Forum: Sport
Was halten Sie vom Sicherheitskonzept der DFL?

Das Sicherheitskonzept des Ligaverbandes soll von den 36 Proficlubs verabschiedet werden. Doch viele Punkte sind strittig, etwa mögliche Ganzkörperkontrollen, Videoüberwachung und das totale Verbot von Pyrotechnik im Stadion. Was halten Sie von dem Konzept?

Seite 6 von 16
talueng 11.12.2012, 10:32
50.

Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2
Der Zuschauerschnitt des THW Kiel (ist Handball eigentlich eine Randsportart?) ist höher als derjenige der meisten Dritt- und so manche eines Zweitligisten im Fußball. Kennt man dort die hier diskutierten Probleme?
Vielleicht sollten Sie einfach mal zu Fußballspielen statt zum Handball gehen, dann wüssten Sie vielleicht, dass "die hier diskutierten Probleme" zum Großteil Erfindungen und Hysterie von Politikern und Boulevardpresse sind.

Zitat von frechwieoskar
[...] eine fussballwelt zusammenbasteln, die von der realität meilenweit entfernt ist. [...] menschen, die sich fürchten müssen, um leib und leben. sagt das mal all den leuten, die jedes wochenende durch den fussballfan verletzt (in NL getötet) werden.
Soviel zum Thema Realitätssinn. Fahren Sie doch einfach mal zum Fußball, dann wüssten Sie vielleicht, wovon Sie sprechen, und müssten nicht irgendwelche Vorfälle in Holland für eine Diskussion über deutsche Stadien missbrauchen.

Zitat von Bee1976
Aber ist ja auch egalwieviele Verletzte es nun sind, jeder einzelne ist einer zuviel.
Legen Sie den selben Maßstab auch bzgl. Autofahren, Volksfesten und Rauchen an? Da ist das Gefährdungspotenzial nämlich deutlich höher; insofern bin ich auf Ihre Sicherheitskonzepte gespannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robert_Rostock 11.12.2012, 10:37
51.

Zitat von gegenpressing
Nee, sorry. Darum geht's bei diesem Papier offenbar gerade nicht.. ...
Da haben Sie mich falsch verstanden. Ich habe nicht gesagt, dass es in dem DFL-Papier darum geht. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass das DFL-Papier für die von mir genannten Probleme Lösungen aufzeigt.

Ich hätte vllt. eher schreiben sollen: Es sollte eigentlich um folgendes gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
1Piantao 11.12.2012, 12:26
52.

Zitat von talueng
dann wüssten Sie vielleicht, dass dieses "Rezept" vor allem dazu geführt hat, dass der Fußball in England stimmungsmäßig tot ist
In England ist stimmungsmäßig in den Stadien gar nichts tot. Alles andere kann nur ein Gerücht sein.

Wenn du allerdings meinst Stimmung kommt nur auf wenn ausreichend Bengalos gezündet werden und kleine Lagerfeuer mit viel Qualm für Spielunterbrechung sorgen, dann hast du natürlich recht. Da kommen auch gerne englische Pyromane zu uns.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fussball11 11.12.2012, 12:41
53.

Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2
Der Zuschauerschnitt des THW Kiel (ist Handball eigentlich eine Randsportart?) ist höher als derjenige der meisten Dritt- und so manche eines Zweitligisten im Fußball. Kennt man dort die hier diskutierten Probleme?
Das Bayern München der Handball Liga hat nicht einmal 9000 Zuschauer im Schnitt, das sind 2 Heimspiele des BVB und die Jahresmenge des THW ist übertroffen.
Dazu ist es ein Hallensport, da brennt nun mal kein Feuerwerk, auch nicht beim Hallenfußball.
Wieviel mitreisende Fans des Gegners gibt es? Ein oder 2 VW Busse voll? Nicht mal einen Gästeblock gibt es, weil es keine Gäste gibt

Und die Mär vom : da passiert nichts ist doch eher der fehlenden Berichterstattung geschuldet. Es wird doch nicht einmal über die Korruption und das Spiele verschieben in Kiel berichtet, weil es keinen interessiert.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß wenn Sie das nächste mal mit einem Flenburg Handewitt Trikot in die Sparkassen Arena gehen. Man wird Sie freundlich bergüßen :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
socke86 11.12.2012, 13:08
55. @1Piantao

Natürlich ist England stimmungsmäßig tot... Die Fans können doch nur singen und die Mannschaft anfeuern, wenn sie grad gewinnen. Ansonsten ist da Totenstille... Das beste Beispiel war ja wohl das Spiel Man City gegen Borussia Dortmund: Man hat nur die Dortmund-Fans gehört, obwohl sie nur ein Bruchteil des Stadions ausgemacht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ray4912 11.12.2012, 13:23
56. Unabhängige Profiliga

Zitat von fussball11
Kritik fordert ja lediglich auf seine Meinung zu überdenken, das steht jedem zu. Meine Vermutung, man wolle von anderen Dingen ablenken ,bestätigt sich allein daraus, das die Politik die Debatte unsachlich führt. Das kann nur bedeuten.....
das mit den amerikanischen Verhältnissen und der bekannten Zero Tolerance für die unabhängige BuLi meinst Du? Die das für ihren Anhang nicht nur akzeptieren sondern zusammen mit Gesetzgeber und Polizeii auch rigoros durchsetzen.

Welche Vereine denkst Du kämen dafür in Frage? Sagen wir, 16 bräuchte es (Du kannst aus 1. und 2. Liga wählen)

P.S.
In den unteren Ligen werden schon noch ein paar Probleme übrig bleiben, die eine echte Herausforderung an die Vereine (auf Freiwilligkeitsbasis) darstellen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
talueng 11.12.2012, 13:34
57.

