Forum: Sport
Vorstandsvorsitzender des FC Bayern: Rummenigge hofft auf Abschaffung der 50+1-Regel
Getty Images

Karl-Heinz Rummenigge hat die Freigabe der umstrittenen 50+1-Regel gefordert. Außerdem kritisierte der Bayern-Boss den Umgang der Uefa mit dem Financial Fairplay.

Seite 2 von 3
schwerpunkt 08.03.2018, 13:00
10.

Zitat von Attila2009
Würden Unternehmen mit Mililardenbeträgen die Bundesliga übernehmen dann überlegt euch wer das am Ende wieder bezahlt.Der Kunde nämlich der das sehen will. Die machen keine Geschenke , die wollen verdienen. Rummenigge ist auch ....
Angesichts dessen, dass der FC Bayern aktuell über mehr liquide Mittel verfügt als die meisten anderen BuLi-Vereine, ist er wohl der Verein, der davon am wenigsten innerhalb der BuLi profitieren würde.
Selbst wenn der FC Bayern alleine dadurch quasi unbegrenzte Mittel hätte, wäre der Unterschied der, dass der FC Bayern künftig mit >30 Punkten anstatt 20 Punkten Abstand Meister werden würde.
So what? Für die BuLi hat der FC Bayern mehr als genug Geld.

Eher könnten andere Vereine davon profitieren, wenn diese sich auf diese Art Mittel beschaffen könnten um sich spielerisch qualitativer auszustatten (oder eventuell nicht auf den einen oder anderen Verkauf von Spielern angewiesen zu sein).
Ich persönlich halte so eine Abschaffung vergleichbar mit der Legalisierung von Doping: nicht mehr die Klasse des Vereins wird Maßstab, sondern die finanzielle Potenz des Investors.

Beitrag melden
Navygo 08.03.2018, 13:14
11.

In Italien gingen die Einnahmen aus TV-Verträgen erstmals nach unten.
KHR aber denkt, die Summen werden weiter explodieren und seine "Argumente" erscheinen da eher Wunschdenken. Auch ein amerikanischer Konzern muss seine Ausgaben irgend wann wieder refinanzieren und will auf lange Sicht Gewinn machen. Da schaue ich mir nun aber mein eigenes Umfeld an und ich bin seit Jahrzehnten fussballverrückt und mein Bekanntenkreis auch. Wir sind diejenigen, die die Zielgruppe sind. Nun ist es aber so, dass bei vielen - mich inbegriffen - die Lust gewaltig sinkt, noch mehr Abos abzuschließen und noch mehr zu bezahlen. Den Eurosportplayer habe ich bewusst gemieden und ich werde evtl sogar mein Sky-Abo auslaufen lassen. Der Bogen ist einfach überspannt. Es ist auch nicht gerade hilfreich, dass ich jetzt schon mit hoher Wahrscheinlichkeit den Deutschen Meister der nächsten 10 Jahre prognostizieren kann und es lediglich noch fraglich ist, wie viele Monate vor Ende der Saison, dieser schon fest steht.

Beitrag melden
citi2010 08.03.2018, 13:41
12.

Geld hat schon immer die Sinne vernebelt und bei vielen Menschen, die es haben lediglich den Wunsch nach mehr Geld hervorgebracht.
Wer Vielfalt und ausgeglichene Wettbewerbe will muss sich einer Abschaffung der 50+1 strickt widersetzen.

Leider wird es aber trotzdem so kommen. Da zum Teil, insbesondere mit RBL schon unterlaufen, spielt es auch keine Rolle mehr. Vielleicht doch in Zukunft Regionalliga schauen. Das ist zwar nicht eleganter Fussball, aber irgendwie packender als Neymar und Ronaldo.

Beitrag melden
citi2010 08.03.2018, 13:42
13.

Zitat von schwerpunkt
Angesichts dessen, dass der FC Bayern aktuell über mehr liquide Mittel verfügt als die meisten anderen BuLi-Vereine, ist er wohl der Verein, der davon am wenigsten innerhalb der BuLi profitieren würde. Selbst wenn der FC Bayern.....
Es ist nicht die Mittelbeschaffung das Problem, sondern die Einnahmenverteilung die im europäischen Fussball zu frühkapitalistischem Monopolismus führt.

Beitrag melden
willi_ac 08.03.2018, 13:44
14. Ja, wenn die letzten Elemente vom "Vereinswesen" ...

