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Wegen unerlaubter Interviews: ATP entlässt Tennis-Schiedsrichter
Clive Brunskill/ Getty Images

Die US Open finden ohne Schiedsrichter Damian Steiner statt. Der Argentinier hatte vor Wochen noch das Wimbledon-Finale geleitet, im Anschluss aber nicht genehmigte Interviews mit Ideen zu Regeländerungen gegeben.

AK_1 27.08.2019, 12:20
1. Soviel zur Meinungsfreiheit

... in den Organisationen der selbst ernannten freiheitlich demokratischen Gesellschaft des Westens! Selbst regeln sie die Interviews und bei einigen Ländern bemängeln sie genau so ein Verhalten. Das wird vielen nicht passen, aber das ist die Realität.

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fanBSC 27.08.2019, 20:08
2. @1

in berufen gibt es sowas doch öfters. er wusste das auch und hätte dieses Beruf nicht ausüben müssen. Ich finde das Verhalten des Tennisverband sehr peinlich. war ja nicht mal was negatives...

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compiler 27.08.2019, 21:23
3.

Zitat von AK_1
... in den Organisationen der selbst ernannten freiheitlich demokratischen Gesellschaft des Westens! Selbst regeln sie die Interviews und bei einigen Ländern bemängeln sie genau so ein Verhalten. Das wird vielen nicht passen, aber das ist die Realität.
Offensichtlich haben Sie keine Ahnung, was das Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet. Es bedeutet nämlich keinesfalls, dass man keine Konsequenzen zu fürchten hat, wenn man seine Meinung äußert. Es bedeutet lediglich, dass man keine Strafverfolgung zu fürchten hat.
Wenn Sie öffentlich Ihren Arbeitgeben kritisieren oder Ihre Meinung zu Unternehmensbelangen aüßern, müssen Sie doch auch damit rechnen, dafür vor die Tür gesetzt zu werden.

Das ändert natürlich nichts daran, dass diese Entlassung in meinen Augen deutlich überzogen ist.

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AK_1 28.08.2019, 12:15
4. @ compiler

Dass die Meinungsäußerung Konsequenzen haben kann, ist mir genauso klar, wie Ihnen. Aber diese Konsequenzen gibt es dann in den besagten Ländern auch, wo dann ein Aufschrei durch die Medien gibt. Da will mir einer die Bedeutung der Meinungsfreiheit erklären. Dass ich nicht lache!!!

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erwins. 28.08.2019, 15:00
5. @ak_1

Das scheint auch nötig zu sein, weil Sie es offensichtlich nicht verstanden haben. Im Arbeitsvertrag des Schiedsrichters gibt es garantiert eine Klausel in der steht, was er öffentlich diskutieren darf und was nicht. und das hat er unterschrieben.

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ramon 28.08.2019, 17:21
6.

Zitat von AK_1
Dass die Meinungsäußerung Konsequenzen haben kann, ist mir genauso klar, wie Ihnen. Aber diese Konsequenzen gibt es dann in den besagten Ländern auch, wo dann ein Aufschrei durch die Medien gibt. Da will mir einer die Bedeutung der Meinungsfreiheit erklären. Dass ich nicht lache!!!
Dann deuten Sie aber politische Grundbegriffe um und man wird sie deshalb auch nicht überzeugen können. Es besteht durchaus ein Unterschied ob sie sich systemkritisch in Ländern wie China oder Nordkorea oder hier in Deutschland äussern. Zeigen sie mir bitte jemanden hier in Deutschland, der ins Gefängnis gesteckt wird wenn er den Staat kritisiert und sich z.B. um Arbeiterrechte engagiert. Ist die Situation tatsächlich vergleichbar mit Nordkorea oder China? Ich lebe nicht dort, aber die Konsequenzen erscheinen mir aber deutlich dramatischer in den besagten Ländern. In diesem speziellen Fall geht es nicht mal um den Staat, sondern um einen privaten Arbeitgeber, der einen Arbeitnehmer entlässt, weil er seine Äußerungen wahrscheinlich als Firmen schädigend deutet. Dem Schiedsrichter steht es offen vor ein unabhängiges Gericht zu ziehen und den Sachverhalt klären zu lassen. Ich finde die Reaktion der ATP auch überzogen, aber es müsste eigentlich jedem Arbeitnehmer klar sein, dass er betriebsinterne Dinge mit Außenstehenden nicht uneingeschränkt kommunizieren kann und es Konsequenzen haben kann.

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