Forum: Sport
Was tun gegen Gewalt im Fußball?

Einem Mann wurde der Unterarm gebrochen, ein anderer bangt um sein Augenlicht: Das ist die erschreckende Bilanz eines Überfalls von rechtsextremen Schlägern auf Fans eines Leipziger Fußballclubs. Beobachter werfen der Polizei vor, mit zu wenigen Beamten vor Ort gewesen zu sein. Was denken Sie - was kann gegen Gewalt im Fußball getan werden?

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Dick Enhals 28.10.2011, 16:43
590.

Zitat von pussinboots
Jedem Zuschauer einen Polizeibeamten an die Seite stellen und den Eintrittspreis entsprechend anpassen. Dann muss nicht immer wieder der Steuerzahler diesen Unsinn bezahlen. Gruß der gestiefelte Kater
Man soll 20 € für ein Kreisliga Spiel zahlen?

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mrichter78 28.10.2011, 19:57
591. ...

Jeden Randalierer der entdeckt wird, sollte mit einem lebenslangen Hausverbot aller Stadien Deutschlands belegt werden. Und Tickets dürfen nur noch personalisiert verkauft werden. Das würde vielleicht ein wenig helfen.

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harry02041958 28.10.2011, 21:06
592. Alle sind gefragt Teil 1

Zitat von Ingo Rösler
Warum sollten die Vereine und damit auch friedliche Fans für Hooligans haften? Wer sich an solchen gewalttätigen Aktionen beteiligt, sollte mit seinem Vermögen und Einkommen in vollem Umfang für die entstehenden Kosten haften. Wo ist das Problem?

Nun, da gesellschaftliche Appelle und Mahnungen an die Vereine und "Fans" nichts bringen, muß man neue Wege beschreiten. Hier mal meine Vorschläge:

Verantwortlich sind, in meinen Augen, an erster Stelle der DFB und die Fußballvereine, welche die Stadien betreiben. Dazu frage ich mich, wieso werden die Statuten nicht so geändert, daß der Schiedsrichter verpflichtet wird, ein Spiel sofort abzubrechen, wenn nach 3-maliger Aufforderung nicht Ruhe eingekehrt ist und das Spiel dann nicht gewertet werden darf.

Weiter werden dann:

1. Dem Verein, bei dem gespielt wird und der dafür verantwortlich zeichnet, weil er nicht sorgfältig genug kontrolliert hat, 3 Punkte abgezogen und eine Pauschalstrafe von 100 000 € verhängt. Die Strafe sollte deshalb so hoch ausfallen, um den Vereinen Anreiz zu bieten, sorgfältig zu kontrollieren.

2. Sollte feststehen, wessen "Fans" dafür verantwortlich sind, so muß verfügt werden, daß dessen nächste 2 Heimspiele ohne Zuschauer stattfinden müssen. Ist es der Verein, in dessen Stadion das passiert, so muß, zusätzlich zur Geldstrafe von 100 000 €, das nächste Spiel ohne Zuschauer durchgeführt werden. Auch Fernsehausstrahlungen dieses Spiels, mit denen ja auch Geld verdient wird, sind dann verboten.

3. Die Vereine müssen elektronische Zugangskontrollen einrichten, bei denen die eintretenden Zuschauer optisch im HD-Format registriert werden, damit im Bedarfsfall die Zutrittsbilder mit denen der Randalierer, für die Strafverfolgung und für zivilrechtliche Ansprüche, abgeglichen werden können. Passiert vor, während und nach dem Spiel nichts, werden die Aufnahmen binnen 48 Stunden unter Aufsicht gelöscht.

4. Die Bilder der Randalierer, die nicht zweifelsfrei identifiziert werden können, werden im Internet veröffendlicht und mit einer Belohnung von bis zu 5000 € für die Feststellung ausgelobt, die dann die Täter bezahlen müssen, weil sie diese durch ihr Verhalten zu verantworten haben. Notfalls müssen eben die zuständigen Gesetze angepasst werden.

5. Die Stadien müssen unter den Dächern mit optischen Aufnahmegeräten im HD-Format ausgerüstet werden, auch in den Zugängen zu den Tribünen, so daß diese Aufnahmen zur Täteridentifizierung herangezogen werden können. Weiter müssen diese Geräte auch im Infrarot-Spektrum arbeiten, so daß auch dann aufgenommen werden kann, wenn durch Täter die Beleuchtung zerstört wurde.

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harry02041958 28.10.2011, 21:07
593. Alle sind gefragt Teil 2

Zitat von Ingo Rösler
Warum sollten die Vereine und damit auch friedliche Fans für Hooligans haften? Wer sich an solchen gewalttätigen Aktionen beteiligt, sollte mit seinem Vermögen und Einkommen in vollem Umfang für die entstehenden Kosten haften. Wo ist das Problem?


6. Die Vorschriften und Hausordnungen werden so gefaßt, daß jeder, der das Stadion betritt, automatisch die Vorschriften akzeptiert und auch einverstanden erklärt, daß sein Bild im Falle eines Verstoßes gegen die Vorschriften in Internet und Fernsehen veröffendlicht werden darf und er, für den Fall eines Verstoßes, für jeden Schaden, in unbegrenzter Höhe, haftbar gemacht werden darf, der dem Verein entsteht.

