007 sagte er: “It is an honour to play for Wales… Nobody ever got in touch with me personally from England, only through my agent.” „Es ist eine Ehre, für Wales zu spielen… Kein englischer Verantwortlicher hat jemals persönlich Kontakt zu mir aufgenommen, nur über meinen Agenten.“ Ein glückliche Entscheidung für Englands Gegner.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gareth_Bale#Nationalmannschaft

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M. Vikings 30.06.2019, 12:20
62. Der Forist hat einen Elfmeter reklamiert und nicht eine rote Karte.

Zitat von Neandiausdemtal
Der Gegnerin die Faust an den Kopf zu schlagen, kann auch die rote Karte zur Folge haben und da ist es völlig egal, ob vorher Abseits war. Sowas wird sogar in der Halbzeitpause noch geahndet.
Dafür war die Aktion der Torwartin irrelevant.
Wenn sie das als Tätlichkeit eingeordnet hätte,
hätte sie die rote Karte geben können.
Hat sie aber nicht.

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pjotrmorgen 30.06.2019, 13:40
63. Gesteuerte Zufall und taktische Fehler bei Deutschland

Zitat von spon-facebook-10000012354
Doch, das ist schon klar. Allerdings ist Fußball in hohem Maße vom Zufall geprägt, so dass solche statistische Daten generell wenig belastbar sind: Wie groß die Bedeutung des Zufalls für den Torerfolg im Fußball tatsächlich ist, wollten Sportwissenschaftler der Technischen Universität München wissen. ... ... Die deutsche Mannschaft war insofern auch taktisch falsch aufgestellt: Mit Linda Dallmann, Leonie Maier und Dzsenifer Marozsán setzte die Cheftrainerin gleich drei Spielerinnen im Viertelfinale ein, denen bei dieser WM bisher nur eine Nebenrolle gehört hatte. Das war schon überraschend auf diesem Niveau, zumal eine defensivstarke Kraft wie Melanie Leupolz eine wichtige Stütze gegen die im Umschaltspiel starken Schwedinnen hätte sein können. Auch die Einwechslung der offensichtlich noch nicht ganz fitten Marozsán wirkt in der Nachbetrachtung wie ein Fehler, denn wirklich kritisch war es zur Halbzeit beim Stand von 1:1 noch nicht für das deutsche Team. https://www.spiegel.de/fotostrecke/deutschlands-wm-aus-das-dfb-team-in-der-einzelkritik-fotostrecke-169443-15.html
Sehr guter Beitrag, zumal vielen Fussballfans und Experten diese Umstände nicht klar sind. Viele glauben, dass ein "besseres" gewinnt, weil eine Taktik zu 100% aufging, bzw. der Trainer genau den richtigen Joker zum richtigen Zeitpunkt brachte etc.

Ihrer Betrachung zum Einsatz von zwei eher als Hilfskräfte anzusehenden Spielerinnen neben Maroszan in diesem wichtigen Spiel ist interessant, ich hatte die Einsatzzeiten nicht so genau verfolgt. Mir zumindest kam die Rückbeorderung von Popp als zentraler Offensivspielerin ins defensive Mittelfeld etwas komisch vor. Anfänglich ging das alles ja sehr gut, aber die nicht eingespielte Formation bekam dann eben doch größere Probleme, als es etwas kritischer wurde. Letztendlich gelang es mit Popp in ihrer angestammten Position am Ende Schweden wieder stärker unter Druck zu setzen, allerdings zu spät.

Zumindest wird das Spiel eine gute Lehrstunde für Team und Trainerin sein, die trotz allem viel Potential haben, gerade auch bei den jungen Spielerinnen.

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