Zitat von 1Piantao
In England ist stimmungsmäßig in den Stadien gar nichts tot. Alles andere kann nur ein Gerücht sein.
Wie gesagt, gehen Sie mal ins Stadion, bevor Sie hier falsche Behauptungen aufstellen. Zumindest informieren Sie sich besser.

Es ist leider symptomatisch für die gesamte Debatte, dass sie von Leuten befeuert wird, die Außenstehende sind, aber meinen, mitreden zu können, weil sie ein Sky-Abo haben, zweimal im Jahr auf der Haupttribüne platznehmen, oder irgendwann mal gehört haben, die Engländer sängen so toll "You'll Never Walk Alone". Da wird dann England zur Stimmungshochburg verklärt und die Bundesliga zum Kriegsgebiet dramatisiert, und nebenbei über Ultras und Bengalos schwadroniert, obwohl die mit der Debatte nur wenig zu tun haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 11.12.2012, 13:45
58. Wenn Sie andere Zahlen haben, bitte nennen!

Zitat von Bee1976
Die Zahlen stimmen so schon einmal nicht. Aber ist ja auch egalwieviele Verletzte es nun sind, jeder einzelne ist einer zuviel. Interessanter ist aber die Menge an Straftaten die pro Spieltag erfolgen. Und bei jedem Fanmarsch zum Stadion passiert ....
Die Zahlen die ich aus dem Artikel zitiert habe, beziehen sich tatsächlich nur darauf, was in den Stadien passiert. Auch mein von Ihnen kommentierter Beitrag bezieht sich ausschließlich auf das Geschehen im Stadion.

Dass die meisten Straftaten und Körperverletzungen heutzutage außerhalb und sogar fernab der Stadien passieren ist unstrittig. Das Sicherheitskonzept, dass Gegenstand des Artikels ist, beschäftigt sich wiederum nur mit dem Geschehen im Stadium und um das Stadium. Und da besteht eben wenig bis gar kein Handlungsbedarf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lofi 11.12.2012, 14:13
59.

@fussball11: finde es interessant, wie Du den CSU-Innenminister Friedrich verteidigst. Dem Mann ist ja im Grunde auch nichts vorzuwerfen. Nur wenn er z.B von den Sitzplätzen in England schwadroniert, gibt es ja auch keinen Journalisten, der da mal nachfragt, warum die überhaupt eingeführt wurden. Und weil wir eben gerade bei dem Thema sind, siehe die neusten Erkenntnisse über die Rolle der Polizei bei der Katastrophe in Hillsborough. Nimmt man in diesem Zusammenhang dann noch die tragischen Ereignisse von Duisburg könnte man dem NRW-Innenminister empfehlen: einfach mal die Fresse halten.

Natürlich wollen sich die Landesinnenminister mit diesem Thema profilieren. Und als Anhänger der schlimmen Dynamos empfehle ich den Fachkräften aus NRW und Niedersachsen doch mal in München nachzufragen, wie sie mit den Horden von 20 000 bzw. 15 000 angereisten Dresdnern bei den letzten beiden Spielen bei 1860 ohne Zwischenfälle fertig geworden sind. Ich war bei beiden Spielen dabei, wir sind mit einer gemischten U-Bahn angereist, und man konnte sofort ins Stadion. Auch in Braunschweig gab es noch nie Probleme, dort war ich auch schon mehrfach. Positiv fand ich dort immer die Höflichkeit der Ordner. So mußten z.B beim letzten Mal jüngere Fans (auch Frauen) die Schuhe ausziehen. Das geschah auf einem extra ausgelegtem Teppichbelag ohne Hektik nach freundlicher Aufforderung.
Der Polizeichef von Hannover hätte es also nicht weit gehabt zum Erfahrungsaustausch.

Dann wird hier immer erzählt, der Fußball in England ist stimmungstechnisch tot. Natürlich hat sich die Zusammensetzung des Publikums in der PL geändert. Aber wenn es z.B bei den Tottenham Hotspur (Stadion faßt 36 000 Zuschauer und ist immer ausverkauft) 22 000 Leute auf der Warteliste für eine Jahreskarte gibt (Quelle: mein Stadtfüher in London, Spurs-Fan), dann kann ich auch höhere Preise durchdrücken. Und eine Jahreskarte berechtigt zum Vorkauf von Karten für bestimmte Spiele, man ist nicht automatisch bei jedem Spiel dabei. Hat mir ein Everton-Mitglied im Sommerurlaub erzählt, sein nächstes Match war Ende September. Und ca. 8 Millionen Briten haben ein PAY-TV Abo, obwohl es bei weitem nicht alle Spiele da live gibt. In England ist Fußball viel tiefer in der Gesamtbevölkerung verwurzelt wie in Deutschland. Und wenn ich die Stimmung bei den Spurs, in Newcastle, Norwich oder neulich bei Celtic erlebe, dann ist da nichts tot.

Wenn englische Fans nach Deutschland reisen, dann hauptsächlich weil es im Stadion Bier gibt. Dabei denke ich, dass der Alkohol einer der Hauptgründe für viele Zwischenfälle im und um die Stadien ist. Ich persönlich hätte kein Problem mit einem Alkoholverbot im Stadion, obwohl ich vom März - Oktober beim Fachsimpeln vor dem Spiel auch gern mein Bier trinke (im Winter wäre mir das einfach zu kalt)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 16