Zitat von pinola
Ich hoffe nur dass sich die ÖR nicht an der Finanzierung der Millionäre beteiligen.
... gekippt werden, sollte der ÖR aus der Berichterstattung aussteigen. Dann bewegt sich das auf dem Niveau von Superbowl etc. - kann man als Geschäftsmodell so machen, aber bitte nicht mehr mit dem moralischen Über- oder Unterbau des ÖR.
Schon heute ist ARD und ZDF leider ein Teil der Verkaufsmaschine mit bei der Allgemeinheit eingesammeltem Geld. Journalismus ist kaum noch gefragt - eher Speichellecken bei den "Stars". Löbliche Ausnahmen: Arnd Zeigler und "Sport inside"

Beitrag melden
Wunderläufer 08.03.2018, 13:48
15. Überspannt

Für mich ist der Bogen bereits überspannt. Rummenigge ist Vertreter des erfolgreichsten deutschen Wirtschaftsunternehmen aus der Branche 'Fußball' und vertritt eigene Interessen. Ich gehe davon aus, dass 50+1 fällt, genau wie anno dunnemals das Bosmann-Urteil die Bundesliga durchgerüttelt hat.
Ich bin mir im klaren, dass mit Investoren Fußball nur noch als Anhängsel, nichts aber mehr als Kernanliegen eines Unternehmens fungiert: so, wie bereits heute bei Bayer, VW und RB. In allen 3 Fällen übernimmt Fußball eine wichtige Rolle in der Außendarstellung. Es wird nicht ausbleiben, dass einzelne Vereine verschwinden und neue Zombies entstehen. Zuschauer und Fans übernehmen dabei nur einen folkloristischen Part.
Folge:
Die emotionale Bindung der Fans wird schwinden

Beitrag melden
wahmbeck 08.03.2018, 13:59
16. Gääähn

Sollen sie ruhig die 50+1 Regel abschaffen. Die Vereine werden in naher Zukunft genug Wege zur Unterwanderung finden. Bis vor ca. 5 Jahren habe ich nahezu jede Live Übertragung eines Spiels der 1. oder 2. BuLi, des DFB Pokal, Europacup, CL oder der National Elf (F+M) gesehen (ich habe kein sky Abo). Doch irgendwann fing mich die enorme Kapitalisierung an zu nerven - und inzwischen zu langweilen.
Ich schaue seit 2 Jahren nur noch jede gefühlte 5 Sportschau und das war es. Der Fussball ist langweilig geworden.

Beitrag melden
FerrisBueller 08.03.2018, 14:12
17.

Zitat von pinola
Ich hoffe nur dass sich die ÖR nicht an der Finanzierung der Millionäre beteiligen.
Das ist jetzt auch schon so. Die Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft gibt es ja schon jetzt nur noch im Pay-TV und das wird sich Mittelfristig auch auf die WM- und EM-Spiele und die Nationsleague (ehemals Freundschaftsspiele) ausdehnen.

Die Championsleague ist ab nächstem Jahr ganz aus dem freien Fernsehen verschwunden und hört für mich damit auf zu existieren. Das ist eh nur noch Schaukampf und Geldschneiderei und von daher verpasse ich da auch nicht viel.

Beitrag melden
elwoodblues1969 08.03.2018, 14:33
18. Satzung

Zitat von cmann
das sich mit Abschaffung der 50 + 1 Regel die Dominanz des FC Bayern in der BL ändert irrt! Rummenigges Vorstoß deutet ganz eindeutig darauf hin das sich die Vereinsführung des FCB weritere Vorteile für den Verein verspricht und so weitere ......
Da liegen Sie falsch. Im Original Interview sagt Rummenigge dass das für den FC Bayern nicht in Frage kommt, da laut Satzung diesnicht erlaubt ist bzw. der FC Bayern 70% der Anteile halten muss. Typisch dass dies hier weggelassen wird.

Beitrag melden
Wolfgang Porcher 08.03.2018, 17:52
19. was hat das noch mit Sport zu tun?

nun Sport , Fußball Spielen ist es da oben in der Liga 1 ja schon lange nicht mehr, genau gesagt reiner Fussballzirkus. Und es muss einer für sich selbst entscheiden, der den Ofen IG umdrehen muss, seinen letzten Groschen auszugeben, um im Stadion mit rum zuschreiben dürfen, Raketen abbrennen und mit ansehen, wie ein 40 Millionen Mann über den Platz schleicht dafür 10.oooo ? in der Woche verdient. Also weg mit 50+1 . damit der Zirkus sich vergrößern kann.

Beitrag melden
Seite 2 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!