7. Die Verwendung von Knallkörpern ist berechtigten Personen normal nur zum Jahreswechsel erlaubt. Da es sich dabei auch um Sprengstoffexplosionen handelt, wenn auch nur im kleinen Bereich, so müssen die Personen, die außerhalb des Jahreswechsels dieses zu verantworten haben, auch wegen herbeiführen einer Sprengstoffexplosion angeklagt und verurteilt werden.

8. Der Gesetzgeber muß die Gesetze so verschärfen, daß die Verwendung von pyrotechnischen Erzeugnissen, außerhalb des Jahreswechsels, mit mindestens 6 Monaten Haft ohne Bewährung, oder einer Mindestgeldstrafe von mindestens 10.000 € belegt wird. Werden Personen gefährdet, oder gar verletzt, so ist die Mindeststrafe 1 Jahr Haft, ohne Bewährung und 20.000 € Geldstrafe, die den Opfern zu gute kommen muß. Ohne Bewährung deshalb, um einen möglichst hohen Abschreckungsgrad zu erreichen.

Dieses sehe ich auch deshalb als notwendig, weil ich immer wieder feststellen mußte, daß auch außerhalb von Stadien "Fans" Kanonanschläge uam. aus dem Fenster werfen, wenn ein Toor gefallen ist, oder "ihre" Mannschaft gewonnen, oder verloren hat. Dieses, ohne Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen. Auch darf die Polizei dieses dann nicht als "verständlich" ansehen dürfen, wie mein Freund schon mehrfach erleben mußte.

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harry02041958 29.10.2011, 00:24
594.

Zitat von Christian W.
Mal ein weiterer Nachtrag meinerseits. Bei den schwersten Krawallen seit Menschengedenken, im Rahmen des Spiels Frankfurt-Köln (Wir erinnern uns an die hässlichen Szenen, der Platz wurde gestürmt, 3 Personen festgenommen, 0 verletzt, was ging das damals ab (in der Presse!)) ging ja eine Kamera zu Bruch, da sie dummerweise umgeworfen wurde. Jetzt ist der Fall jedenfalls geklärt und der Umwerfer, der ja auch noch in die Kamera geschaut hat, darf die Reperaturkosten in Höhe von 238.000 EUR zahlen. Jap, richtig gelesen.
Doch ob das was nützt? Da meldet der Täter einfach Privatinsolvenz an und ist nach ein paar Jahren "Wohlgefallen" wieder schuldenfrei.

Da wäre es effektiver, wenn solche Schulden "verstaatlicht" würden und der Täter, wenn er nicht zahlen kann, dafür ersatzweise für 2 Jahre gesiebte Luft atmen darf. Sowas dürfte viel erzieherischer wirken, als die Geldstrafe.

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harry02041958 29.10.2011, 00:44
595. Mal die Gesetze lesen

Zitat von Dick Enhals
Spiele werden ja auch nur selten unterbrochen und wenn nur wegen Pyro und das hat nicht viel mit Gewalt zu tun. Und tu nicht so, als wären Leute die Pyro zünden Schwerverbrecher mit einem riesigen Vorstrafenregister das macht deinen Beitrag unseriös und hetzerisch.



Wer Pyros außerhalb des Jahreswechsels zündet, begeht eine Straftat und erfüllt den Straftatbestand des § 40 Sprengstoffgesetz, der den Erwerb, die Beförderung, den Verkehr und Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen unter Strafe stellt und eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder eine Geldstrafe nach sich ziehen kann.

Ich würde allerdings dafür plädieren, daß grundsätzlich eine Freiheitsstrafe OHNE Bewährung, nicht unter einem Jahr, das voll abgesessen werden muß, ausgesprochen wird, denn ich habe es schon erlebt, daß Bewährungsstrafen als "Gütesiegel" gewertet wurden und keinerlei erzieherische Wirkung hatten.

Doch wer mal ein paar Jahre den Knastalltag, mit seinen "Nebenwirkungen" erleben durfte, gerade wenn es ein attraktiver "Jüngling" war, der hat gerantiert die Schnauze voll, dann noch mal einzufahren, weil er nen Böller im Stadion zündete.

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Schwabenpower 29.10.2011, 11:16
596.

Zitat von mrichter78
Jeden Randalierer der entdeckt wird, sollte mit einem lebenslangen Hausverbot aller Stadien Deutschlands belegt werden. Und Tickets dürfen nur noch personalisiert verkauft werden. Das würde vielleicht ein wenig helfen.
Es würde reichen, jedem Randalierer einen Strichcode auf die Stirn zu tätowieren oder ein RFID-Chip zu implantieren. Beim Stadioneingang würden die Identifikationsgeräte Alarm schlagen. "Du kommst hier nicht rein." A propos Du kommst hier nicht rein, kennen Sie den Witz vom Busfahrer...?

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Schwabenpower 29.10.2011, 11:17
597.

Zitat von harry02041958
Nun, da gesellschaftliche Appelle und Mahnungen an die Vereine und "Fans" nichts bringen, muß man neue Wege beschreiten. Hier mal meine Vorschläge: Verantwortlich sind, in meinen Augen, an erster Stelle der DFB und die Fußballvereine, welche die Stadien betreiben. Dazu frage ich mich, wieso werden die Statuten nicht so geändert, daß der Schiedsrichter verpflichtet wird, ein Spiel sofort abzubrechen, wenn nach 3-maliger Aufforderung nicht Ruhe eingekehrt ist und das Spiel dann nicht gewertet werden darf. Weiter werden dann: 1. Dem Verein, bei dem gespielt wird und der dafür verantwortlich zeichnet, weil er nicht sorgfältig genug kontrolliert hat, 3 Punkte abgezogen und eine Pauschalstrafe von 100 000 € verhängt. Die Strafe sollte deshalb so hoch ausfallen, um den Vereinen Anreiz zu bieten, sorgfältig zu kontrollieren. 2. Sollte feststehen, wessen "Fans" dafür verantwortlich sind, so muß verfügt werden, daß dessen nächste 2 Heimspiele ohne Zuschauer stattfinden müssen. Ist es der Verein, in dessen Stadion das passiert, so muß, zusätzlich zur Geldstrafe von 100 000 €, das nächste Spiel ohne Zuschauer durchgeführt werden. Auch Fernsehausstrahlungen dieses Spiels, mit denen ja auch Geld verdient wird, sind dann verboten. 3. Die Vereine müssen elektronische Zugangskontrollen einrichten, bei denen die eintretenden Zuschauer optisch im HD-Format registriert werden, damit im Bedarfsfall die Zutrittsbilder mit denen der Randalierer, für die Strafverfolgung und für zivilrechtliche Ansprüche, abgeglichen werden können. Passiert vor, während und nach dem Spiel nichts, werden die Aufnahmen binnen 48 Stunden unter Aufsicht gelöscht. 4. Die Bilder der Randalierer, die nicht zweifelsfrei identifiziert werden können, werden im Internet veröffendlicht und mit einer Belohnung von bis zu 5000 € für die Feststellung ausgelobt, die dann die Täter bezahlen müssen, weil sie diese durch ihr Verhalten zu verantworten haben. Notfalls müssen eben die zuständigen Gesetze angepasst werden. 5. Die Stadien müssen unter den Dächern mit optischen Aufnahmegeräten im HD-Format ausgerüstet werden, auch in den Zugängen zu den Tribünen, so daß diese Aufnahmen zur Täteridentifizierung herangezogen werden können. Weiter müssen diese Geräte auch im Infrarot-Spektrum arbeiten, so daß auch dann aufgenommen werden kann, wenn durch Täter die Beleuchtung zerstört wurde.
Abschreckung und Strafe. Harry, sind Sie so etwas wie der Patensohn von Herr Schily?

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RugbyLeaguer 30.10.2011, 10:24
598. Krank

Wie krank ist das den? Heute morgen kam im Radio dass Stuttgarter Fans den Mannschaftsbus von Bor. Dortmund auf einer Raststätte überfallen wollten und ihn danach noch verfolgten!!!!

Was denken eigentlich solche Menschen? Was für einen Hass muss in denen sein.

Das Schlimme ist nur, es wird wieder runtergespielt. "Das sind nur wenige, von denen Distanizieren wir uns. Das sind keine Fans" etc ppa. Immer die gleichen üblichen Sprüche. Die Medien stürzen sich 1,2 Tage auf so eine Geschichte (sieh Dienstag) das wars aber auch schon.

Weder der DFB noch die Vereine gehen wirklich Ernsthaft gegen solche Menschen vor. Die tun nichts. Auf was warten die? Bis es die ersten Schwerverletzten gibt, von Toten möchte ich gar nicht reden. Die Show "Bundesliga" muss weitergehen, der Rubel rollen, egal wie. Da kehrt man gerne negatives unter dem Teppich. Setzt sich nicht ernsthaft mit den Problemem auseinander.

Welcher "normale" Fan traut sich den noch in die Stadien, wenn er Angst haben muss in eine Gewaltauseinandersetzung zu geraten? Bring ich dann noch als Vater meinen Sohn mit? Wohl kaum.

Es sieht für mich aus, als hätte der deutsche Fussball ein Gewaltproblem. Und zwar kein kleines. Bekommt man so was nicht in den Griff, wird es düster....

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Andreas Tombrink 30.10.2011, 10:38
599.

Randale Randale Randale....

Gestern wieder in Stuttgart, dann auf einem Rastplatz zwischen Dortmund und Bremen Fans. Einen Tag zuvor in Uerdingen und und und....

Da muss die Justiz dann auch ma eine härte Gangart einschalten und nicht ständig darüber herumheulen. Es bringt nichts, wenn man sich jede Woche darüber aufregt, letztendlich dann zum x-ten mal wieder Geld- und Bewährungsstrafen veurteilt

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